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Wesentliches zur Pferdehaftpflichtversicherung

Pferde sind von Natur aus Fluchttiere und somit grundsätzlich unberechenbar. Als schnelle und kräftige Tiere verursachen sie häufig große und teure Schäden. Betrifft der Schaden eine dritte Person, muss der Pferdehalter dafür haften. Dabei spielt es keine Rolle, ob den Pferdebesitzer überhaupt Schuld an dem Vorfall trifft. Er ist gesetzlich dazu verpflichtet, dem Geschädigten Schadenersatz zu leisten.

Schwerwiegende Schadensfälle können einen Tierhalter in den finanziellen Ruin treiben, insbesondere wenn ein Mensch schwer verletzt wird. Mit einer Pferdehaftpflichtversicherung können Sie sich gegen eine Vielzahl von Schadensrisiken absichern.

Da Esel, Ponys und Pferde nicht über die Privathaftpflicht mitversichert werden können, sollten Besitzer von Reit- und Zugtieren eine Pferdehaftpflichtversicherung abschließen. Eine solche Tierhalterhaftpflicht deckt in der Regel vom Pferd verursachte Vermögens-, Sach- und Personenschäden Dritter bis zur vertraglich vereinbarten Versicherungssumme ab.

Bei der Deckungssumme besteht bei den meisten Versicherern die Wahl zwischen einer Million, zwei, drei, vier, fünf oder zehn Millionen. Jeder Besitzer eines Reit- und Zugtieres – also Pferde, Esel, Ponys, Gnadenbrotpferde – sollte eine Pferdehalterhaftpflicht abschließen. Vorteilhaft ist hierbei, dass der Schutz einer Pferdeversicherung meist auch für Pferdepfleger und Reitbeteiligungen gilt. Voraussetzung für den Abschluss einer Pferdehaftpflicht ist, dass das Tier ausschließlich privat und nicht zu gewerblichen Zwecken genutzt wird.

Leistungsbeispiele

Pferd schlägt aus

Beim Ausführen einer Stute erschrak das Pferdes aufgrund eines lauten Geräusches und schlug mit dem Huf aus. Unglücklicherweise traf es einen Passanten an der Brust und brach ihm dabei 2 Rippen. Der Geschädigte nahm den Pferdebesitzer in der Folge des Unfalls wegen Schmerzensgeld, Verdienstausfall, Behandlungskosten und Reinigung der Kleidung in Anspruch. Die Schadenhöhe wurde auf 1.700 € geschätzt.

Flurschaden

Ein Pferd brach aus der Koppel aus und verwüstete das Feld des benachbarten Bauern. Der Bauer machte Schadenersatzansprüche wegen Ernteausfall geltend. Die Schadenhöhe wurde auf 500 € geschätzt.

Spar-Tipps für eine günstige Pferdehaftpflichtversicherung

Wir sagen Ihnen, worauf es ankommt und wie Sie mithilfe unseres Tarifvergleichs zusätzlich Geld sparen können. Entscheidend ist, dass der Versicherungsschutz Ihren Bedürfnissen entspricht. Die Versicherer – und auch unser Versicherungsrechner – unterscheiden zwischen Ponys, Fohlen, Reit-, Zucht- und Gnadenbrotpferden. Die Art und Anzahl der zu versichernden Tiere beeinflussen ebenfalls die Beitragshöhe.

Zudem macht unser Rechner Sparmöglichkeiten transparent. Die Policen sind in der Regel günstiger, wenn eine Selbstbeteiligung vereinbart wird. Je höher Sie die Selbstbeteiligung ansetzen, desto niedriger fällt der Beitrag aus. Wenn Sie einen Dreijahresvertrag abschließen, winken Ihnen zusätzliche Rabatte. Bei vielen Versicherern kann man zusätzlich sparen, indem man die Prämie jährlich und nicht monatlich bezahlt.

Wichtig: Ihre Obliegenheiten!

Damit Sie Ihren Versicherungsschutz nicht gefährden, sollten Sie sich unbedingt die nachstehenden Videos ansehen. Denn als Versicherungsnehmer haben Sie verschiedene Obliegenheiten zu beachten.

Obliegenheiten sind Verhaltensvorschriften, die sich aus den Versicherungsbedingungen ergeben. Man unterscheidet zwischen den vorvertraglichen Obliegenheiten und den Obliegenheiten während des bestehenden Versicherungsvertrages, wie zum Beispiel den Auskunfts- und Aufklärungsobliegenheiten nach Eintritt des Versicherungsfalles.

Bei einer Obliegenheitsverletzung wird der Versicherer möglicherweise von der Verpflichtung zur Leistung frei. Ob dies der Fall ist, richtet sich zunächst nach dem Grad Ihres Verschuldens als Versicherungsnehmer. Bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz kommt es zudem noch auf die Kausalität an.

Unsere Tarifauswahl

Bei der Tarifauswahl achten wir für unsere Kunden in erster Linie auf Rechtssicherheit und hochwertige Leistungen. Im Bereich Haftpflichtversicherung orientieren wir uns dabei unter anderem an den Analysen des WFS-Versicherung-Rating.

WFS-Ratings sind reine Bedingungsratings. Wesentlich ist hierbei, welche Kriterien in den Bedingungswerken der Versicherungstarife für Sie als Verbraucher von Bedeutung sind. Viele Tarifeinschlüsse sind nur für einen Fachmann ersichtlich. Ihnen, sprich dem Verbraucher helfen sie nicht weiter, da Ihnen die versicherungstechnischen Kenntnisse fehlen. Die Praxis zeigt zudem, dass nicht alle Innendienstmitarbeiter der Versicherer hinreichend geschult sind und somit immer wieder Schäden abgelehnt werden, da sie in Tarifwerken einen Ausschluss annehmen, wo ein Einschluss nicht explizit benannt wurde.

Deshalb wird in den WFS-Ratings das honoriert, was in den Bedingungen klar benannt wird. Ziel ist es, Ihnen als Verbraucher jene Versicherer zu empfehlen, bei denen man auf den ersten Blick weiß, dass sie ein stark überdurchschnittliches Bedingungsniveau haben und den Leistungsumfang transparent präsentieren. Streitigkeiten im Schadenfall können so bereits im Vorfeld vermieden werden. Davon profitieren nicht nur Sie, sondern auch wir, denn wir möchten, dass Sie zufrieden sind und uns weiterempfehlen.

Wir sind fest davon überzeugt:

Für unsere Kunden ist eine kompetente Beratung und Betreuung erheblich wichtiger als der absolut tiefste Preis.

Die Tarifkriterien

In Ihrem Interesse setzen wir strenge Kriterien bei der Tarifauswahl an. Haftpflichtversicherungen sollten unserer Meinung nach gewisse Mindestkriterien erfüllen.

 

Mindeststandards

  • Garantie, dass der Versicherer nicht zum Nachteil des Kunden von den aktuell gültigen AVB PferdehalterHV mit Stand 09.2014 (GDV-Garantie), dem zuletzt gültigen Stand AHB, Stand 02.2014 und der dazugehörigen Mustertarifstruktur III mit Stand 13.04.2011 (GDV-Garantie) oder alternativ den Empfehlungen des Arbeitskreises Vermittlerrichtlinie Dokumentation mit Stand 11.03.2008 oder jünger ODER Arbeitskreis Beratungsprozesse mit Stand 17.02.2010 oder jünger abweicht
  • Garantie, dass der Versicherer prämienneutrale Bedingungsverbesserungen automatisch zum Vertragsbestandteil auch für laufende Verträge macht (Innovationsklausel)
  • Mitversicherung der gesetzlichen Haftpflicht des Tierhüters, sofern dieser nicht gewerbsmäßig tätig ist
  • Keine vom GDV-Standard abweichenden Einschränkungen der mindestens einjährigen Auslandsdeckung (z.B. punitive oder exemplary damages, Einschränkungen in den USA, US-Territorien und Kanada, Forderung der Beibehaltung eines Wohnsitzes innerhalb von Deutschland). Als Einschränkung akzeptabel ist es höchstens, wenn vom Versicherungsnehmer eine Korrespondenzanschrift innerhalb der EU verlangt wird oder bei Zahlungen außerhalb des Euro-Raumes die bei der Währungsumrechnung entstehenden Risiken auf den VN abgewälzt werden.
  • Deckungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden: mindestens 5.000.000 Euro pauschal oder mindestens 100.000 Euro für Vermögensschäden sowie 5.000.000 Euro für Personen- und Sachschäden
  • Ausdrückliche Mitversicherung von Haftpflichtansprüchen wegen Schäden durch ungewollte und gewollte Deckakte einschließlich echter Vermögensschäden
  • Ausdrückliche Mitversicherung für Fremd- / Gastreiter (ohne Eigenschäden), sofern diese Fremdreiter nicht gewerblich tätig sind
  • Ausdrückliche Mitversicherung auch von Reitbeteiligten (ohne Eigenschäden), sofern die Reitbeteiligten nicht gewerblich tätig sind und dies ohne namentliche Nennung im Versicherungsschein
  • Ausdrücklich uneingeschränkter Versicherungsschutz auch bei Flurschäden durch Weidevieh
  • Ausdrücklicher Versicherungsschutz auch für Schäden durch jegliche privaten Kutsch- und Schlittenfahrten, bei denen kein Einkommen erzielt wird. Als Einschränkung zulässig ist es hingegen, dass für den Versicherungsschutz vorausgesetzt wird, dass alle Pferde über den gleichen Versicherer versichert sein müssen.
  • Ausdrückliche Mitversicherung der Teilnahme an Pferdeschauen, Reitturnieren sowie dem vorbereitenden Training hierzu, sofern die Teilnahme nicht gewerblich erfolgt. Dabei keine Einschränkungen, beispielsweise für das Erzielen von gelegentlichen Ein-nahmen (z.B. Einkommen durch Preisgelder). Zulässig ist hingegen eine Begrenzung der jährlichen Ein-nahmen auf einen Höchstbetrag von nicht unter 6.000 Euro
  • Kein im- oder expliziter Ausschluss für die Teilnahme an Distanzritten, ohne die Möglichkeit, diesen durch einen Zuschlag für den Einschluss des Rennrisikos abzudingen

Der Gold-Standard

 

Wirkliche TOP-Tarife, die Ihnen ein Höchstmaß an Rechtssicherheit und Leistungen weit über dem Marktdurchschnitt bieten, sehen ergänzend folgende Standards vor:

  • Ausdrückliche Mitversicherung auch des Ehegatten und der in häuslicher Gemeinschaft lebenden, unverheirateten Kinder von Versicherungsnehmer und (Ehe)partner bzw. alternativ definiert als Mitversicherung der Familienangehörigen des Versicherungsnehmers
  • Versicherungsschutz auch für Schäden an gemieteten Pferdetransportanhängern und Pferdeboxen bis mindestens 5.000 EuroVersicherungsschutz auch für Schäden an Stallungen, Reithallen und Weidezäunen bis mindestens 10.000 Euro
  • Ausdrückliche Mitversicherung auch des Gewässerschadenrestrisikos für Kleingebinde gewässerschädlicher Stoffe
  • Beitragsfreie Mitversicherung von während der Vertragslaufzeit geborenen Fohlen eines beim gleichen Versicherer versicherten Muttertieres mindestens bis zur nächsten Hauptfälligkeit, sofern diese im Besitz des Versicherungsnehmers verbleiben
  • Mitversicherung der Teilnahme an Pferderennen sowie dem vorbereiten-den Training hierzu, sofern die Teilnahme nicht gewerblich erfolgt. Dabei ausdrücklich keine Einschränkungen, beispielsweise für das Erzielen von gelegentlichen Einnahmen (z.B. Einkommen durch Preisgelder)
  • Mitversicherung von Haftpflichtansprüchen der Reitbeteiligten und der Reittiernutzer gegen den Versicherungsnehmer
  • Mitversicherung von Regressansprüche von Trägern der Sozialversicherung und Sozialhilfe, privaten Krankenversicherungsträgern sowie privaten und öffentlichen Arbeitgebern / Dienstherren wegen Personenschäden von in häuslicher Gemeinschaft lebenden Lebenspartnern (nicht ausschließlich bezogen auf Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz), mitversicherten Personen oder Angehörigen in häuslicher Gemeinschaft, auch wenn dieser über den gleichen Vertrag mitversichert sind
  • Versicherer bzw. Risikoträger ist Mitgliedschaft bei Versicherungsombudsmann e.V.

Da kein Rating eine kompetente Bedarfsermittlung und Beratung ersetzen kann, stehen wir Ihnen gern als Ansprechpartner zur Verfügung.

Ihr individuelles Angebot zur Pferdehaftpflichtversicherung

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Häufig gestellte Fragen

Weshalb eine Pferdehaftpflichtversicherung sinnvoll ist

Für alle Schäden, die Ihr Pferd verursacht, haften laut Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) Sie als Halter in voller Höhe und Umfang. Das fängt bei kleineren Schäden wie einem durchbrochenen Zaun an, kann aber bis zum Tod eines Menschen reichen.

Die Pferdehaftpflichtversicherung schützt somit Ihre finanzielle Existenz, wenn Ihr Tier Schäden verursacht. Denn die Kosten, gerade bei Personenschäden, gehen schnell in die Millionen. Und Ihre Privathaftpflichtversicherung deckt allenfalls Schäden ab, die kleine, zahme Tiere wie Vögel oder Kaninchen verursachen. Bei großen Tieren wie Pferden greift sie hingegen nicht.

Ihre Pferdehaftpflichtversicherung zahlt eine Entschädigung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden an Dritte, wenn deren Schadensersatzansprüche gerechtfertigt sind. Ob das der Fall ist, prüft ebenfalls Ihr Versicherer und übernimmt gegebenenfalls im Rahmen von Prozessen zur Klärung der Schuldfrage Anwaltshonorare und Gerichtskosten.

Bei einer Pferdeversicherung sind nicht Sie als Halter versichert, sondern Ihr Pferd. Das bedeutet, dass mitunter der Versicherungsschutz auch besteht, wenn ein Nachbar oder Freund das Tier reitet und es zu einem Schadensfall kommt – jedoch nur sofern Ihr Tarif das sogenannte Gast- und Fremdreiterrisiko abdeckt.

Haben Sie bereits eine Stute versichert, sind in aller Regel über den Vertrag auch zeitlich begrenzt deren Fohlen mitversichert. Ab welchem Alter eine eigene Versicherung notwendig wird, sollten Sie frühzeitig mit Ihrem Versicherer absprechen.

Generell sollten Sie beim Pferdekauf darauf achten, dass direkt ab dem Kauftag Versicherungsschutz besteht.

Was die Pferdehaftpflichtversicherung leistet

Generell reguliert die Pferdehaftpflichtversicherung bis zur vereinbarten Versicherungssumme Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die durch das Pferd entstanden sind. Weitere Versicherungsbereiche wie Mietschäden sowie Flur- und Deckschäden sind nicht in jedem Fall mitversichert.

Achten Sie darauf, dass solche Punkte Bestandteil Ihres Vertrages sind. Gleiches gilt, wenn neben Ihnen weitere Personen das Tier nutzen möchten. In solchen Fällen empfiehlt es sich, ein Fremd- oder Gastreiterrisiko einzuschließen.

Tipp: Die Versicherungssumme sollte mindestens fünf Millionen Euro betragen. Denn schwere Personenschäden können unter Umständen sehr teuer werden.

Wann die Pferdehaftpflichtversicherung nicht leistet

Die Pferdehaftpflichtversicherung übernimmt keine Schäden, die Sie als Halter beziehungsweise Ihr Eigentum betreffen. Wenn Ihr Pferd beispielsweise aus der Koppel ausbricht und dabei die Umfriedung oder Ihren angrenzenden Garten beschädigt, ist die Haftung ausgeschlossen.

Dasselbe gilt, wenn Ihr Pferd Sie etwa durch einen Tritt oder Biss verletzt. Wie bei jeder anderen Haftpflichtversicherung übernimmt die Pferdehaftpflicht nur Drittschäden.

Welche Versicherungssumme sinnvoll ist

Besonders wenn Personen durch ein Pferd verletzt werden, können Schäden in Millionenhöhe entstehen. Eine Versicherungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist daher ratsam. Gegebenenfalls müssen Sie nämlich als Halter trotz einer Pferdehaftpflichtversicherung die Differenz zwischen der Versicherungssumme Ihres Vertrages und der tatsächlichen Schadenssumme selbst finanzieren. Dies kann zu Ihrem finanziellen Ruin führen. Die meisten Versicherungsunternehmen bieten Versicherungssummen von bis zu zehn Millionen Euro an.

Welche Tarifmerkmale Sie auf jeden Fall beachten sollten

Auch wenn alle Pferdehaftpflichtversicherungen im Kern das gleiche Risiko versichern, gibt es basierend auf den einzelnen Versicherungsbedingungen große Unterschiede. Einige Reiterrisiken, die für Sie sehr wichtig sein können, sind nicht standardmäßig in allen Tarifen versichert. Daher lohnt sich ein Versicherungsvergleich.

Machen Sie sich Gedanken, wer Ihr Tier wie nutzt, wo es untergebracht wird und welche Schäden es verursachen könnte.

Folgende Risiken können – neben weiteren Risiken – versichert werden:

Reitbeteiligungen

Teilen Sie sich ein Tier mit anderen Personen, um Kosten für Unterhalt und Pflege zu sparen? Dann sollten auch Reitbeteiligungen versichert sein.

Fremdreiterrisiko

Damit auch einmal die Familie, Freunde und Bekannte das Pferd reiten können, sollte Ihre Pferdehaftpflichtversicherung das Fremdreiterrisiko abdecken.

Fremdhüterrisiko

Wenn Ihr Pferd in größeren Mietställen untergebracht ist und dort Mitarbeiter die Versorgung des Pferdes übernehmen, achten Sie bitte auf die Mitversicherung des Fremdhüterrisikos. Denn Schäden kann Ihr Pferd auch unter Aufsicht dieser fremden Personen verursachen.

Mietsachschäden

Steht Ihr Pferd in einem Mietstall oder ist häufig in fremden Pferdehängern und -boxen untergebracht? Dann sollten Mietsachschäden unbedingt mitversichert sein.

Flurschäden

Im Grunde alle Pferdebesitzer sollten ausschließlich Versicherungstarife wählen, in denen Flurschäden versichert sind. Denn es ist nie auszuschließen, dass ein Pferd in Panik gerät und über fremdes Eigentum hinweg galoppiert. Die Beseitigung dadurch entstehender Schäden kann teuer werden.

Ungewollter Deckakt

Eine Absicherung gegen die Folgen eines ungewollten Deckaktes bietet sich insbesondere für Besitzer von Hengsten an. Zeugt Ihr Hengst ungewollt mit einer Stute Nachwuchs, entstehen durch die Schwangerschaft und die Aufzucht der Fohlen hohe Kosten. Hinzu kommen in der Regel Schadensersatzforderungen, die der Stutenhalter an Sie stellen kann. Ist der ungewollte Dektakt versichert, reguliert Ihre Pferdehaftpflichtversicherung die Forderungen und übernimmt anfallende Kosten.

Nutzung als Kutschpferd

Wenn Sie Ihr Pferd als Kutschpferd zum Beispiel bei Hochzeiten einsetzen, können Schäden im gewerblichen Rahmen entstehen. Da dies ein weiteres Versicherungsrisiko bedeutet, sollte auch diese Art der Nutzung Ihres Pferdes gemäß den Vertragsbedingungen versichert sein.

Reitsport / Wettkämpfe

Nehmen Sie mit Ihrem Pferd an Turnieren teil? Dann sollten aus dem Reitsport resultierende Schäden auf alle Fälle über Ihre Pferdehaftpflichtversicherung abgedeckt sein.

Auslandsaufenthalt

Besitzen Sie ein erfolgreiches Springpferd, das auch im Ausland an Turnieren teilnimmt oder einen Deckhengst, der nicht nur deutschlandweit eingesetzt wird? In solchen Fällen ist auf einen umfassenden weltweiten Versicherungsschutz zu achten.

Was Auswirkung auf Ihren Beitrag hat

Grundsätzlich hängt die Versicherungsprämie auch bei der Pferdehaftpflichtversicherung von den versicherten Leistungen ab. Allerdings muss ein leistungsstarker Tarif keineswegs immer teurer sein als ein leistungsschwacher Tarif eines anderen Anbieters. Aus diesem Grund lohnt sich ein Versicherungsvergleich eigentlich immer.

Versicherungssumme

Auch die Versicherungssumme hat natürlich Einfluss auf die Beitragshöhe. Bei den meisten Anbietern können Sie aus mehreren Versicherungssummen auswählen. Eine höhere Versicherungssumme bedeutet dabei einen höheren Beitrag. Die Unterschiede sind jedoch meist überschaubar und im Zweifelsfall sollten Sie stets zu einer höheren Versicherungssumme greifen. Schließlich soll eine Haftpflichtversicherung Sie vor allem vor hohen Schäden schützen, die Ihre finanzielle Existenz gefährden.

Zahlweise

Zahlen Sie jährlich, ist dies meist günstiger als eine monatliche oder halbjährliche Zahlweise, denn bei unterjähriger Zahlweise verlangen die meisten Versicherer einen Ratenzahlungszuschlag.

Mengenrabatt

Wenn Sie mehrere Pferde beim gleichen Anbieter versichern, erhalten Sie häufig eine Art Rabatt für jedes zusätzlich versicherte Pferd, sprich ein Zweites oder Drittes versichertes Pferd ist meist günstiger als das Erste.

Selbstbehalt

Eine weitere Möglichkeit, wie Sie den Beitrag selbst beeinflussen können, ist die Wahl eines Selbstbehaltes. Hierdurch sinkt Ihre Versicherungsprämie und Sie profitieren in schadenfreien Jahren. Dafür müssen Sie jedoch einen Teil eingetretener Schäden selbst tragen. Selbstbehalte können abhängig vom Versicherer entweder pro Jahr oder pro Schadenfall greifen.

 

Wie die Pferdehaftpflichtversicherung steuerlich behandelt wird

Die Pferdehaftpflichtversicherung unterliegt wie die meisten Versicherungen einem Versicherungssteuersatz von derzeit 19 Prozent. Diese Steuer müssen Sie nicht selbst abführen, sondern Ihr Versicherer erledigt das für Sie.

 

Die Beitragszahlungen für eine private Pferdehaftpflichtversicherung können Sie als sonstige Vorsorgeaufwendung im Rahmen Ihrer Einkommenssteuererklärung steuermindernd ansetzen. Hierbei gelten allerdings Höchstgrenzen. Zusammen mit anderen Sonderausgaben können Sie als sozialversicherungspflichtig Beschäftigter derzeit jährlich bis zu 1.900 Euro von der Steuer absetzen, als Selbstständiger oder Freiberufler bis zu 2.800 Euro pro Jahr.

Sofern Sie Ihr Pferde gewerblich nutzen, können Sie die Kosten für die Pferdehaftpflichtversicherung in vollem Umfang als Betriebsausgabe absetzen.

Welche Pflichten bei der Pferdehaftpflichtversicherung bestehen

Obliegenheiten des Versicherungsnehmers

Obligatorisch sind zum Beispiel wahrheitsgemäße Angaben auf alle Fragen, die Versicherer im Versicherungsantrag stellen. Zu den Obliegenheiten gehört es zudem, nichts zu verschweigen, was die Wahrscheinlichkeit eines Versicherungsfalls erhöhen kann.

Die frühzeitige Schadensmeldung gehört ebenfalls zu Ihren Obliegenheiten wie die Schadensminderungspflicht (§ 254 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch) oder die fristgerechte Zahlung von Erst- und Folgebeiträgen.

Obliegenheiten des Versicherers

Auch Versicherer müssen ihrerseits einige Obliegenheiten erfüllen. Dazu gehören rechtzeitige Meldungen zu tariflichen Anpassungen sowie die möglichst schnelle Bearbeitung von Anträgen und Schadensmeldungen mit dem Ziel einer zügigen Regulierung.

Was Sie im Schadensfall bedenken sollten

Tritt ein Schaden ein, sind Sie einige Dinge zu beachten.

Schadensmeldung

Zunächst sollten Sie den Schaden umgehend Ihrer Versicherung melden. Dazu können Sie in der Regel kostenfreie Hotlines nutzen oder auf dafür eingerichtete Internetseiten Ihres Versicherers gehen. Links zum Vertrags-Service zahlreicher Versicherer finden Sie am Ende dieser Seite. Melden Sie den Schaden am besten immer schriftlich und nicht nur telefonisch.

Verhalten gegenüber dem Geschädigten

Auch wenn Sie sich wegen dem Schaden schuldig fühlen, sollten Sie keine Schadensersatzansprüche anerkennen und auch kein Schuldeingeständnis abgeben. Es obliegt Ihrem Versicherer den Schaden zu prüfen und gegebenenfalls zu regulieren. Sind Ansprüche unberechtigt gestellt, kümmert sich die Versicherung darum diese abzuwehren. Erhalten Sie beispielsweise Briefe des Geschädigten, sollten Sie diese nicht selbst beantworten, sondern an Ihren Versicherer zur Beantwortung weiterleiten.

Angaben gegenüber Ihrem Versicherer

Ein detaillierter und wahrheitsgemäßer Schadensbericht ist entscheidend. Bei unwahren Angaben können Sie den Versicherungsschutz einbüßen und riskieren eine Anzeige wegen Versicherungsbetrugs.
Der Hergang ist also wahrheitsgemäß und in allen Einzelheiten zu schildern. Genannt werden sollten unbedingt

  • Zeitpunkt
  • Ort,
  • die beteiligten Personen,
  • die geschätzte Schadenshöhe und
  • der Hergang des Geschehens.

Fertigen Sie zudem nach Möglichkeit zu jedem Schaden Fotos oder Videos an und lassen Sie diese ebenfalls Ihrem Versicherer zukommen.

Schaden begrenzen

Grundsätzlich sind Sie dazu verpflichtet, den Schaden so gering wie möglich zu halten. Dies umfasst beispielsweise die Erstversorgung von Verletzten, das Einfangen des Tieres oder die Alarmierung von Rettungskräften. Vorrang hat dabei aber natürlich die Sicherheit aller Beteiligten, das bedeutet die Schadenminderungspflicht gilt unter der Bedingung, dass Sie sich selbst dabei nicht in Gefahr bringen.

Worüber Sie Ihren Versicherer in Kenntnis setzen sollten

Wie bei jeder anderen Versicherung auch, sollten Sie Ihren Versicherer unverzüglich in Kenntnis setzen, wenn sich Veränderungen ergeben. Dies kann eine Änderung Ihrer Postanschrift oder Ihrer Bankverbindung betreffen, aber auch eine Änderung des versicherten Risikos.

Erweiterung des Personenkreises

Ändert oder erweitert sich die Kreis der Personen, die Ihr Pferd führen, reiten oder pflegen, kann dies eine Erhöhung des Versicherungsrisikos bedeuten. Damit Sie auch weiterhin vollen Versicherungsschutz genießen, müssen Sie Ihren Versicherer in Kenntnis setzen und gegebenenfalls Ihren Vertrag anpassen.

Tod oder Verkauf Ihres Tieres

Da mit dem Tod oder dem Verkauf Ihres Tieres das Versicherungsrisiko nicht mehr gegeben ist, können Sie den Versicherungsvertrag aufheben lassen und sich zu viel bezahlte Beiträge erstatten lassen. Als Nachweis sollten Sie Ihrem Versicherer eine Bescheinigung eines Tierarztes oder eine Verkaufsurkunde vorlegen.

 

Weitere Pferde

Für jedes Pferd muss eine eigene Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Lediglich Fohlen sind bei ihrer Mutter in der Regel zunächst mitversichert. Dennoch sollten Sie Ihren Versicherer in jedem Fall über den Nachwuchs Ihres Pferdes informieren. Entsprechend sollten Sie Ihren Versicherer auch über den Kauf weiterer Tiere informieren.

Natürlich ist diese Aufzählung nicht abschließend und es gibt noch weitere Änderungen, über die Sie Ihren Versicherer in Kenntnis setzen müssen. Im Grund ist es immer der Fall, wenn sich das versicherte Risiko, wie es bei einer gewerblichen Nutzung oder der Teilnahme an Wettkämpfen geschieht, erhöht.

Was bei der Kündigung sowie beim Wechsel der Pferdehaftpflichtversicherung zu beachten ist

Es gibt mehrere Anlässe zu denen Sie Ihren Versicherungsvertrag schriftlich beenden können. Dabei ist grundsätzlich zwischen der ordentlichen und der außerordentlichen Kündigung zu unterscheiden.

Die ordentliche Kündigung

In der Regel haben Sie eine Kündigungsfrist von drei Monaten zur Hauptfälligkeit. Diesen Termin können Sie Ihrem Versicherungsschein entnehmen. Haben Sie ursprünglich einen mehrjährigen Vertrag geschlossen, können Sie gemäß Versicherungsvertragsgesetz (VVG) nach spätestens drei Jahren kündigen, auch wenn Ihr Vertrag eigentlich noch länger laufen würde.

Die außerordentliche Kündigung

Zu bestimmten Anlässen können Sie Ihren Versicherungsvertrag außerordentlich kündigen.
Ein Sonderkündigungsrecht besteht bei Beitragserhöhungen ohne dass der Versicherungsschutz erweitert wird. Innerhalb eines Monats nach Zugang der Ankündigung können Sie Ihren Vertrag beenden.

Ebenfalls einen Monat beträgt die Kündigungsfrist nach der Bearbeitung eines Schadensfalls durch den Versicherer. Dabei ist es unerheblich, ob die Versicherung den Schaden reguliert oder ablehnt. Allerdings haben nicht nur Sie dann ein Kündigungsrecht, sondern auch Ihr Versicherer. Insbesondere wenn Sie viele Schadensfälle in kurzen Zeitabständen melden, müssen Sie damit rechnen, dass Ihr Versicherer von diesem Recht Gebrauch macht.

Bei Tod oder Verkauf des Pferdes erlischt Ihr Versicherungsvertrag automatisch. Sie müssen aber Ihrem Versicherer einen Nachweis darüber zukommen lassen.

Bei einem Wechsel des Versicherungsanbieters sollten Sie darauf achten, dass keine zeitliche Lücke zwischen Alt- und Neuvertrag entsteht, um durchgehen Versicherungsschutz zu haben und eine Doppelversicherung zu vermeiden.

Wichtig:

Es zählt bei jeder Kündigung das Eingangsdatum bei Ihrem Versicher, nicht das Absendedatum.

Ebenfalls wichtig:

Kündigen Sie am besten immer per Einschreiben mit Rückschein oder zumindest per Fax. Nur so haben Sie im Zweifelsfall eine Bestätigung für Ihre Kündigung in der Hand.

Fällt der Kündigungstermin auf ein Wochenende oder einen Feiertag, ist die Kündigungsfrist gewahrt, wenn die Kündigung Ihrem Versicherer am darauf folgenden Werktag zugeht. Verpassen Sie es, form- und fristgerecht zu kündigen, verlängert sich Ihr Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr.

Hier gelangen Sie zum Schaden-Service Ihres Versicherers

Nachfolgend finden Sie Links zu den Vertrags-Service-Seiten diverser Versicherer. Dort können Sie Ihre Anschrift ändern, eine neue Bankverbindung hinterlegen oder einen Schaden melden. Ändert sich infolge einer Heirat Ihr Name haben Sie auf jenen Seiten die Möglichkeit, Ihren Versicherer darüber in Kenntnis zu setzen. Je nach Versicherer stehen Ihnen weitere Service-Angebote zur Verfügung.

 

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