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Wesentliches zur Pflegeversicherung

Die Absicherung im Pflegefall setzt sich in Deutschland aus der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung und der privaten Pflegezusatzversicherung zusammen. Für beide wird nicht ganz trennscharf gerne der Begriff der Pflegeversicherung verwendet. Doch beide Versicherungen sind voneinander abzugrenzen, obwohl sie letztlich für Kosten aufkommen, die dem Versicherten oder seinen Angehörigen im Pflegefall entstehen. Ziel des Gesetzgebers ist es, durch die Leistungen aus den gesetzlichen und den privaten Pflegeversicherungen eine individuelle Betreuung im Alter und ein menschengerechtes Dasein zu gewährleisten, selbst wenn man auf fremde Hilfe angewiesen ist.

Schon bei der Einführung der Pflegepflichtversicherungen war jedoch klar, dass es sich lediglich um eine Art Teilkaskoversicherung handeln würde. Die Leistungen der staatlichen Pflichtversicherung reichen nicht aus, um die Kosten im Pflegefall zu decken. Wenn die anfallenden Kosten nicht durch die Rente gedeckt werden können, werden im schlimmsten Fall die Angehörigen zur Zahlung von Pflegekosten herangezogen. Um das zu verhindern, sollten jeder gesetzlich Pflegeversicherte eine individuelle Zusatzpflegeversicherung abschließen. Nur so lässt sich vermeiden, dass die eigenen Kinder irgendwann für den Pflegefall der Eltern aufkommen müssen und dadurch selbst in finanzielle Engpässe geraten oder deren Erbe aufgezehrt wird.

Leistungsbeispiele

 

Schlaganfall

Herr M. ist 45 Jahre alt und hat vor kurzem einen Schlaganfall erlitten. Trotz schneller medizinischer Versorgung wird der Familienvater ein Pflegefall bleiben. Um die Familie zu versorgen, muss seine Frau wieder Vollzeit arbeiten gehen. Glücklicherweise hat Herr M. eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen. So ist die häusliche Pflege durch einen Pflegedienst finanzierbar.

Pflegeheim

Die Rentnerin Frau K. stürzte zu Hause und konnte nicht mehr alleine aufstehen. Nach einem längeren Krankenhausaufenthalt wird klar, dass sie zukünftig auf Hilfe angewiesen sein wird. Da die Kinder von Frau K. alle berufstätig sind, ist eine Unterbringung im Pflegeheim nicht zu vermeiden. Die Rente von Frau K. und die Ersparnisse reichen bei Weitem nicht aus, um die Kosten für das Pflegeheim zu decken. Da sie keine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen hatte, müssen die Kinder jeden Monat mehrere hundert Euro für die Unterbringung im Pflegeheim zuzahlen.

 

So viel kostet Pflege heute

 

Natürlich spielt bei der Höhe der Pflegekosten die Art der Betreuung eine große Rolle. Sofern es den Angehörigen gelingt, eine Pflege zu Hause sicherzustellen, ist das sicher die günstigste Alternative. Dies gilt aber nur, wenn durch die Übernahme der Pflege durch die Familie kein nennenswerter Verdienstausfall entsteht. Ansonsten gilt als Richtlinie, dass die teilstationäre oder sogar die stationäre Pflege deutlich teurer ist als die ambulante Betreuung.

Bei Pflegegrad 4 und 5 liegen die Kosten für die stationäre Unterbringung in einem Zwei-Bett-Zimmer mit Unterkunft und Verpflegung pro Monat bei rund 3.500 bis 4.000 Euro. Ergänzend zu berücksichtigen sind zudem die Kosten für die Krankenversicherung. Die Pflegepflichtversicherung erbringt aber nur Leistungen in Höhe von etwa 1775 Euro beziehungsweise 2005 Euro. Somit entsteht eine Versorgungslücke von 1.725 Euro bis 2.225 Euro beziehungsweise 1.495 Euro bis 1.995 Euro (ohne Berücksichtigung der Krankenversicherung), die der Betroffene aus seiner Rente oder aus vorhandenem Vermögen abdecken müsste. Ist das Vermögen beispielsweise in Form von Immobilienbesitz bereits verbraucht oder haben nie entsprechende Vermögenswerte bestanden, werden die Kinder zum Ausgleich der Deckungslücke herangezogen. Ist noch Vermögens vorhanden, schmilzt das Erbe der Kinder schnell dahin.

Der AOK-Pflegeheim-Navigator zeigt Ihnen welche Kosten konkret in welchem Pflegeheim auf Sie zukommen.

 

Pflegeheim-Navigator

 

Fordern Sie Ihr individuelles Angebot zur Pflegezusatzversicherung an

Zwar wird im Einzelfall sehr genau geprüft, in welcher Höhe die Angehörigen finanziell belastet werden dürfen. Auch gibt es bestimmte Freibeträge, die den Kindern zum Aufbau einer eigenen Altersvorsorge, für den Erwerb von Wohneigentum oder zur Absicherung des eigenen Lebensstandards zustehen. Doch letztlich müssen immer wieder Fälle von den Sozialgerichten entschieden werden, weil das zuständige Sozialamt für den Ausgleich der Versorgungslücke zwar in Vorlage geht, weil es sich das vorgelegte Geld aber von den Angehörigen im Rahmen ihrer Möglichkeiten erstatten lassen wird. Um zu vermeiden, dass die eigenen Kinder in solche finanziellen Schwierigkeiten geraten, ist es letztlich essentiell wichtig, frühzeitig eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen.

Zur Absicherung des Pflegerisikos gibt es drei Arten der Versicherung: die Pflegetageldversicherung, die Pflegekostenversicherung und die Pflegerentenversicherung. Die Pflegetagegeldversicherung ist die beliebteste Form der privaten Pflegeversicherung. Hier vereinbaren Sie mit dem Versicherer die Zahlung eines Tagegeldes, das Sie frei verwenden können. Sie haben also die freie Entscheidung, wofür Sie die Leistung verwenden, es ist kein Kostennachweis erforderlich. Auf Wunsch können Sie alle fünf Pflegegrade absichern, Sie können aber auch nur für einzelne Pflegestufen Leistungen vereinbaren. In der Regel geben Sie eine Tagessatz vor, den Sie bei Pflegegrad 5 erhalten möchten. Meist variieren die Angebote der Gesellschaften dann unter anderem dadurch, dass in den niedrigeren Pflegegraden unterschiedliche Prozentsätze dieses Tagessatzes versichert sind. Bei manchen Versicherern gibt es diese Prozentregelung nicht, hier entscheiden Sie selbst, wie hoch Ihr Tagegeld in jeder Pflegestufe sein soll.

Die Pflegetagegeldversicherung gibt es als ungeförderte Variante, aber auch als staatlich geförderte Alternative. Bei dieser sogenannten Pflege-Bahr erhalten Sie als Versicherte eine staatliche Zulage in Höhe von fünf Euro monatlich. Ihr Eigenbeitrag muss 15 Euro im Monat betragen. Förderberechtigt sind alle Versicherten in einer sozialen oder privaten Pflegepflichtversicherung.

Versicherungsnehmer
Zu versichernde Person
Gewünschte Leistungen
Mindesterstattungssätze

Der Wert der höheren Pflegestufe muss mindestens dem Wert der niedrigeren Pflegestufe entsprechen. Der Wert der stationären Pflegestufe innerhalb einer Pflegestufe muss mindestens dem Wert der ambulanten Pflegestufe entsprechen.

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Unsere Tarifauswahl

 

Bei der Tarifauswahl achten wir für unsere Kunden in erster Linie auf Rechtssicherheit und hochwertige Leistungen. Im Bereich Pflegetagegeldversicherung orientieren wir uns dabei unter anderem an den Analysen des WFS-Versicherung-Rating. Wesentlich ist hierbei, welche Kriterien in den Bedingungswerken der Versicherungstarife für Sie als Verbraucher von Bedeutung sind.

Deshalb wird in den WFS-Ratings das honoriert, was in den Bedingungen klar benannt wird. Ziel ist es, Ihnen als Verbraucher jene Versicherer zu empfehlen, bei denen man auf den ersten Blick weiß, dass sie ein stark überdurchschnittliches Bedingungsniveau haben und den Leistungsumfang transparent präsentieren. Streitigkeiten im Leistungsfall können so bereits im Vorfeld vermieden werden. Davon profitieren nicht nur Sie, sondern auch wir, denn wir möchten, dass Sie zufrieden sind und uns weiterempfehlen.

Wir sind fest davon überzeugt:

Für unsere Kunden ist eine kompetente Beratung und Betreuung erheblich wichtiger als der absolut tiefste Preis.

Die Tarifkriterien

 

In Ihrem Interesse setzen wir strenge Kriterien bei der Tarifauswahl an. Pflegetagegeldversicherungen sollten unserer Meinung nach gewisse Mindestkriterien erfüllen.

Mindeststandards

 

  • Einstufung des Pflegefalls durch soziale Pflege- oder privaten Pflegepflichtversicherung nach Pflegegraden gilt als Nachweis der bedingungsgemäßen Pflegebedürftigkeit
  • Leistungen unabhängig davon, ob es sich um eine unfall- oder krankheitsbedingte Pflegebedürftigkeit handelt
  • Ungekürzte Leistung auch bei Laienpflege / Pflege durch Angehörige
  • Dynamisierung des Pflegetagegeldes bzw. des Pflegegeldes vor Eintritt des Leistungsfalles bereits ab Pflegegrad 3 möglich (min. bis auf 150 Euro pro Tag im Pflegegrad 4)
  • Dynamisierung des Pflegetagegeldes bzw. des Pflegegeldes nach Eintritt des Leistungsfalles bereits ab Pflegegrad 3 möglich (min. bis auf 150 Euro pro Tag im Pflegegrad 4) – entweder
  • als Teil der Anwartschafts- oder als separate Leistungsdynamik
  • Beitragsbefreiung bei bedingungsgemäßer Pflegebedürftigkeit ab Pflegegrad 4
  • Versicherungsschutz ausdrücklich auch bei vorübergehenden Auslandsaufenthalten mindestens in den Staaten der Europäischen Union, den Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz
  • Versicherungsschutz bei unfallbedingter Pflegebedürftigkeit ohne Wartezeit
  • Verzicht des Versicherers auf sein ordentlichen Kündigungsrecht

Ergänzend zu den Mindeststandards sollten folgende Kriterien gewährleistet sein:

  • Genereller Verzicht auf eine Wartezeit für den Versicherungsschutz wegen Pflegebedürftigkeit

Der Gold-Standard

 

Wirkliche TOP-Tarife, die Ihnen ein Höchstmaß an Rechtssicherheit und Leistungen weit über dem Marktdurchschnitt bieten, sehen ergänzend folgende Standards vor:

  • Beitragsbefreiung bei bedingungsgemäßer Pflegebedürftigkeit ab Pflegegrad 3
  • Ausdrücklich weltweite Geltung

Da kein Rating eine kompetente Bedarfsermittlung und Beratung ersetzen kann, stehen wir Ihnen gern als Ansprechpartner zur Verfügung.

Vereinbaren Sie jetzt Ihren Beratungstermin!

Reform der Pflegepflichtversicherung im Jahr 2017

Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung ist eine Säule des deutschen Sozialversicherungssystems. Sie wurde im Januar 1995 vor dem Hintergrund eingeführt, dass der Staat eine Absicherung für die immer älter werdende Gesellschaft schaffen wollte. Anders als in früheren Generationen ist es heute nur noch selten üblich, dass mehrere Generationen unter einem Dach leben. Dadurch werden immer weniger ältere und pflegebedürftige Menschen durch ihre Angehörigen betreut. Deshalb sind staatliche und private Pflegeeinrichtungen erforderlich. Allerdings kostet die Unterstützung durch einen ambulanten Pflegedienst oder die stationäre Unterbringung viel Geld. Die Kosten sind von alten Menschen aus ihrem Renteneinkommen meist nicht zu decken. Deshalb musste eine staatliche Absicherung geschaffen werden, durch die frühzeitig Rücklagen für den späteren Pflegefall aufgebaut werden. Diese Aufgabe ist das vornehmliche Ziel jeder Pflegeversicherung.

Bis einschließlich 2016 war das Verfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit auf die Feststellung ausgerichtet, bei welchen Aufgaben des täglichen Lebens der alte Mensch Unterstützung benötigt. Im Vordergrund standen dabei Tätigkeiten wie das Ankleiden oder das Essen. Nicht betrachtet wurde der Betreuungs- und Beaufsichtigungsbedarf. Somit waren vor allem Demenzpatienten durch das damalige Beurteilungsverfahren nicht umfassend berücksichtigt. Aus diesem Grund erfolgte mit Wirkung zum Jahr 2017 eine Änderung des damaligen Verfahrens zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit.

In die Pflegestufe 0 wurden Menschen mit stark eingeschränkter Alltagskompetenz eingeordnet. Dazu gehörten üblicherweise Demenzpatienten. Eine Einstufung in Pflegestufe 1 war für erheblich Pflegebedürftige gedacht, die mindestens einmal am Tag Hilfe bei der Körperpflege, bei der Nahrungsaufnahme oder bei der Mobilität benötigen, wobei lediglich zwei Kriterien zu erfüllen waren. Zur Pflegestufe 2 gehörten Schwerpflegebedürftige, die mindestens dreimal am Tag Hilfe brauchten. Pflegestufe 3 wurde für Schwerstpflegebedürftige vergeben, die rund um die Uhr und in der Nacht gepflegt werden mussten.

 

Regelungen der Pflegepflichtversicherung ab dem Jahr 2017

 

Infolge der Pflegerefom ist seit dem Jahr 2017 bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit entscheidend, wie selbstständig ein Mensch seinen Alltag bestreiten kann und welchen Gesamteindruck er macht. Intention der Reform war es unter anderem einen pflegenähere Definition der Pflegebedürftigkeit zu finden, die auch die individuelle Lebenssituation widerspiegelt. Denn ein junger, querschnittsgelähmter Mensch kann in einem barrierefreien Umfeld seinen Lebensalltag vergleichsweise selbstständig bestreiten. Ein Demenzkranker hingegen kann trotz gutem körperlichem Zustand sehr auf Hilfe angewiesen sein. Diesem Umstand wurde verstärkt mit der Pflegereform Rechnung getragen. So bezieht nun ein Gutachter die Hilfe für psychisch Erkrankte mit ein. Bei den Gutachtern handelt es sich um unabhängige Pflegesachverständige vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder der Firma Medicproof, je nachdem ob es sich bei dem Pflegebedürftige um einen gesetzlich oder privat versicherte Person handelt.

Der Pflegebedarf wird mit Wirkung zum 01.01.2017 anhand 64 Kriterien, die wiederum sechs Lebensbereichen beziehungsweise Modulen zugeordnet sind, ermittelt. Insgesamt können bis zu 100 Punkte vergeben werden. Abhängig von der erreichten Punktzahl erfolgt die Einstufung in einen Pflegegrad. 100 Punkte entsprechen dabei Pflegegrad 5, 40 Punkte zum Beispiel Pflegegrad 2.

 

Die sechs Module beziehungsweise Lebensbereiche

Mobilität

Wie gut kann sich ein Mensch alleine fortbewegen, drehen und sitzen?

Gewichtung: 10%

Kognitive und kommunikative Fähigkeiten

Wie findet sich ein Mensch in Ort und Zeit zurecht? Erinnert er sich? Kann er Gefahren erkennen und sich am Gespräch beteiligen?

Gewichtung: 15% (Weißt das Modul „Verhalten und psychische Probleme“ mehr Punkte auf, fließt der Bereich „Kognitive und kommunikative Fähigkeiten“ nicht in die Gesamtbewertung ein.)

Verhalten und psychische Probleme

Ist ein Mensch aggressiv, schädigt er sich oder andere? Leidet er unter Ängsten?

Gewichtung: 15% (Weißt das Modul „Kognitive und kommunikative Fähigkeiten“ mehr Punkte auf, fließt der Bereich „Verhalten und psychische Probleme“ nicht in die Gesamtbewertung ein.)

Selbstversorgung

Inwieweit ist ein Mensch fähig, sich selbst zu waschen, zu essen, zu trinken und auf die Toilette zu gehen?

Gewichtung: 40%

Bewältigung und Umgang mit Krankheit und Therapie

Wie selbstständig kann ein Mensch Medikamente einnehmen? Muss er zum Arzt begleitet werden?

Gewichtung: 20%

Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

Wie selbstständig kann ein Mensch einen Tag gestalten und Kontakte pflegen?

Gewichtung: 15%

 

Leistungen der Pflegepflichtversicherung pro Monat

 

Die Leistungen der Pflegepflichtversicherung hingen bis Ende 2016 von der festgestellten Pflegestufe ab. Seit 2017 hängen sie von dem festgestellten Pflegegrad ab. Neben dem Pflegegrad spielt die Art der Pflege eine Rolle. Bei häuslicher Pflege durch die Angehörigen werden geringere Leistungen gezahlt als bei Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst oder einer teilstationären oder gar stationären Unterbringung.

Die Pflegepflichtversicherung sieht Geldleistungen und Sachleistungen vor. Zu den Geldleistungen gehört neben dem Pflegegeld auch eine Zahlung bis zu 4.000 Euro zur Verbesserung des Wohnumfeldes. Der Einbau einer barrierefreien Dusche im Badezimmer kann hier dazu gehören oder auch Türverbreiterungen oder fest installierte Rampen. Auch eine ambulant betreute Wohngruppe kann mit einmalig 2.500 Euro pro Pflegefall – höchstens 10.000 Euro insgesamt – oder mit einer monatlichen Pauschalleistung von bis zu 214 Euro bezuschusst werden. Die Sachleistungen umfassten vorrangig die Übernahme der Kosten für eine stationäre Unterbringung. Die Verrechnung erfolgte direkt zwischen dem Erbringer der Leistung und der Pflegekasse.

 
Pflege durch Angehörige bei Menschen mit körperlicher Einschränkung

Pflegestufe - vor 2017Pflegegeld (Euro/Monat)Pflegegrad - ab 2017PflegegeldUnterschied
I244231672
II458354587
III72847280

Pflege durch Angehörige bei Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz

Pflegestufe - vor 2017Pflegegeld (Euro/Monat) Pflegegrad - ab 2017Pflegegeld (Euro/Monat)Unterschied
01232316193
I3163545229
II5454728183
III7285901173

Tages- und Nachtpflege bei Menschen mit körperlicher Einschränkung

Pflegestufe - vor 2017Leistung (Euro/Monat)Pflegegrad - ab 2017Leistung (Euro/Monat)Unterschied
I4682689221
II114431298154
III1612416120

Tages- und Nachtpflege bei Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz

Pflegestufe - vor 2017Leistung (Euro/Monat)Pflegegrad - ab 2017Leistung (Euro/Monat)Unterschied
0231689458
I68921298609
II129831612314
III161241995383

Pflege durch Pflegedienst bei Menschen mit körperlicher Einschränkung

Pflegestufe - vor 2017Leistung (Euro/Monat)Pflegegrad - ab 2017Leistung (Euro/Monat)Unterschied
I4682689221
II114431298154
III1612416120

Pflege durch Pflegedienst bei Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz

Pflegestufe - vor 2017Leistung (Euro/Monat)Pflegegrad - ab 2017Leistung (Euro/Monat)Unterschied
02312689458
I68931289609
II129841612314
III161251995383
Härtefall1995519950

Pflege im Heim bei Menschen mit körperlicher Einschränkung

Pflegestufe - vor 2017Leistung (Euro/Monat)Pflegegrad - ab 2017Leistung (Euro/Monat)Unterschied
I10642770-294
II133031262-68
III161241775163

Pflege im Heim bei Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz

Pflegestufe - vor 2017Leistung (Euro/Monat)Pflegegrad - ab 2017Leistung (Euro/Monat)Unterschied
02312770539
I106431262198
II133041775445
III161252005393
Härtefall19955200510

Hier gelangen Sie zum Vertrags-Service Ihres Versicherers

Nachfolgend finden Sie Links zu den Vertrags-Service-Seiten diverser Versicherer. Dort können Sie Ihre Anschrift ändern, eine neue Bankverbindung hinterlegen oder einen Schaden melden. Ändert sich infolge einer Heirat Ihr Name haben Sie auf jenen Seiten die Möglichkeit, Ihren Versicherer darüber in Kenntnis zu setzen. Je nach Versicherer stehen Ihnen weitere Service-Angebote zur Verfügung.

 

AllianzAlte OldenburgerARAG
AXA BarmeniaContinentale
Deutscher RingHallescheHanseMerkur
InterMannheimerMünchener Verein
R+VSDKSignal Iduna

Häufig gestellte Fragen

Weshalb ist eine Pflegezusatzversicherung sinnvoll?

Es gibt viele Möglichkeiten eines Tages auf die Pflege durch andere angewiesen zu sein. Ob in fortgeschrittenem Alter aufgrund der damit verbundenen Gebrechen oder auch schon in jungen Jahren durch Krankheits- oder Unfallfolgen – statistisch gesehen wird jeder sechste Deutsche irgendwann einmal zumindest zeitweise zum Pflegefall.

Natürlich hat der Gesetzgeber für diese Fälle durch die Schaffung einer gesetzlichen Pflegeversicherung vorgesorgt. Doch reicht die Leistung dieser Versicherung im Fall der Fälle aus?

Wenn Sie ein wenig Eigenkapital angespart haben, sich von engagierten Familienmitgliedern und Freunden pflegen lassen können und die Pflegebedürftigkeit zudem nur kurze Zeit andauert, kommen Sie vielleicht mit den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung zurecht. Wenn Sie jedoch – wie dies in vielen Fällen der Fall ist – dauerhaft pflegebedürftig werden und dennoch gut betreut werden wollen, decken die Leistungen der gesetzliche Pflegeversicherung nur einen sehr geringen Teil der tatsächlichen Kosten ab.

Damit Sie sich im Fall der Fälle die Versorgung leisten können, die Sie sich wünschen, sollten Sie die sogenannte Pflegelücke, also die Differenz zwischen den Kosten für die Pflege und der Erstattung durch die gesetzliche Pflegeversicherung, durch den Abschluss einer Pflegezusatzversicherung schließen.

Welche Voraussetzungen müssen für eine Einstufung in die jeweilige Pflegestufe vorliegen?

Eine Pflegebedürftigkeit im Sinne der Stufe I (erhebliche Pflegebedürftigkeit) besteht, wenn bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens einmal täglich für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren dieser Bereiche Hilfebedarf besteht und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung notwendig sind.
Insgesamt muss der Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für die erforderlichen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt, wöchentlich im Tagesdurchschnitt mindestens 90 Minuten betragen, wobei der Aufwand für die grundpflegerische Versorgung (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) mehr als 45 Minuten betragen muss.

Für eine Einstufung in die Pflegestufe II (Schwerpflegebedürftigkeit) muss mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten Hilfebedarf bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfebedarf bei der hauswirtschaftlichen Versorgung bestehen.
Insgesamt muss der Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für die erforderlichen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung wöchentlich im Tagesdurchschnitt benötigt, mindestens drei Stunden betragen, wobei der Aufwand für die grundpflegerische Versorgung (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) mindestens zwei Stunden betragen muss.

Für eine Einstufung in die Pflegestufe III (Schwerstpflegebedürftigkeit) muss täglich rund um die Uhr, auch nachts, Hilfebedarf bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfebedarf bei der hauswirtschaftlichen Versorgung bestehen.
Insgesamt muss der Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für die erforderlichen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung wöchentlich im Tagesdurchschnitt benötigt, mindestens fünf Stunden betragen, wobei der Aufwand für die grundpflegerische Versorgung (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) mindestens vier Stunden betragen muss.
Ein nächtlicher Grundpflegebedarf bedeutet, dass jede Nacht bei einer oder mehreren grundpflegerischen Verrichtungen (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) Hilfe benötigt und die Nachtruhe des Pflegenden dabei unterbrochen wird.

Warum soll ich in jungen Jahren schon eine Pflegezusatzversicherung abschließen?

Da Sie als junge Person eine deutlich längere Ansparphase haben, ist Ihr Beitrag viel günstiger.
Pflegebedürftigkeit ist überwiegend, aber nicht immer eine Frage des Alters. Tritt ein Pflegefall bereits im jungen Alter ein, zum Beispiel durch einen Unfall oder eine Erkrankung, sind die Folgen häufig ungleich schlimmer.

Zudem fallen auch bei der Beantragung einer Pflegezusatzversicherung Gesundheitsfragen an. Liegen bestimmte Krankheitsbilder vor, ist ein Abschluss nicht mehr möglich. Die seit ein paar Jahren existierende und staatliche geförderte Pflege-Bahr-Variante kann zwar ohne Gesundheitsfragen abgeschlossen werden, allerdings sieht diese Absicherung für den Pflegefall Wartezeiten vor und ist in der Leistungshöhe stark begrenzt. Je später ein Pflege-Bahr-Tarif abgeschlossen wird, umso geringer fallen die möglichen Leistungen aus.

Welche Bedingungen stellt der Staat, für die Förderung von 60 Euro im Jahr?
  • Die versicherte Leistung ist ein Pflegetagegeld.
  • Die monatliche Beitragszahlung des Versicherungsnehmers beträgt mindestens 10 Euro. Der Gesamtbeitrag bestehend aus Eigenbeitrag und staatlicher Förderung beträgt dann 15 Euro.
  • Der Tarif sieht Leistungen in allen Pflegestufen vor (Pflegestufe 0 bis 3).
  • Die Leistung in Pflegestufe 3 beträgt mindestens 600 Euro monatlich.
  • Die zu versichernde Person ist mindestens 18 Jahre alt.
  • Es besteht ein Kontrahierungszwang auf der Seite des Versicherungsunternehmens, das bedeutet, dass die Versicherung den Antrag des Kunden nicht ablehnen darf. Eine Ausnahme gilt, wenn bereits Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung bezogen werden.
  • Die Wartezeit darf 5 Jahre nicht übersteigen.
Wie erhalte ich die staatliche Zulage und muss ich sie selbst beantragen?

Beim Abschluss der Pflegezusatzversicherung bevollmächtigen Sie Ihren Versicherer zur Beantragung der Förderzulage. Die Förderung wird immer im Frühjahr rückwirkend für das Vorjahr gezahlt. Der Versicherer erhebt von Ihnen nur den Beitrag abzüglich der Zulage in Höhe von fünf Euro monatlich. Die Zulage wird vom Staat direkt an Ihren Versicherer ausbezahlt.

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