Klinikstart

Zu Ihrem bevorstehenden Klinikstart möchte ich Ihnen herzlich gratulieren.

Der Lohn für gute fünf Jahre Studium sowie drei Tertiale im Praktischen Jahr sind ein sicherer Arbeitsplatz, ein vergleichsweise gutes Einkommen und natürlich auch viel Verantwortung.

Unsere Zusammenarbeit

Es wird Sie sicherlich nicht überraschen, dass ich gern mit Ihnen zusammenarbeiten möchte. 

Weshalb sollten auch Sie das in Erwägung ziehen?

1) Wenn ich krank bin, möchte ich einen Behandler, der dafür Experte ist. Ich gehe davon aus, dass es Ihnen genauso geht, wenn es um Ihre finanzielle Zukunft geht. Als zertifizierter Fachberater Heilwesen (IHK) kenne ich mich nachweislich mit der Beratung Ihres Berufsstandes aus und betreue bereits seit einem Jahrzehnt Ärzte.

2) Wenn ich einkaufe, möchte ich die breite Auswahl und mich nicht auf eine Marke festlegen müssen. Deshalb agiere ich auch frei von Bank- und Versicherungskonzernen und kann für Sie alle Angebote nach Preis und Leistung vergleichen.

3) Ein Berater sollte meines Erachtens beraten und nicht nur im Interesse seines Arbeitgebers auf den schnellen Verkauf aus sein. Deshalb bin ich kein Versicherungsvertreter, sondern vertrete als unabhängiger Finanzmakler für Ärzte rechtlich Ihre Interessen wie ein Rechtsanwalt oder Steuerberater. Ich werde Ihnen nie Etwas aufdrängen oder versuchen Sie zu irgendetwas zu überreden.

4) Natürlich können Sie auch versuchen sich in Eigenregie nach dem Trial-and-Error-Prinzip um ihre Absicherung, Vermögensaufbau, Finanzierungen, etc. zu kümmern. Aber können und wollen Sie das? Wenn ich krank bin, behandle ich mich auch nicht selbst, sondern gehe zu einem Arzt, der sich auskennt. Die Konditionen für Sie sind inklusive meiner Unterstützung und Beratung genauso gut oder besser als wenn Sie selbst versuchen die gleiche Absicherung über das Internet (sofern das überhaupt geht) abzuschließen. Mit dem Unterschied, dass ich Ihnen Zeit und Nerven spare. Denn wer hilft Ihnen beispielsweise im Schadenfall?

5) Wie viele Ansprechpartner für Ihre Absicherungen, Kapitalanlagen und Finanzierungen möchten Sie in Ihrem Leben? Das Ideal wäre doch ein einziger Ansprechpartner für Alles und das dauerhaft. Deshalb ist bei mir Folgendes gewährleistet: 

  • Meine Mandanten können immer von mir betreut werden und gehören keinem Unternehmen. Wenn ich Morgen ein neues Büro eröffnen sollte, bleibe ich weiterhin Ihr Ansprechpartner für alle Ihre Verträge, egal bei welcher Bank oder welchem Versicherungskonzern. Sie müssen sich bei Fragen nicht von einem Mitarbeiter zum nächsten verbinden lassen. Bei einer Bank kriegen Sie ständig neue Ansprechpartner. Verlässt ein gebundener Mitarbeiter der Ärztefinanz oder von MLP das Unternehmen, darf dieser sie nicht mehr kontaktieren und sie erhalten wieder einen neuen Ansprechpartner. 
  • Wenn Sie eine Familie gründen, eine Immobilie erwerben oder sich niederlassen, werde ich auch dafür weiter Ihr Ansprechpartner bleiben. Mein Ruhestand ist wie bei Ihnen - trotz einem Jahrzehnt Erfahrung mit Ihrem Berufsstand - noch in weiter Ferne, weshalb Sie keine Angst haben müssen, sich in ein paar Jahren einen neuen Ansprechpartner suchen zu müssen. 
  • Sollten Sie sich langfristig niederlassen wollen, brauchen Sie auch dann keine neuen Ansprechpartner. Ich kümmere mich nicht nur um Ihre Praxisversicherung, sondern bin als Repräsentant des deutschlandweiten Expertennetzwerkes für Ärzte schlechthin auch Ihre Schnittstelle zu den führenden Dienstleistern für Mitglieder der Heilberufe wie Praxiseinrichtern, zertifizierten Handwerksbetrieben (die im Schadenfall Ihre Praxis sanieren) oder Sicherheitsdienstleistern. 

Ist eine Zusammenarbeit mit mir auch sinnvoll, wenn Sie die Ulmer Region verlassen?

Definitiv. Die meisten meiner Mandanten leben heute in Düsseldorf, Hamburg, Berlin oder Leipzig. Die moderne Technik macht es möglich, dass man für ein Gespräch nicht mehr vor Ort sein muss, sondern zum Beispiel über Web-Meetings Bildschirminhalte miteinander teilen kann. Somit sehen alle Teilnehmer immer exakt das Gleiche. Das hat zudem den Vorteil, dass man zeitlich flexibler ist, keinerlei Anreise mehr hat und auch vom Wetter unabhängig ist. 

Und keine Frage, zu größeren Themen wie beispielsweise einer Niederlassung komme ich auch zu Ihnen und kümmere mich um Finanzierung und Versicherung Ihrer Praxis. 

Sehr wahrscheinlich werden Sie in Ihrem Leben ohnehin noch einmal umziehen.

Wollen Sie sich dann auch wieder einen neuen Ansprechpartner vor Ort für Ihre Finanzangelegenheiten suchen und Ihre Situation, Ihre Wünsche und Pläne von Neuem schildern?  

Ich lege immer Wert darauf, dass ich die Zusammenarbeit mit Menschen, die mir persönlich sympathisch sind und die sich als kompetent und zuverlässig erwiesen haben, dauerhaft beibehalte. Das gilt für einen Steuerberater oder einen Anwalt genauso wie für einen Handwerker oder Mechaniker.

Wie wollen Sie es mit Ihrem Ansprechpartner für (Praxis-)Versicherung, Finanzierung und Kapitalanlagen halten?


Entgelt

Bevor Sie sich mit Vermögensaufbau und Absicherungsthemen befassen, sollten Sie einschätzen können, mit welchen Einnahmen Sie kalkulieren können. Deshalb habe ich für Sie zusammengefasst, welches Entgelt Sie an Universitätskliniken und kommunalen Krankenhäusern zum Klinikstart erhalten.


Finanzplanung

Der Eintritt ins Berufsleben stellt einen markanten Lebensabschnitt dar. Konnte man das Studium noch als Anhängsel der Schulzeit sehen, steht man nun endgültig auf eigenen Beinen. Man muss nun Verantwortung für sich selbst übernehmen – und natürlich auch eine Menge Punkte bedenken. Mit dem Ende Ihres Studiums fallen Sie oft automatisch aus fast allen Verträgen heraus, in denen Sie über Ihre Eltern noch mitversichert waren. Hier müssen Sie nun für eigenen Versicherungsschutz sorgen. Selbstverständlich ist in Ihrer Situation nicht jede Versicherung wirklich notwendig oder sinnvoll. Ich möchte daher die wichtigsten kurz ansprechen.

Und um eine Sache noch vorweg zu erwähnen:

Anders als bei einem Versicherungsvertreter bilden für mich nicht Versicherungen den Mittelpunkt unserer Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt stehen Sie und das Erreichen Ihrer Ziele, unter anderem durch einen flexiblen Vermögensaufbau und überdurchschnittlich rentable Kapitalanlagen. Versicherungen sind mitunter ein notwendiges Mittel, um das Erreichen Ihrer Ziele zu gewährleisten, unabhängig davon, ob Schicksalsschläge oder Schadensfälle eintreten.  


Was brauchen Sie unbedingt zum Klinikstart? 


1. Berufs- und Privathaftpflichtversicherung

Wer einem anderen gegen dessen Willen einen Schaden zufügt, muss dem Geschädigten entsprechenden Schadenersatz leisten. Es gibt keine pauschale Begrenzung der Höhe eines Schadenersatzanspruchs. Eine Privathaftpflichtversicherung kommt für diese Kosten auf. Sie übernimmt aber auch die Rolle einer „passiven Rechtsschutzversicherung“ und prüft Schadenersatzansprüche, die an Sie gestellt werden darauf, ob sie gerechtfertigt sind.

Immer häufiger werden Ärzte von Patienten mit dem Vorwurf eines Behandlungsfehlers konfrontiert. Seit dem Inkrafttreten des Patientenrechtegesetzes 2013 gibt es hier einen anhaltenden Aufwärtstrend. In jedem vierten Fall ist der Vorwurf berechtigt und kann Schadenersatzforderungen nach sich ziehen. Als Arzt haften Sie im Schadenfall unbegrenzt mit Ihrem Privatvermögen. Eine Berufshaftpflichtversicherung gehört deshalb zu den existenziellen Versicherungen. Zudem sind Sie als Arzt nach Paragraph 21 der Musterberufsordnung dazu verpflichtet sich hinreichend gegen Haftpflichtansprüche zu versichern.

Ein falsch verschriebenes Medikament kann schnell Kosten für Heilbehandlungen, Verdienstausfall und Schmerzensgeld verursachen. Der verlorene Schlüssel für die Praxis oder das Krankenhaus führt zum kostspieligen Austausch einer kompletten Schließanlage auf eigene Rechnung! Die Berufshaftpflicht kommt für die entstandenen Kosten auf und wehrt nicht gerechtfertigte Ansprüche ab. Zusätzlich ist die private Haftung beitragsfrei mitversichert.

Die gute Nachricht:

Assistenzärzte in Weiterbildung zahlen für ihre Berufshaftpflichtversicherung in der Regel nur zwischen 55 und 115 Euro/Jahr und eine Privathaftpflichtversicherung in der Familien-Variante ist in der Regel auch enthalten. 


2. Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt die entstehenden Kosten eines Rechtsstreits, in dem Sie eigene Ansprüche durchsetzen möchten. Je nach gewähltem Umfang deckt ein solcher Vertrag verschiedene Rechtsbereiche ab. Deckung für Mietrecht, alles rund ums Fahrzeug oder auch für Arbeitsrecht stellen eigene Bausteine dar. Auch für strafrechtliche Probleme tritt eine Rechtsschutzversicherung ein. Viele Anbieter haben auch eine Beratungshotline für Ihre Kunden, über die man eine erste rechtliche Orientierung erhalten kann. Jeder Rechtsstreit ist mit einem hohen finanziellen Risiko verbunden. Der „Verlierer“ zahlt sämtliche Gerichts- und Anwaltskosten beider Parteien. Daher ergibt der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung Sinn. Sie möchten doch nicht auf Ihr gutes Recht verzichten müssen, nur weil Sie das finanzielle Risiko nicht tragen können, oder?

Auch als angestellter Arzt ist eine Rechtsschutzversicherung ein Must-Have. Belangt ein Patient Sie direkt strafrechtlich, indem er Ihnen eine fahrlässige oder vorsätzliche Körperverletzung, einen Behandlungsfehler, unsittliche Näherung oder einen Diebstahl vorwirft, bietet Ihnen eine Berufshaftpflichtversicherung keinerlei Schutz! Es genügt, dass der Patient Anzeige erstattet und die Staatsanwaltschaft ermittelt. Mit einer erweiterten Straf-Rechtsschutz-Deckung können Sie sich bestmöglich verteidigen.


3. Berufsunfähigkeitsversicherung

Ihre Arbeitskraft ist die Basis für Ihren Lebensstandard. Können Sie aufgrund gesundheitlicher Probleme Ihren Beruf nicht mehr ausüben, geht dies oft mit einem sozialen Abstieg einher. Je nach Art der Erkrankung und der Befähigung eines Menschen ist eine Umschulung oder der Wechsel in einen anderen - meist schlechter bezahlten - Beruf nicht möglich. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung stellt die ideale Lösung dar, um im Fall der Fälle eine Lohnersatzleistung zu erhalten.

Haben Sie oder Ihre Eltern bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, sollte der Vertrag in jedem Fall hinsichtlich der Versicherungsbedingungen und der Höhe der Berufsunfähigkeitsrente überprüft werden. Letztere sollte ausreichend hoch gewählt sein, damit Sie Ihren finanziellen Alltag damit auch bestreiten können. Die Laufzeit eines solchen Vertrags sollte möglichst auf das reguläre Rentenalter abgestimmt sein.

Wussten Sie, dass einige Versicherer Ihnen zum Beispiel beliebige Maßnahmen, Therapien und Behandlungen im Falle einer Berufsunfähigkeit vorschreiben dürfen? Zu den Versicherern, bei denen sich unter anderem diese rechtliche Problematik auftut, zählt auch die Deutsche Ärzteversicherung, die oftmals allein aufgrund ihrer Firmenbezeichnung (fälschlicherweise) als besonders geeignet für Ärzte erachtet wird. Ich achte darauf, dass die von Ihnen benötigte Leistung nicht durch Auslegungsspielräume gefährdet wird.

Studieren Sie über die Bundeswehr? Womöglich gehören Sie dann auch zu denjenigen, die den Rahmenvertrag Bundeswehr abgeschlossen haben. Das wäre dann leider eine schlechte Wahl gewesen. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass der Vertrag nur bis zum Ende Ihres 55ten Lebensjahres läuft. Als Zeitsoldat können Sie durchaus auch Versicherungsschutz zumindest bis zum Ende Ihres 65ten Lebensjahres erhalten. Zudem ist der Rahmenvertrag für Mediziner sehr teuer. Eine entsprechende Absicherung mit besseren Versicherungsbedingungen können Sie in der Regel bereits für knapp die Hälfte der Kosten erhalten.

Bietet die Deutsche Ärzteversicherung eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung?

Als Mediziner kennt man vor allem einen Anbieter für Berufsunfähigkeitsversicherung, die Deutsche Ärzteversicherung. Der eigene Berufsstand steckt ja bereits im Namen. Aber ist sie wirklich so gut wie die Versicherungsvertreter (wie die Bezeichnung vermutet lässt, vertreten sie nicht Ihre Interessen, sondern die der Versicherung) der Deutschen Ärzte Finanz behaupten oder ist sie womöglich im Vergleich eher leistungsschwach und teuer?


4. Optionstarif

Mit einem Optionstarif sichern Sie sich die Aufnahme in der privaten Krankenversicherung (PKV) zu einem späteren Zeitpunkt. Eine erneute Gesundheitsprüfung müssen Sie dann nicht durchführen und somit riskieren Sie keine teuren Risikozuschläge. Der Abschluss eines Optionstarifs bietet sich an, wenn Sie aktuell noch nicht in die PKV wechseln können und dennoch schon heute eine bessere medizinische Versorgung in der Zukunft gewährleistet wissen wollen.

Beispiel:

Erhalten Sie die Diagnose Diabetes Typ 1, wird Sie kein privater Krankenversicherer mehr versichern. Die Diagnose Hypertonie kann Beitragszuschläge in Höhe von 40 Prozent beziehungsweise einen monatlichen Mehrbeitrag von etwa 100 Euro (Arbeitnehmeranteil) bedeuten. Ein rechtzeitig abgeschlossener Optionstarif erspart Ihnen Zuschläge und Ablehnungen.

Ein Optionstarif stellt zwar lediglich, wie der Name schon sagt, eine Option und keine Verpflichtung auf einen späteren Wechsel in die PKV dar. Dennoch kommt oftmals bereits hier die Frage auf, wie sich denn die PKV im Vergleich zur GKV, vor allem bezogen auf den Beitrag, darstellt.

Beispiel:

Nachfolgend stellen wir die Beiträge des aktuell leistungsstärksten Arzt-Tarif und der GKV gegenüber (Alter 28 Jahre, Bruttoeinkommen 60.000 Euro/Jahr).

GKV

PKV

Beitrag KV (durchschnittl. Beitragssatz GKV im Jahr 2019 15,5%)

703,32 €

457,58 €

Gesetzlicher Zuschlag

45,76 €

Pflegepflicht, Satz 2,55% (bei kinderlosen 2,8%)

138,39 €

30,44 €

Krankentagegeld ab 43. Tag, 130 Euro Tagessatz

39,00 €

Gesamtbeitrag

841,71 €

572,78 €

Arbeitgeber-Anteil

351,66 € + 69,20 € = 420,86 €

286,39 €

Arbeitnehmer-Anteil

351,66 € + 69,20 € = 420,86 €

286,39 e

(ggf. abzüglich Beitrags-Rückerstattung)

Zusatzversicherung Krankenhaus

42,86 €

Zusatzversicherung Zahnarzt

28,35 €

Zusatzversicherung Ambulant

23,48 €

(je nach Leistung bis zu ca. 110 €)

Arbeitnehmeranteil inkl. Zusatzversicherungen

515,55 €

286,39 €


Die dargestellten Zahlen bedeuten natürlich nur eine Momentaufnahme. Insofern ist die Frage berechtigt, wie sich die Beiträge bis ins Alter entwickeln werden. Für viele ist überraschend, dass sich eben nicht die Beiträge der privaten Krankenversicherung stärker entwickelt haben und es vermutlich auch in der Zukunft nicht tun werden. Mehr dazu hier:

Aus der Erfahrung weiß ich, dass sich mancher Jungmediziner aus sozialen oder solidarischen Gründen eher in der gesetzlichen Krankenversicherung sieht. Aber auch hierzu gibt es Argumente für die private Krankenversicherung. Mehr dazu hier:

Natürlich gibt es auch Argumente für die gesetzliche Krankenversicherung, beispielsweise der Wunsch nach einer großen Familie. Je nach Anbieter beziehungsweise Tarif wandert der Beitragsvorteil oftmals ab dem dritten Kind von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Entscheidung pro private oder gesetzliche Krankenversicherung müssen Sie aber in der Regel ohnehin nicht heute oder zum Berufsstart treffen. Sie sollten sich jedoch alle Möglichkeiten über einen Optionstarif offen halten.


Insbesondere wenn Sie sich für den Verbleib in der GKV entscheiden sollten, sind Zusatzversicherungen (auch als Arzt/Ärztin !) sehr empfehlenswert, um die dort abgedeckten Leistungen zu ergänzen.


Was ist noch sinnvoll (auch im zweiten / dritten Schritt)?

Altersvorsorge

Auch wenn Sie erst ganz am Anfang Ihres Berufslebens stehen, sollten Sie sich überlegen, wie Ihre finanzielle Situation im Ruhestand aussehen soll. Als angestellter Arzt werden Sie mit erstmaliger Aufnahme Ihrer beruflichen Tätigkeit Pflichtmitglied im zuständigen ärztlichen Versorgungswerk. Dieses stellt die Grundabsicherung für Ihre Altersvorsorge dar. Daneben besteht auch Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Wer jedoch wie Sie sowohl in der Berufskammer als auch im Versorgungswerk Pflichtmitglied ist, kann sich von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreien lassen.

Ausreichende Leistungen bieten jedoch auch die Versorgungswerke nicht. Durch die immer höher werdende Lebenserwartung, aber auch durch das immer aktiver werdende Rentnerleben, steigt der Kapitalbedarf im Alter zunehmend an. Zudem leiden die Versorgungswerke unter der anhaltenden Niedrigzinsphase. Sie können nicht mehr die Renditen der Vergangenheit bieten, legen ihren Rentenprognosen aber dennoch nach wie vor Kalkulationszinsen von bis zu 4 Prozent pro Jahr zugrunde. Eine Korrektur des Kalkulationszinses um einen Prozentpunkt kann eine um etwa 20 Prozent verminderte Rente bedeuten.

Eines ist klar: Sie müssen fürs Alter sparen, wenn Sie es genießen wollen. Je früher Sie damit anfangen, desto besser. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine solide Altersvorsorge aufzubauen. Welche die für Sie passende Lösung ist, können wir nur im gemeinsamen Gespräch herausfinden. Sie dürfen vor diesem großen Problem keinesfalls die Augen verschließen.

Je früher Sie anfangen eine Altersversorgung aufzubauen, desto weniger müssen Sie sparen. Der Zinses-Zins-Effekt belohnt jeden, der sich früh um seine unvermeidbare Altersversorgung kümmert.

Hierzu eine kurze Beispielrechnung:

Max Mustermann ist 26 Jahre alt. Er überlegt ab jetzt 300 Euro/Monat zu sparen oder erst in zwei Jahren damit zu beginnen. Über eine günstige Rentenversicherung mit guten Kapitalanlagen kann er langfristig nach allen Kosten mit etwa 7 Prozent Rendite pro Jahr erzielen.

Kapitalwerte

Kapital bei sofortigem Beginn

848.086,19 €

Kapital bei Beginn in zwei Jahren

730.890,14 €

Differenz

117.196,05 €

Ein früherer Sparbeginn rechnet sich also überdurchschnittlich!

Dass private Altersvorsorge nötig ist, ist unumstritten. Doch wie groß ist die sogenannte Versorgungslücke und in welchem Umfang werden Sie vorsorgen müssen?

Beispiel:

Max Mustermann ist 26 Jahre alt. Er erzielt nach dem Klinikstart ein Bruttoeinkommen von 52.461 Euro/Jahr zuzüglich Dienste.

Rentenbeginn mit … Jahren

67

Unterstellte Lebenserwartung

90

Mtl. Netto-Rentenbedarf/-wunsch vor Inflation

2.000,00 €

Unterstellte Inflation p.a.

2%

Mtl. Netto-Rentenbedarf/-wunsch nach Inflation

4.504,40 €

Unterstellter Anspruch Versorgungswerk brutto

3.000,00 €

Unterstellter Anspruch Zusatzversorgungskasse (bei mittelfristiger Niederlassung) brutto

500,00 €

Gesamter mtl. Brutto-Anspruch

3.500,00 €

Hochgerechneter Netto-Anspruch aus gesetzlicher Rentenversicherung mit 67 Jahren

2.541,22 €

Versorgungslücke mit 67 Jahren

1.963,18 €

( = 4.504,40 € - 2.541,22 € )

Nötiger Kapitalbedarf zum Rentenbeginn

721.578,25 €

Nötige mtl. Sparrate bei 5,5% Rendite p.a. nach Kapitalanlagekosten

474,04 €

Prognostizierter steuerlicher Grundfreibetrag im Rentenalter 19.865 Euro/Jahr (bei Erhöhung bis Rentenbeginn um jährliche Inflation)

Versorgungslücke und nötige monatliche Sparraten sollten immer individuell berechnet werden, zumal die Werte von Prognosen für Lebenserwartung, Rentenbedarf, Inflation und Rentensteigerung abhängen. Zudem ist eine regelmäßige Aktualisierung Ihrer Vorsorgeplanung anzuraten.


Solide Gesundheitsversorgung

Einer der wichtigsten Bereiche der persönlichen Vorsorge ist die Gesundheitsversorgung. Sie ist maßgeblich für eine hohe Lebenserwartung und Lebensqualität. Die Gesetzlichen Krankenkassen kommen bei weitem nicht für alles auf, was die moderne Medizin möglich machen könnte. Vor allem das Konsultieren von Spezialisten wird meist nur anteilig übernommen – wenn überhaupt. Zahnersatz wird nur in einfacher Ausführung gezahlt, Implantate nur zu einem Bruchteil bezuschusst. Auch eine Vielzahl von unterschiedlichen Zuzahlungen belasten das Kassenmitglied noch zusätzlich. Zumindest in den wichtigsten Bereichen sollte die Versorgungssituation über eine Krankenzusatzversicherung abgerundet werden:

Auslandskrankenversicherung

Krankenhauszusatzversicherung

Krankentagegeldversicherung

Zahnzusatzversicherung

Ambulante Zusatzversicherung

Pflegeergänzung



Vermögensplanung, denn Sie haben ja Ziele

Wenn die finanziell existenziellen Absicherungen getroffen sind, sollten Sie sich im nächsten Schritt dem Vermögensaufbau und der Strukturierung Ihres bestehenden Vermögens zuwenden. Hierzu zählen unter anderem die vermögenswirksamen Leistungen.

Vermögenswirksame Leistungen (Ihr Geldgeschenk vom Arbeitgeber)

Die Anlage der Vermögenswirksamen Leistungen ist ein erster guter Schritt, ein gewisses Vermögen aufzubauen. Im öffentlich Dienst erhalten Sie monatlich 6,65 Euro bei einer vollen Stelle. Zählt Ihre Klinik zu einem privaten Klinikverbund erhalten Sie womöglich einen anderen Betrag. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Anlage. Je nach Höhe Ihres Einkommens und der Art des gewählten Anlageprodukts kommen Sie gegebenenfalls in den Genuss der Arbeitnehmersparzulage oder der Wohnungsbauprämie. Der Fiskus fördert Ihr Sparbestreben so mit bis zu 20 % im Jahr.

Strukturierung des Vermögensaufbaus

Für eine sinnvolle Strukturierung Ihrer Vermögensanlagen sollten Sie sich zunächst Gedanken über größere Anschaffungen und Investitionen machen. Dazu zählen beispielsweise die Rückzahlung eines Darlehens, der Kauf eines Kraftfahrzeuges oder der Erwerb einer Immobilie. Wenn Sie die dazugehörigen Anlagehorizonte definiert haben, können wir die angemessenen Sparprozesse bestimmen.

Wichtig ist dabei auf Flexibilität zu achten, denn Ihre Lebensumstände und Pläne können sich ändern. Am besten lässt sich Ihr Vermögensaufbau über Investmentfonds gestalten. Denn hier lassen sich die drei grundlegenden Charakteristika einer Kapitalanlage Rentabilität, Sicherheit und Liquidität am besten vereinen. 

Portfolio aus aktiv gemanagten Fonds

Die nachfolgende Grafik zeigt eines meiner Muster-Portfolios für einen langfristigen Anlagezeitraum von über fünf Jahren. Aus 100.000 Euro Startkapital sind hierbei nach fünf Jahren etwa 252.000 Euro geworden. Bei einer Verzinsung von 0,5 Prozent pro Jahr, die in diesem Zeitraum bei einem überdurchschnittlich gut verzinsten Tagesgeldkonto hätten erzielt werden können, hätte sich das Kapital am Ende auf 102.525,13 Euro belaufen. Real hätten Sie damit an Kaufkraft verloren, da die Inflation über der Rendite des Tagesgeldkontos lag.

Anlagezeitraum 21.07.2013 - 20.07.2018, Wertentwicklung kumuliert 152,05 %, Wertentwicklung annualisiert 20,31 % p.a.

Welt-Portfolio aus passiven Fonds

Bei meinem Welt-Portfolio sind auf einen Schlag an etwa 11.000 Unternehmen beteiligt, sprich Sie profitieren von einer maximalen Risikostreuung über alle Regionen und Branchen. Das Portfolio setzt sich aus Index-Fonds zusammen, die speziell konzipierte Indizes nachbilden. Diese weisen eine Gewichtung der enthaltenen Wertpapiere basierend auf den jüngsten Erkenntnissen der Kapitalmarktforschung auf. 

Anlagezeitraum 21.07.2013 - 20.07.2018, Wertentwicklung kumuliert 65,13 %, Wertentwicklung annualisiert 10,55 % p.a. 

Portfolio aus aktiv gemanagten Fonds nach ethisch-ökologisch Kriterien

Wenn Sie mit Ihrer Kapitalanlage neben einer überdurchschnittlichen Rendite auch ethisch-ökologische Aspekte gewahrt wissen wollen, könnte dieses Portfolio für Sie die richtige Wahl sein. Die enthaltenen Investmentfonds investieren beispielsweise ausschließlich in Unternehmen der Bereiche regenerative Energien, umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, ökologische Nahrungsmittel, Umweltsanierung, regionale Wirtschaftskreisläufe und humane Arbeitsbedingungen oder unter Berücksichtigung ethischer Ausschlusskriterien wie Rüstung, Atomenergie, Grüne Gentechnik, Tierversuche, Tabak, Alkohol, Glücksspiel, Biozide, etc..

Anlagezeitraum 21.07.2013 - 20.07.2018, Wertentwicklung kumuliert 74,40 %, Wertentwicklung annualisiert 11,77 % p.a. 


Zinssicherung

Die größte Investition in Ihrem Leben wird vermutlich eine Immobilie sein. Aufgrund der andauernden Niedrigzinsphase ergeben sich historisch betrachtet einmalige Möglichkeiten. Für ein Hypothekendarlehen erhalten Sie derzeit sehr günstige Konditionen. Allerdings fehlen Ihnen als Berufsstarter vermutlich noch die finanziellen Möglichkeiten einerseits und die Planungssicherheit andererseits. Bis beide Punkte vorliegen, können sich die Finanzierungskonditionen deutlich verschlechtert haben. Wir haben jedoch die Möglichkeit, uns die aktuell günstigen Konditionen zu sichern und dafür auch die vermögenswirksamen Leistungen zu nutzen. 

Kaufpreis

600.000 €

Eigenkapital

100.000 €

Darlehensbetrag

500.000 €

Finanzierungszins

2% p.a.

Zinsfestschreibung

10 Jahre

Tilgungsrate

1.800 €

Restschuld nach 10 Jahren

371.306 €

Aufwand bei 5,00% Zins p.a.

838.749 €

Restlaufzeit (bei gleichbleibender Tilgungsrate)

38,8 Jahre

Aufwand bei 1,25% Zins p.a.

417.753 €

Restlaufzeit (bei gleichbleibender Tilgungsrate)

19,3 Jahre

Ersparnis durch Zinssicherung

420.996 €


Dass 5,00% Zins p.a. für ein 10-jähriges Hypothekendarlehen absolut realistisch ist, zeigt die historische Entwicklung des Zinssatzes:


Weitere Themen

Girokonto

Unfallversicherung

Hausratversicherung

Studienkosten absetzen und Steuerlast mindern


Beratung zum Klinikstart vereinbaren

Infolge Ihres Berufsstarts müssen Sie sich erstmals um einige Punkte selbst kümmern. Sie legen damit womöglich den Grundstein für Ihre gesamte Zukunft. Versuchen Sie das nicht in Eigenregie im Trial-and-Error-Verfahren oder mithilfe selbsternannter Seniorberater für Ärzte oder aufdringlicher Versicherungsvertreter, getarnt als Ärztefinanz. Dafür sind die Themen zu wichtig und zu komplex.

Gern stehe ich Ihnen dauerhaft und deutschlandweit als Ihr persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung.

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