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Wesentliches zur Motorradversicherung

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FAQ

Schaden-Service

 

Auf dem Markt gibt es unzählige Tarife für Motorradversicherungen. Sich von jedem einzelnen Versicherer Angebote für sein Motorrad einzuholen, kostet Zeit, Geduld und Energie. Die einzelnen Versicherungen mit ihren Konditionen und Preisen eigenständig miteinander zu vergleichen und das bestgeeignete Angebot herauszufinden führt zwangsläufig zu Verwirrung und Stress. Der Vergleichsrechner für Motorrad-Versicherungstarife schafft Abhilfe. Nach nur wenigen Eingaben übernimmt er für Sie in Sekundenschnelle den Vergleich der Top-Anbieter auf dem Markt. Dank des übersichtlichen Vergleichsergebnisses erkennen Sie auf einen Blick, welches Motorradversicherungsunternehmen das günstigste ist. Sie können sofort die von Ihnen gewünschte Versicherung für Ihr Motorrad abschließen.

 

Motorrad-Haftpflicht ist ein Muss

 

Für die Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr mit einem Motorrad ist eine entsprechende Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Grund: Verursacht der Motorradfahrer einen Schaden am Eigentum oder an der Gesundheit Dritter, ist er zum Ersatz des Schadens verpflichtet. Die Kfz-Haftpflichtversicherung garantiert, dass die Geschädigten Ersatz erlangen, selbst wenn der Unfallverursacher wirtschaftlich nicht in der Lage wäre, die Ersatzzahlungen zu leisten. Gerade wenn Personen durch das Verschulden des Motorradfahrers verletzt werden, könnten die Schadenersatzforderungen in die Millionen gehen und den finanziellen Ruin des Schädigers bedeuten.

Optional: Teilkasko- und Vollkaskoversicherung

 

Zusätzlich zur Haftpflichtversicherung kann der Versicherungsnehmer die sogenannte Fahrzeugteil- bzw. Fahrzeugvollversicherung abschließen. Die Wahl dieses Versicherungsschutzes ist freiwillig und deckt die Schäden am eigenen Motorrad ab.

Die Teilkaskoversicherung ersetzt Schäden, die bspw. durch unwetterbedingte Einflüsse wie Hagel oder Sturm entstehen können. Darüber hinaus versichert die Teilkasko Ihr Motorrad gegen die Risiken Feuer, Glasbruch, Diebstahl/Raub, Marderbiss und Zusammenstoß mit Haarwild.

Die Vollkasko schließt die Leistungen der Teilkasko ein und ersetzt darüber hinaus Schäden am eigenen Motorrad, die Sie selbst verschuldet haben. Sie leistet zudem bei Schäden aufgrund böswilliger Handlungen, Vandalismus oder Fahrerflucht Dritter.

 

Praktischer Zusatz auf Reisen

 

Beim Abschluss einer Motorrad-Haftpflichtversicherung ist oftmals die sogenannte Mallorcapolice mit inbegriffen. Diese ist besonders praktisch, wenn Sie im Urlaub ein Motorrad oder Moped anmieten. Grund: In vielen europäischen Urlaubsländern sind die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestdeckungssummen deutlich geringer als in Deutschland. Bei einem schweren Unfall/Schaden mit dem Mietfahrzeug kann es also dazu kommen, dass die Deckung nicht ausreicht und Sie den fehlenden Betrag aus eigener Tasche bezahlen müssen. Die Mallorcapolice erhöht die gesetzlichen Mindestdeckungssummen auf das in Deutschland übliche Niveau und bewahrt Sie auf Urlaubsfahrten vor einer bösen finanziellen Überraschung.

 

Wahl der Selbstbeteiligung

 

Für die Fahrzeugteil- und Fahrzeugvollversicherung kann der Versicherungsnehmer einen Selbstbehalt (zwischen 150 und 1.000 Euro) wählen. Dieser besagt, wie viel der Versicherte im Schadenfall aus eigener Tasche zu bezahlen bereit ist. Vorteil: Je höher der Selbstbehalt, desto niedriger ist der Versicherungsbeitrag.

 

Motorradfahren – Faszinierendes Hobby mit Risiko

 

Mobilität, Freiheit und Spaß sind nur ein paar Assoziationen, die Motorradfahrer mit ihrem Hobby verbinden. Dabei sollte man als begeisterter Biker nicht außer Acht lassen, dass das Fahren mit dem Motorrad sehr risikoreich sein kann. So kommt es auf zwei Rädern 7-mal häufiger zu einem Unfall als beim Autofahren. Ein solider Versicherungsschutz ist daher besonders wichtig.

Häufig gestellte Fragen

Was die Motorradhaftpflichtversicherung leistet

Die Motorrad-Haftpflichtversicherung ist Ihr Ansprechpartner, wenn Sie selbst einen Verkehrsunfall verursacht haben und dadurch andere Verkehrsteilnehmer zu Schaden gekommen sind. Sie prüft alle Schadenersatzforderungen, die im Zusammenhang mit dem Motorradunfall von Dritten gestellt werden – und akzeptiert diese entweder oder lehnt sie als unbegründet ab.

Der Gesetzgeber schreibt bestimmte Deckungssummen vor, die Ihre Motorrad-Haftpflichtversicherung – je nach Schwere des Schadens – im Schadensfall maximal an die Geschädigten zahlen muss. Personenschäden sind mit mindestens 7,5 Millionen Euro versichert. Sachschäden Dritter, beispielsweise an Fahrzeugen, sind auf jeden Fall bis zu 1,12 Millionen Euro abgedeckt. Macht der Unfallgegner darüber hinaus erfolgreich Vermögensschäden geltend, haftet Ihre Versicherung mit bis zu 50.000 Euro dafür.

In Deutschland gehen viele Versicherer über den gesetzlichen Rahmen hinaus und bieten den Kunden von vornherein höhere Pauschal-Deckungssummen an. Diese betragen bis zu 100 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Allerdings beschränken die meisten Versicherungsgesellschaften ihre Leistungshaftung bei Personenschäden auf 7,5 Millionen Euro je Unfallopfer.

Damit sind in aller Regel auch die Folgen schwerer Motorradunfälle finanziell ausreichend abgesichert. Der eigene Schaden wird jedoch nicht von der Motorrad-Haftpflichtversicherung übernommen. Diesen Schutz gewähren Ihnen die optional abschließbaren Teilkasko- und Vollkaskoversicherungen fürs Motorrad.

Was die Teilkaskoversicherung leistet

Die Teilkaskoversicherung deckt als optionale Zusatzversicherung zu Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung Schäden an Ihrem eigenen PKW ab.

Grundschutz

Sie bietet in der Basisvariante Versicherungsschutz bei Schäden, die verursacht werden durch

  • Elementarschäden (Hagel, Sturm, Blitzschlag, Überschwemmung),
  • Brandstiftung,
  • Kurzschluss,
  • Explosion,
  • Wildunfälle (Haarwild wie Wildschweine und Rehe) und
  • Diebstahl.

Diebstahl

Grundsätzlich ist über eine Motorrad-Teilkasko nur Motorradzubehör versichert, das fest am oder mit dem Motorrad verbunden ist.

Beispiele:

  • Gepäckkoffer oder Satteltaschen sowie Gegenstände, die darin eingeschlossen waren, sind versichert.
  • Lose am Motorrad befestigtes Zubehör wie beispielsweise ein über den Lenker gehängter Motorradhelm wird nicht ersetzt.

Für die Ermittlung der Schadenshöhe benötigt die Teilkaskoversicherung in der Regel entsprechende Belege.

Unwetterschäden

Bei Unwetterschäden muss das Wetteramt jedoch für die betroffene Region die Windstärke 8 ausgegeben haben. Eine entsprechende Bestätigung der Behörde reicht Ihrer Motorrad-Versicherung als Nachweis aus.

Erweiterter Schutz

Leistungsstärkere Tarifvarianten leisten mitunter auch bei Schäden durch

  • Marderbisse inkl. daraus resultierenden Folgeschäden,
  • Tierunfälle alle Art und
  • Lawinen, Erdrutsche, Erdbeben.

Zudem empfiehlt es sich darauf zu achten, dass auch Leistung bei grober Fahrlässigkeit eingeschlossen ist.

Reparaturkosten vs. Zeitwert

Nach einem größeren Schaden wird in der Regel von einem Gutachter beurteilt, ob sich eine Reparatur lohnt oder das Kraftrad ein Totalschaden ist. Bei einem Totalschaden leistet Ihre Versicherung den sogenannten Zeitwert, sprich den Wert, den ein vergleichbares Kraftrad auf dem Gebrauchtmarkt kosten würde. Davon würde der Restwert abgezogen.

Keine Schadenfreiheitsklassen in der Teilkaskoversicherung

Im Gegensatz zur Motorrad-Haftpflichtversicherung findet das System der Schadenfreiheitsklassen in der Teilkaskoversicherung keine Anwendung. Somit erfolgt auch keine Anpassung Ihres Versicherungsbeitrags nach einem Schadenfall.

Was die Vollkaskoversicherung leistet

Die optionale Vollkaskoversicherung bietet neben den Leistungen der Teilkaskoversicherung auch Versicherungsschutz bei

  • Vandalismusschäden
  • Schäden durch Fahrerflucht Unbekannter
  • Schäden an Ihrem Kraftrad durch selbst verschuldete Unfälle

Indirekte Elementarschäden

Im Unterschied zur Teilkaskoversicherung deckt die Vollkaskoversicherung nicht nur Schäden, die direkt durch Naturereignisse wie zum Beispiel Sturm oder Überschwemmung verursacht wurden. Sie leistet auch, wenn Ihr Fahrverhalten durch solche Ereignisse beeinträchtigt wird und dadurch ein Schaden entsteht.

Schadenfreiheitsklassen

Da bei der Vollkaskoversicherung wie auch bei der Kfz-Haftpflichtversicherung das Rabattsystem der Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen) greift, kann sich bei einer hohen Schadenfreiheitsklasse der Abschluss einer Vollkaskoversicherung finanziell mehr lohnen als ein reiner Kfz-Teilkaskoschutz.

Wann die Motorradversicherung nicht leistet

Bezüglich der Frage, wann Ihr Versicherer nicht leistet, ist zunächst zwischen der Haftpflicht- und der Kaskoversicherung zu unterscheiden.

Motorrad-Haftpflicht

Um Dritte zu schützen, leistet die Motorrad-Haftpflichtversicherung nahezu immer. Denn ihre Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass das Unfallopfer auf jeden Fall entschädigt wird. Das geschieht unabhängig davon, ob Sie als Verursacher des Unfalls fahrlässig oder gar grob fahrlässig gehandelt haben.

In einigen Fällen können Sie allerdings an dem Schaden beteiligt werden, denn Ihr Versicherer hat die Möglichkeit Sie in Regress zu nehmen, wenn Sie Obliegenheiten verletzt oder grob fahrlässig gehandelt haben. Die Regressansprüche seitens Ihres Versicherers sind jedoch gesetzlich auf maximal 5.000 Euro begrenzt.

Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Kommen weitere schwere Vergehen, wie beispielsweise Unfallflucht oder unterlassene Hilfeleistung (Obliegenheitsverletzungen nach Eintritt des Versicherungsfalls) hinzu, kann der Versicherer sogar entsprechende Regressforderungen über die Höchstgrenze von 5000 Euro stellen.

Auch bei erheblichen Sicherheitsmängeln wie abgefahrenen Reifen oder defekten Bremsen muss Ihr Versicherer zwar den Schaden zunächst in vollem Umfang ersetzen, kann Sie aber nach § 23 VVG finanziell beteiligen, da hier in der Regel eine sogenannte Gefahrerhöhung vorliegt.

Bei Vorsatz erhalten Sie ebenso wie bei einem nachgewiesen Versicherungsbetrug hingegen gar kein Geld von Ihrem Versicherer. In letzterem Fall müssen Sie zudem mit einer Anzeige rechnen.

Kaskoversicherung

Anders sieht es bei der Kaskoversicherung aus, denn diese leistet nicht an einen geschädigten Dritten, sondern direkt an Sie als Versicherungsnehmer.

Tritt ein Versicherungsfall ein, weil Sie beim Motorradfahren grob fahrlässig gehandelt haben, kommt es auf Ihren Versicherungsvertrag an. Ist die grobe Fahrlässigkeit nicht versichert, muss Ihr Versicherer nur eine quotale Entschädigung entsprechend Ihrem Verschulden leisten. Aus diesem Grund sollten Sie immer darauf achten, dass in Ihrem Tarif der Versicherer auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit verzichtet.

Der Vorwurf, ein Unfall sei durch grobe Fahrlässigkeit verursacht worden, führt häufig zu Auseinandersetzungen zwischen Autofahrern und deren Versicherern. Mit dem Verweis auf grobe Fahrlässigkeit lehnen die Gesellschaften in bestimmten Fällen eine Zahlung ab beziehungsweise übernehmen nur einen Teil der Kosten.

Grobe Fahrlässigkeit

Grobe Fahrlässigkeit ist nicht eindeutig definiert und muss im Zweifelsfall von einem Gericht festgestellt werden. Klassische Beispiele sind etwa

  • gefährliche Wendemanöver
  • Einschlafen während der Fahrt, wenn mit Übermüdung zu rechnen war
  • Rotlichtverstoß
  • Verkehrswidrige Überholmanöver
  • Überholen in einer Kurve
  • erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitung
  • hohe Geschwindigkeit bei Nebel
  • zu dichtes Auffahren
  • Missachtung eines Stoppschildes

Fahren unter Alkoholeinfluss kann ebenfalls als grob fahrlässig gewertet werden. In Abhängigkeit zu Ihrem Promillewert und der Frage, kann die Leistung gekürzt oder gänzlich verweigert werden.

Für typische Schadensfälle in der Motorrad-Versicherung hat der Deutsche Verkehrsgerichtstag Empfehlungen erarbeitet. In der Kaskoversicherung sind für Fahrten unter Alkoholeinfluss folgende Leistungskürzungen vorgesehen:

  • zwischen 0,3 und 0,5 Promille: keine Empfehlungen vorliegend, d.h. die Leistungskürzung kann individuell durch den Versicherer bestimmt werden
  • über 0,5 Promille bis zu 1,1 Promille: der Versicherer kann 50 Prozent der Leistung kürzen
  • über 1,1 Promille: der Versicherer ist vollständig leistungsfrei
Welche Tarifmerkmale Sie auf jeden Fall beachten sollten

Lassen Sie im Straßenverkehr die erforderliche Sorgfalt in einem besonderen Maße außer Acht, handeln Sie laut Gesetz grob fahrlässig. Konkrete Beispiele: Sie fahren über eine rote Ampel, benutzen Ihr Handy ohne Freisprecheinrichtung oder steigen alkoholisiert auf Ihr Motorrad und verursachen deshalb einen Schaden. Normalerweise riskieren Sie mit diesen Verkehrsdelikten Ihren Kfz-Versicherungsschutz. Inzwischen werden aber immer mehr Tarife angeboten, in denen die Versicherer auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichten. Ausnahme: Schäden, die unter Einfluss von Alkohol oder Drogen verursacht werden. Versicherungsnehmer, die aufgrund von grob fahrlässigem Verhalten einen Diebstahl des Motorrads ermöglicht haben, können ebenfalls nicht auf den Verzicht des Einwands der groben Fahrlässigkeit seitens ihres Versicherers zählen.

Was ist die sogenannte Mallorca-Police?
Die sogenannte Mallorca-Police wird nicht nur für Autoversicherungenangeboten, sondern kann auch bei einer Motorradversicherung optional zugebucht werden.
Der Abschluss einer Mallorca-Police bietet zusätzlichen Versicherungsschutz für Fahrten mit gemieteten Motorrädern im Ausland. Da die Motorradhaftpflicht in anderen Ländern häufig niedrigere Deckungssummen umfasst als in Deutschland, kann es vorkommen, dass der Geschädigte nicht alle anfallenden Kosten von der ausländischen Versicherung erstattet bekommt und die Differenz aus eigener Tasche zahlen muss.
Mit der Mallorca-Police kann diese Komplikation von vornherein ausgeschlossen werden, da damit alle Kosten abgedeckt werden, die die Assekuranz der Gegenseite nicht bezahlt. Manche Motorradversicherungen beinhalten bereits von vornherein diese Zusatzklausel.
Bevor man sich jedoch für eine kostenpflichtige Mallorca-Police entscheidet, sollte abgeklärt werden, ob man nicht bereits auf anderem Wege über diesen zusätzlichen Haftpflichtschutz verfügt, beispielsweise durch einen Schutzbrief oder über bestimmte Kreditkarten.

Was es mit den Schadenfreiheitsklassen auf sich hat

In der Motorradhaftpflichtversicherung wirkt sich zudem Ihre individuelle Schadenfreiheitsklasse auf die Beitragssumme aus. Biker, die über Jahre hinweg unfallfrei fahren, profitieren durch steigende Schadenfreiheitsrabatte.
Bei einem Versicherungswechsel zählt die tatsächliche Schadenfreiheitsklasse
Bei einem Wechsel der Motorradversicherung übernimmt der neue Anbieter die tatsächlich erreichte Schadenfreiheitsklasse, jedoch nicht unbedingt den bisherigen Schadenfreiheitsrabatt. Auch eine Besserstellung aufgrund einer Sondereinstufung durch den bisherigen Motorradversicherer oder infolge eines vereinbarten Rabattschutzes beziehungsweise Rabattretters ist hinfällig.
Fahranfänger beginnen in der Regel in der Schadenfreiheitsklasse 0 (steht für 0 erreichte schadenfreie Versicherungsjahre). Mit jedem unfallfreien Versicherungsjahr (es muss ein zusammenhängender Versicherungszeitraum von mindestens sechs Monaten bestanden haben) geht es eine Schadenfreiheitsklasse nach oben, bis die Obergrenze der jeweiligen Versicherungsgesellschaft erreicht ist.

Schadenfreiheitsklassen in der Motorradversicherung
Eine Möglichkeit, Ihren Versicherungsbeitrag in der Motorradversicherung niedrig zu halten, bietet das System der Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen).
Erfahren Sie hier mehr zu:
• den Anwendungsbereichen und Voraussetzungen
• den SF-Klassentabellen
• der Rückstufung im Schadensfall
• dem Rückkauf eines Schadens
• der Übertragung von Schadenfreiheitsklassen
• der Einstufung nach einer Versicherungsunterbrechung
Anwendungsbereiche und Voraussetzungen
Schadenfreiheitsklassen gibt es bei der Haftpflicht und der Vollkaskoversicherung. Da es sich um zwei unabhängige Versicherungen handelt, gelten für die Motorrad-Haftpflicht und die Motorrad-Vollkasko auch separate Schadenfreiheitsklassen. Keine Schadenfreiheitsklassen gibt es bei der Teilkaskoversicherung für Motorräder.
Das Konzept ist einfach: Mit jedem schadenfreien Jahr steigen Sie um eine SF-Klasse – bis die höchste Stufe erreicht ist.
Jeder Schadenfreiheitsklasse ist ein entsprechender, ansteigender Schadenfreiheitsrabatt (SF-Rabatt) zugeordnet. Dadurch reduziert sich Ihr Versicherungsbeitrag, je länger Sie unfallfrei Motorrad fahren.
Berücksichtigt werden nur die Zeiträume, in denen Sie ein Motorrad auf Ihren Namen versichert haben. Eine bessere Schadenfreiheitsklasse erhalten Sie auch nur, wenn die Maschine im vergangenen Versicherungsjahr mindestens sechs Monate am Stück angemeldet und versichert gewesen ist.
Bei einem Wechsel der Motorradversicherung übernimmt die neue Gesellschaft Ihren bisherigen Schadensverlauf und stuft Sie in die dementsprechende SF-Klasse ein. Allerdings kann die Höhe der gewährten Schadenfreiheitsrabatte von der des Vorversicherers abweichen.
Schadenfreiheitsklassen für Krafträder mit Versicherungskennzeichen
Keine Schadenfreiheitsklassen können Halter von Kleinkrafträdern mit Versicherungskennzeichen erlangen.
SF-Klassen – Beispieltabellen
Jeder Motorradversicherer definiert sein eigenes Schadenfreiheitsklassensystem. Daher sind die Anzahl der Klassen und die Höhe der damit verbundenen Rabatte nicht einheitlich.
Über die genauen Konditionen der Schadenfreiheitsklassen informieren Sie sich am besten direkt bei der jeweiligen Gesellschaft. Nachfolgend haben wir die SF-Klassentabellen beispielhaft sowohl für die Motorrad-Haftpflicht als auch für die Motorrad-Vollkasko dargestellt – getrennt nach leistungsoffenen Motorrädern und Leichtkrafträdern.

Schadenfreiheitsklasse MotorradBeitragssatz Haftpflicht %Beitragssatz Vollkasko %
SF 83555
SF 74055
SF 64055
SF 54555
SF 44555
SF 35055
SF 25575
SF 16080
SF 1/27085
SF 0100100
SF M100120

 

Die unterste Stufe ist die Klasse M (M steht für „Malus“). In diese Klasse werden etwa Fahranfänger nach einem selbst verschuldeten Unfall eingestuft. Es folgen die Sonderklassen 0 und ½. Ab einem schadenfreien Versicherungsjahr werden Sie normalerweise in die SF-Klasse 1 eingestuft.
Einige Gesellschaften erheben in der Malus-Klasse mit einem Beitragssatz von bis zu 140 Prozent. Dafür differenzieren manche Motorradversicherungen stärker, sodass Sie als Versicherungskunde zu Beispiels in der SF-Klasse 20 nur noch einen Beitragssatz von 22 Prozent bezahlen müssen.

Schadenfreiheitsklasse LeichtkraftradBeitragssatz Haftpflicht %Beitragssatz Vollkasko %
SF 34555
SF 26075
SF 16580
SF 1/27085
SF 0100100

Bei Leichtkrafträdern ist die Obergrenze zumeist mit der SF-Klasse 5 und einem Beitragssatz von 45 Prozent (in der Motorrad-Haftpflichtversicherung) beziehungsweise 55 Prozent (in der Motorrad-Vollkasko) erreicht.
Rückstufung nach einem Schaden
Hat Ihre Motorradversicherung einen Schaden bezahlt, werden Sie die Auswirkungen im darauffolgenden Versicherungsjahr bemerken. Aufgrund des negativen Schadensverlaufs stuft Sie die Gesellschaft in eine schlechtere – sprich niedrigere – Schadenfreiheitsklasse zurück. Das wirkt sich meist auch auf die Höhe des Schadenfreiheitsrabatts und damit auf den Beitrag aus – Sie müssen mehr bezahlen.
Die konkrete Schadenshöhe ist für die Rückstufung nicht relevant. Wie weit Sie zurückgestuft werden, ist in den Rückstufungstabellen des jeweiligen Versicherungsunternehmens festgelegt.

Rückkauf eines Schadens
Einen Schaden bearbeitet Ihre Motorradversicherung und reguliert den Fall nach Prüfung der Sachlage. Sie erhalten dann einen entsprechenden Bescheid, der im Normalfall sowohl die Schadenshöhe als auch die Sie betreffenden Konsequenzen – sprich Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse – beinhaltet.
Sie haben jedoch im Rahmen eines Schadenrückkaufs die Möglichkeit, der Motorradversicherung die erbrachten Leistungen innerhalb von sechs Monaten zurückzuzahlen. Dadurch heben Sie eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse auf.
Ob sich ein Rückkauf lohnt, muss jedoch im Einzelfall abgewogen werden. Bei Schadenssummen bis 750 Euro ist dies jedoch häufig der Fall.
SF-Klassen übertragen
Schadenfreiheitsrabatte können grundsätzlich an enge Verwandte übertragen werden. So kann zum Beispiel der Großvater seine SF-Vergünstigungen an die Kinder und Enkelkinder abtreten. Allerdings bieten nicht alle Motorradversicherungen eine Übertragung beziehungsweise Übernahme an.
Bei der Übertragung der Schadenfreiheitsklassen verliert der Geber alle Privilegien und wird wieder als Fahranfänger eingestuft. Der Empfänger hingegen kann lediglich so viele SF-Klassen mit entsprechenden Rabatten übernehmen, wie er theoretisch selbst hätte erfahren können. Daher lohnt sich die Übertragung der Schadenfreiheitsrabatte nicht in jedem Fall.
Einstufung nach Versicherungsunterbrechung
Die unverbindlichen Richtlinien des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sehen für jedes Jahr, in dem keine Versicherung bestand, eine Rückstufung um eine SF-Klasse vor. Einige Versicherer weichen allerdings davon ab und stufen Versicherungsnehmer bereits nach kürzerer Zeit, andere Unternehmen erst nach einer längeren Versicherungsunterbrechung, in ungünstigere Klassen ein.
Wir empfehlen Ihnen daher, sich bei der jeweiligen Motorradversicherungsgesellschaft direkt nach den aktuellen Modalitäten zu erkundigen.
Viele Versicherungsunternehmen lehnen eine Übernahme des bisherigen schadenfreien Verlaufs nach einer Unterbrechung von mehr als sieben Jahren ab – Sie werden dann wieder wie ein Anfänger behandelt.

Was Auswirkungen auf Ihren Beitrag hat

Der Beitrag zur Motorradhaftpflicht setzt sich aus verschiedenen Parametern zusammen. Dazu gehören:
der Motorradtyp (Typklasse)
die Motorleistung
der Wohnort des Halters (Regionalklasse)
Hierbei spielt für die Versicherungsgesellschaften vor allem die statistische Unfallwahrscheinlichkeit des Motorrads nach Modell und Region eine Rolle.
Die genannten Faktoren können Sie kaum beeinflussen, andere hingegen durchaus. So verändern individuelle, variable Berechnungsbestandteile den Endbetrag zum Teil stark.
Bei der Motorradhaftpflicht sind es unter anderem die folgenden Merkmale:
die angegebene jährliche Fahrleistung (je weniger, desto günstiger)
der Familienstand (Singles zahlen mehr)
die Wohnsituation (Bewohner eines Eigenheims zahlen weniger als Mieter)
das Alter des Halters sowie der Fahrer (je jünger, desto teurer)
der Fahrerkreis (Alleinfahrer zahlen weniger)
die Zahlweise (Aufschläge für monatliche/vierteljährliche/halbjährliche Zahlung)
der Beruf (manche Berufsgruppen – beispielsweise Beamte – erhalten Beitragsrabatte)
——
Stellplatz
Parkt das Motorrad beispielsweise geschützt in einer abschließbaren Einzelgarage statt am Straßenrand, gewähren viele Versicherer einen Beitragsrabatt.

Fahrerkreis
Ein definierter und kleiner Kreis erfahrener Motorradfahrer schränkt das Unfallrisiko für die Motorrad-Vollkaskoversicherung ein und verringert Ihre zu zahlende Beitragssumme.

Fahrleistung
Je weniger Kilometer im Jahr Sie mit dem Motorrad fahren, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Versicherungsschadens. Entsprechend gestaltet sich die Höhe des Beitrags.

Beitragszahlung
Zahlen Sie den fälligen Beitrag für den Motorrad-Vollkaskoschutz einmal jährlich, bedeutet das für die Versicherung den geringsten bürokratischen Aufwand. Aufschläge berechnen die Gesellschaften daher in der Regel bei monatlicher, vierteljährlicher oder halbjährlicher Zahlweise.

Eigenheim, Familienstand und Beruf
Beitragsvergünstigungen kann es auch für Versicherte geben, die in den eigenen vier Wänden wohnen, in einer festen Partnerschaft leben, Kinder haben oder bestimmten Berufsgruppen angehören – zum Beispiel verbeamtet sind.

Werkstattbindung
Überlassen Sie im Schadensfall die Werkstattwahl der Versicherung, erhalten Sie im Gegenzug im Rahmen der vereinbarten Werkstattbindung einen Beitragsrabatt.

Selbstbeteiligung im Schadensfall
Vereinbaren Sie eine Selbstbeteiligung im Schadensfall, tragen Sie einen Teil des finanziellen Risikos – und bekommen dafür einen Beitragsnachlass. In der Regel liegt der Selbstbehalt zwischen 300 und 500 Euro je Versicherungsschaden. Übersteigt der Versicherungsschaden diese Summe, begleicht die Gesellschaft den Differenzbetrag bis zur vertraglich festgesetzten Deckungssumme.
Bei einer Kaskoversicherung hat der Versicherungsnehmer die Möglichkeit, im Schadenfall eine vorher vereinbarte Selbstbeteiligung zu zahlen. Im Gegenzug gewähren Versicherungsgesellschaften vergünstigte Konditionen bei den regulären Beiträgen. Für die Motorradversicherung existiert die Option der Selbstbeteiligung hingegen nicht.
Bei der Selbstbeteiligung lässt sich in der Regel ein beliebiger Betrag von bis zu 1000 Euro wählen. Hierbei gilt: Je höher die gewählte Selbstbeteiligung, desto günstiger der Versicherungsbeitrag. Im Schadenfall wird dann allerdings erst der entsprechende Restbetrag von der Versicherung abgedeckt.
Beim Festsetzen der Selbstbeteiligung ist es darüber hinaus ratsam, den Betrag für dieTeilkaskoversicherung niedriger anzusetzen als den der Vollkaskoversicherung. Wer bei den Versicherungsbeiträgen für die Teil- oder Vollkaskoversicherung Geld sparen möchte, sollte über die Option der Selbstbeteiligung nachdenken.

Saisonkennzeichen
Mit einem Saisonkennzeichen fallen Steuern und Versicherungsbeiträge lediglich für den Zeitraum an, für den Sie die Maschine angemeldet haben. Daher ist ein Saisonkennzeichen günstiger als eine ganzjährige Motorradversicherung[SR8] .

Motorleistung – Hubraum und PS
Eines der Hauptkriterien für die Beitragsberechnung der Versicherer ist die Motorleistung des Motorrads. Je mehr Hubraum und PS die Maschine hat, desto teurer wird es.

Schadenhäufigkeit – Typklasse und Regionalklasse
Anhand der Schadenhäufigkeit des Motoradtyps wird das Risiko eines Schadens berechnet und in der sogenannten Typklasse ausgedrückt. Darauf haben Sie als Versicherungskunde kaum Einfluss. Das trifft auch auf die Regionalklasse zu. Wieder steht das Versicherungsrisiko im Vordergrund – diesmal jedoch hängt es vom Wohnort des Versicherten und den in diesem Gebiet gemeldeten Schadensfällen der Vergangenheit ab.
– Typklasse
Neben den Regionalklassen spielen auch die sogenannten Typklassen eine wichtige Rolle bei der Berechnung des Versicherungsbeitrags für dieMotorradversicherung. Die Einteilung in verschiedene Typklassen erfolgt seit dem Jahr 1996 und ist im Typklassenverzeichnis festgelegt. Unter anderem sind darin Angaben über den Hersteller, die Verkaufsbezeichnung und die Fahrzeugleistung enthalten.
Die Einordnung von Modellen in Typklassen wird alljährlich zum 1.Oktober aktualisiert und ergänzt. Zu diesem Zweck werden unter anderem die statistischen Schadenverläufe einzelner Fahrzeugtypen herangezogen. Folglich fällt die Versicherungsprämie für Fahrzeugtypen, die in einer Typklasse mit hoher Schadenquote eingeordnet werden, entsprechend teurer aus.
Bei der Motorrad-Haftpflicht erfolgt die Einteilung in eine von 16 verschiedenen Typklassen (10-25). DieTeilkaskoversicherung umfasst hingegen 24 Typklassen (10-33), bei der Vollkaskoversicherung sind es sogar 25 (10-34)
– Regionalklasse
In der Kraftrad-Versicherung werden Motorräder je nach Zulassungsort bzw. Wohnort des Versicherten in Regionalklassen eingestuft. Diese Maßnahme soll dazu dienen, den Versicherungsschutz für Motorräder gerechter und differenzierter zu gestalten.
Der Gesamtverband Deutsche Versicherungswirtschaft (GDV) nimmt alljährlich eine Neu-Berechnung der Regionalklassen auf Basis von statistischen Auswertungen vor. Maßgebliche Faktoren sind hierbei die Anzahl und Schweregrad der aufgetretenen Unfälle in den einzelnen Regionen.
Die Regionalklasse wirkt sich auf die Prämie Ihrer Motorrad-Versicherung aus. So steigt der Versicherungsbeitrag bspw. an, wenn Sie Ihr Motorrad in einer Großstadt zugelassen haben. Grund: In Ballungsräumen kommt es statistisch gesehen häufiger zu einem Unfall als in ländlichen Gegenden.

Wie die Motorradversicherung steuerlich behandelt wird

In welchem Umfang die Beiträge zur Autoversicherung vom Finanzamt bei Ihrer Steuererklärung steuermildernd berücksichtigt werden, hängt von der Art der Fahrzeugnutzung ab. Entscheidend ist, ob der Fahrzeughalter das Auto geschäftlich als Firmenwagen oder rein privat nutzt.

Geschäftliche Nutzung des Fahrzeugs

Autos, die beruflich genutzt werden – dazu gehören Firmenfahrzeuge und die Wagen von Selbstständigen – sind für den Verdienst des Lebensunterhalts notwendig. Deshalb können sowohl Prämien für die obligatorische Kfz-Haftpflichtversicherung als auch für eine Kfz-Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung für das Auto steuerlich als Firmenausgabe geltend gemacht werden.

Private Nutzung des Pkw

Privatpersonen können die Kfz-Versicherung dagegen nur bedingt von der Steuer absetzen. Das Finanzamt erkennt nur solche Versicherungen als steuerlich relevant an, die der Absicherung des persönlichen Lebensrisikos dienen. Dazu gehört neben der Insassen-Unfallversicherung und der Reiseunfallversicherung auch die Kfz-Haftpflicht.

In der Steuererklärung kann die Kraftfahrzeughaftpflicht daher als Sonderausgabe geltend gemacht werden – und zwar in Form der sogenannten sonstigen Vorsorgeaufwendung.

Die Teil-und Vollkaskoversicherung gelten hingegen nicht als Vorsorgeaufwendung. Sie können von privaten Autofahrern deshalb nicht steuerlich abgesetzt werden.

Als Nachweis für die bezahlte Kfz-Versicherungsprämie benötigt das Finanzamt eine Kopie der Beitragsrechnung. Wird der Wagen ausschließlich privat genutzt, muss die Versicherungsrechnung die Kosten für die steuerlich abzugsfähige Haftpflichtversicherung für das Auto separat ausweisen.

Steuerliche Höchstgrenzen für Sonderausgaben

Allerdings gelten zum Beispiel auch die Beiträge zur Kranken- und Rentenversicherung als Sonderausgaben. Allein die hierfür gezahlten Beiträge sprengen oft schon die steuerlich berücksichtigten Höchstgrenzen. Diese liegen pro Jahr bei 5.069 Euro für Singles und 10.138 für Paare. Die Kosten für die Kfz-Versicherung wirken sich dann für Privatpersonen in den meisten Fällen nicht mehr weiter steuermildernd aus. Dennoch ist es ratsam, alle Vorsorgemaßnahmen bei der Steuer anzugeben.

Welche Pflichten bei der Motorradversicherung bestehen

Wird das versicherte Motorrad gestohlen oder anderweitig beschädigt, sollten Sie das sofort der Polizei und Ihrer Teilkaskoversicherung melden. Im Rahmen der Schadensanzeige bei der Polizei müssen Sie in der Regel den Fahrzeug- sowie den Ersatzschlüssel vorlegen. So soll ausgeschlossen werden, dass der Diebstahl nur vorgetäuscht ist und es sich um einen Versicherungsbetrug handelt.
Wahrscheinlich zieht die Motorradversicherung einen Sachverständigen hinzu, der den gemeldeten Teilkaskoschaden überprüft und den Wiederbeschaffungswert sowie den Restwert der Maschine ermittelt. Auf Grundlage eines solchen Gutachtens leistet die Gesellschaft. Sie kann:
• den entstandenen Schaden – das bedeutet die zu ersetzenden Motorradneuteile und den Werkstattlohn abzüglich einer eventuellen Selbstbeteiligung – übernehmen.
• bei einem wirtschaftlichen Totalschaden den Wiederbeschaffungswert abzüglich des ermittelten Restwerts und der Selbstbeteiligungssumme auszahlen.
Fällt das Motorrad bei einem Sturm um und wird dabei beschädigt, müssen Sie nachweisen, dass in der Region mindestens Windstärke 8 geherrscht hat. Anerkannt sind zum Beispiel die Daten des Deutschen Wetterdiensts.

Was Sie im Schadensfall bedenken sollten

Nach einem Verkehrsunfall steht die Eigensicherung an erster Stelle. Kontrollieren Sie, ob Sie selbst verletzt sind. Sind Sie unverletzt, sichern Sie die Unfallstelle und leiten strukturiert weitere Maßnahmen ein.

Schritt 1: Unfallstelle sichern, Hilfe rufen und vor Ort bleiben

  • Warnblinker einschalten
  • Warnweste anziehen
  • Warndreieck in gebührendem Abstand aufstellen (je nach Straße 50 bis 250 Meter von der Unfallstelle entfernt)
  • Verletzte bergen, Erste Hilfe leisten
  • Rettungsdienst (Notrufnummer 112) und Polizei (unter 110) verständigen

Warten Sie am Unfallort, bis die Beamten eintreffen. Ein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort kann schnell als strafbare Fahrerflucht gedeutet werden.

Schritt 2: Unfalldaten aufnehmen, Beweise sichern

  • Beweise sichern (Daten von Zeugen aufschreiben, Unfall fotografieren, Unfallsituation mit Kreide aus dem Verbandskasten umreißen)
  • Daten der Unfallbeteiligten notieren (Kennzeichen, Name und Anschrift, Name der Kfz-Versicherung sowie die Versicherungsnummer)

Kann oder will der Unfallbeteiligte seine Versicherungsdaten nicht nennen, hilft ein Anruf beim Zentralruf der Autoversicherer unter der Nummer 0800/25 026 00 weiter. Über das Kennzeichen ermitteln die Mitarbeiter die notwendigen Auskünfte.

Schritt 3: Kfz-Versicherung informieren

Ist der Unfall aufgenommen, haben Sie als Versicherter die Pflicht, Ihre Kfz-Versicherung umgehend, jedoch spätestens binnen einer Woche, über den Vorfall zu informieren.

Wurde der Schaden beziehungsweise Unfall jedoch von einem anderen Autofahrer verursacht, müssen Sie sich an dessen Versicherungsgesellschaft wenden und Schadensersatz fordern.

Wichtig: Geben Sie kein Schuldanerkenntnis ab. Es ist die Aufgabe Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung, Schadenersatzansprüche gegen Sie zu prüfen.

Unfall im Ausland

Geschieht ein Unfall im Ausland, kommen häufig sprachliche Schwierigkeiten erschwerend hinzu. Hier ist der europäische Unfallbericht hilfreich. Das Dokument erhalten Sie beispielsweise über Ihre Versicherungsgesellschaft. Der Bericht ist mehrsprachig ausgefertigt und erleichtert die Verständigung mit ausländischen Behörden und Unfallgegnern. Außerdem enthält er Fahrzeugskizzen, anhand derer der Unfall auch bildlich dokumentiert werden kann. So kann ein Versicherungsschaden auch im Ausland schnell und korrekt reguliert werden.

In einigen Ländern ist zudem die Grüne Versicherungskarte notwendig. Sie ist der Nachweis, dass Ihr Auto haftpflichtversichert ist.

Kaskoschäden an Ihrem Motorrad

Ist Ihr Motorrad durch versicherte Kaskogefahren wie

  • herabfallende Äste und umstürzende Bäume
  • Hagelkörner
  • Hochwasser
  • Blitzschlag und Feuer

in Mitleidenschaft gezogen worden, gelten je nach Schadensauslöser besondere Versicherungsbedingungen.

Sturmschäden

Unwetterschäden – beispielsweise durch Äste und Bäume – übernimmt die Versicherung erst ab Windstärke 8. Lassen Sie sich deshalb vom Wetteramt die Unwetterdaten als Nachweis für Ihre Teilkaskoversicherung schriftlich bestätigen.

Außerdem kommt es bei Unwetterschäden auf die genaue Schadensursache an. Sind Sie trotz Unwetter mit dem Auto unterwegs, weichen einem umgestürzten Baum auf der Straße aus und beschädigen dadurch Ihr Fahrzeug, zahlt Ihre Teilkaskoversicherung nicht. Dann wäre Ihre Vollkaskoversicherung für den Schaden zuständig.

Überschwemmungsschäden

Stellen Sie trotz Warnhinweisen Ihr Motorrad in einem Überschwemmungsgebiet ab oder befahren Sie zum Beispiel eine überflutete Straße oder eine Unterführung, tragen Sie eine Mitschuld am Schaden – die Kaskoversicherung muss – abhängig vom Einzelfall – nicht haften.

Wichtig: Stand das Motorrad unter Wasser, starten Sie es auf keinen Fall. Motor und Elektrik können dadurch weiter beschädigt werden, die Versicherung kann dann die Leistung verweigern. Das Auto sollte in eine Fachwerkstatt abgeschleppt und dort überprüft werden.

Hagelschäden

Hagelkörner verursachen vor allem Beulen im Blech und Glasschäden. Im Rahmen einer Kfz-Teilkaskoversicherung sind Hagelschäden versichert. Glasschäden werden in einer Fachwerkstatt durch Austausch oder Ausbessern der Scheibe behoben. Beulen in der Karosserie werden meist durch Ausbeulen und Lackierung beseitigt.

Einige Versicherungsunternehmen nutzen wegen der Vielzahl von beschädigten Fahrzeugen nach einem einzigen Hagelschauer Sammelgutachten.

Die Vorteile für den Versicherten: Die Bearbeitungszeit verkürzt sich, der Hagelschaden kann schneller behoben und das Mottorad wieder voll genutzt werden.

Der Nachteil: Sammelgutachten bewerten die Schäden aller versicherten Fahrzeuge einer Kfz-Versicherung. Die Schadenssumme, die die Assekuranz ausbezahlt, ist daher eine Pauschale. Eventuell kostet die Reparatur Ihres Motorrads jedoch mehr Geld. Die Differenz müssten Sie selbst bezahlen. Deshalb kann es ratsam sein, ein eigenes Gutachten oder einen Kostenvoranschlag einer Werkstatt einzuholen.

Glasschaden

Wichtig für die Frage der Schadensregulierung ist die Ursache des Schadens. Die Teilkasko leistet für Glasschäden, die infolge von Steinschlag, Hagel oder Zusammenstößen mit Wild entstanden sind. Glasschäden infolge von Vandalismus oder eines Unfalls mit Fahrerflucht sind ein Fall für die Vollkaskoversicherung. Treten Glasschäden infolge eines Unfalls auf, den Sie nicht verschuldet haben, muss die gegnerische Kfz-Haftpflichtversicherung die Kosten übernehmen.

Einbruch, Diebstahl und Raub

Sowohl bei Motorraddiebstahl als auch nach einem Fahrzeug-Einbruch oder dem Raub eines Motorrads haftet die Teilkaskoversicherung.

Wenn Sie den Verlust Ihrem Versicherer mitteilen, sollten Sie direkt den Schadenmitteilungsbogen und die polizeiliche Anzeige beifügen. Bei einem Leasingfahrzeug oder durch einen Bankkredit finanzierten Mtorrad müssen Sie zudem auch den Leasinggeber beziehungsweise die Bank benachrichtigen.  In der Regel verlangt Ihr Versicherer auch den Nachweis Ihrer Zulassungsbescheinigung (Teil I und II) und Ihres Kaufvertrags.

Vandalismus / Fahrerflucht

Die Versicherung reguliert einen Vandalismusschaden oder Beschädigungen am Fahrzeug nach Fahrerflucht erst, nachdem die etwaigen polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind.

Wildunfall

Wildunfälle reguliert die Teilkaskoversicherung, sofern sich das Tier im Moment des Zusammenstoßes in Bewegung befunden hat. Wenn Sie einem Tier ausweichen und dadurch einen Unfall haben, ist für den entstandenen Schaden Ihre Vollkaskoversicherung zuständig.

Zusätzlich zu der generell empfohlenen Vorgehensweise nach einem Unfall sollten Sie nach einem Wildunfall zusätzlich nach der Sicherung der Unfallstelle das tote Wild von der Fahrbahn ziehen. Darüber hinaus gilt es, gegebenenfalls über die Polizei, den Jagdpächter oder Förster zu verständigen und sich den Wildunfall bescheinigen zu lassen.

Bagatellschäden

Als Bagatellschaden gelten alle Sachschäden mit Instandsetzungskosten von unter 715 Euro. Bis zu diesem Betrag muss zur Regulierung des Schadens kein Gutachter hinzugezogen werden, sondern es reicht ein Kostenvoranschlag einer Werkstatt aus.

Worüber Sie Ihren Versicherer in Kenntnis setzen sollten

Wenn ein Fahrzeughalter umzieht oder das Fahrzeug einen neuen Halter bekommt, muss eine entsprechende Ummeldung bei der Kfz-Zulassungsstelle erfolgen. Hierbei gilt zu beachten, dass ein Fahrzeug nach aktueller Gesetzeslage nur am Hauptwohnsitz zugelassen werden kann.
Die Ummeldung verläuft im Prinzip wie eine Neuanmeldung. Wichtig ist auch in diesem Fall, dass der neue Halter einen Versicherungsnachweis in Form der Elektronischen Versicherungsbestätigung (kurz eVB) vorlegt.
Darüber hinaus müssen bei einem Umzug in einen anderen Zulassungsbezirk neue Kennzeichen beantragt werden. Des Weiteren wird bei der Ummeldung in der Zulassungsbescheinigung Teil II ein neuer Besitzer eingetragen, auch wenn nur ein Wechsel des Wohnortes stattgefunden hat.
Bei einer Ummeldung aufgrund eines Halterwechsels können die alten Kennzeichen weiterhin verwendet werden, sofern der alte und der neue Fahrzeughalter im gleichen Zulassungsbezirk wohnen.

Was bei der Kündigung sowie beim Wechsel der Motorradversicherung zu beachten ist

Pkw-Besitzer haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten, ihre bestehende Autoversicherung zu kündigen: die reguläre Kündigung und die Sonderkündigung. Die Kündigungsfrist ist jedoch immer die gleiche – sie beträgt vier Wochen. Einfach und unkompliziert gelingt die Kündigung mit unserem Kündigungsformular, das Sie einfach online ausfüllen, ausdrucken und unterschrieben an Ihre derzeitige Kfz-Versicherung schicken können.

Die ordentliche oder reguläre Kündigung der Kfz-Versicherung

Bei der regulären Kündigung beenden Sie als Versicherungsnehmer den Vertrag mit der Versicherungsgesellschaft zum Ende des im Versicherungsvertrag vereinbarten Zeitraums. Dieser wird im Fachjargon als Hauptfälligkeit bezeichnet.

KFZ-Kündigungsformular

Normalerweise läuft die Police zum Ende eines Kalenderjahres am 31.Dezember aus. Um die einheitliche Kündigungsfrist von einem Monat einzuhalten, muss die Versicherung in diesem Fall bis spätestens zum Stichtag 30. November gekündigt worden sein.

Wichtig: Bei einer regulären Kündigung zum Jahresende muss der Kfz-Versicherungsgesellschaft die Kündigung schriftlich spätestens am 30. November vorliegen. Denn als Kündigungsdatum gilt der Eingang bei der Autoversicherung. Wann Sie das Kündigungsschreiben verfasst und den Brief in den Briefkasten eingeworfen haben, ist nicht relevant.

Einen besonderen Grund für die Kündigung müssen Sie bei einer normalen Kündigung gegenüber der Kfz-Versicherung nicht angeben. Das Kündigungsschreiben sollte jedoch Ihre vollständigen Daten nebst der Versicherungsnummer enthalten und von Ihnen handschriftlich unterschrieben sein.

Verpassen Sie die Frist für die ordentliche Kündigung, verlängert sich der Vertrag mit der Kfz-Versicherung automatisch um ein Jahr. Es gibt jedoch einige Situationen, in denen Sie die Chance haben, den Vertrag mit der Kraftfahrzeugversicherung außerordentlich zu kündigen.

Die Sonderkündigung der Kfz-Versicherung

Eine Möglichkeit, wie Sie aus Ihrem bestehenden Kfz-Versicherungsvertrag herauskommen, ist zunächst eher unerfreulicher Natur: Ein Versicherungsfall tritt ein, weil Sie schuldhaft in einen Verkehrsunfall verwickelt waren oder Ihr Wagen anderweitig beschädigt wurde.

Die Möglichkeit der Sonderkündigung nach einem Versicherungsschaden besteht immer. Ob die Versicherung den gemeldeten Schaden bezahlt oder die Ansprüche als unbegründet abwehrt, spielt bei der Kündigung für Sie keine Rolle. Entscheidend ist, dass die Kfz-Versicherung den Schaden reguliert – also abgeschlossen hat. Sobald dies der Fall ist, haben Sie als Versicherter vier Wochen Zeit, um den bestehenden Vertrag schriftlich zu kündigen. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass Sie als Grund für die Kündigung den regulierten Schaden nennen. Ansonsten kann die Gesellschaft Ihre außerordentliche Kündigung innerhalb der Vertragslaufzeit erfolgreich ablehnen.

Auch die Autoversicherung kann den Vertrag kündigen

Wichtig: Auch die Autoversicherung hat das Recht, Ihnen nach einem abgeschlossenen Schadenfall außerordentlich zu kündigen. Ist der Schaden besonders teuer gewesen oder haben Sie innerhalb kurzer Zeit gleich mehrere Versicherungsfälle gemeldet, kann dies durchaus vorkommen.

Einen weiteren Grund zur Kündigung außer der Reihe bieten Beitragserhöhungen. Kündigt Ihre Kfz-Versicherung an, dass die Prämie steigen wird, ohne dass die Leistungen der Versicherung entsprechend erweitert werden, dürfen Sie unter Einhaltung der vierwöchigen Frist kündigen und zu einer anderen Gesellschaft wechseln.

Beitragserhöhungen ergeben sich unter anderem, wenn sich die Typklasse Ihres Wagens ändert. Diese wird einmal im Jahr festgelegt. Dasselbe kann auch für die Regionalklasse gelten. Sie ist durch Ihren Wohnort geprägt und spiegelt wider, wie viele Unfälle im vergangenen Jahr im Umkreis Ihres Wohnorts von der Kfz-Versicherung reguliert werden mussten. Erhöht sich der Versicherungsbeitrag allerdings, weil Sie nach einem Versicherungsschaden in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse gerutscht sind oder sich durch einen Umzug die Regionalklasse des Autos geändert hat, gilt das Sonderkündigungsrecht nicht.

Um nachweisen zu können, dass die Kfz-Versicherung die Kündigung rechtzeitig erhalten hat, sollten Sie den Brief als Einschreiben mit Rückschein versenden. Auf dem Rückschein wird der Erhalt der Kündigung mit Datum und Unterschrift bestätigt. Der Rückschein wird anschließend per Post an Sie zurückgeschickt.

Beim Autoverkauf geht die Versicherung auf den Käufer über

Verkaufen Sie Ihr Auto, wird die Versicherung dadurch nicht automatisch aufgelöst. Stattdessen geht die Police auf den neuen Besitzer über. Er entscheidet, ob er den Vertrag weiter laufen lässt und damit auch die Prämien bezahlt oder ob er eine neue Kfz-Versicherung abschließt. Sobald der Zulassungsstelle für den Wagen eine Versicherungsbestätigung einer anderen Gesellschaft vorliegt, wird automatisch Ihre bisherige Kfz-Versicherung darüber informiert – und die Police endet.

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie nach einem Autoverkauf jedoch von sich aus Ihre Assekuranz darüber informieren oder den Wagen bereits vorher abmelden und die Versicherung beenden. Wird das Auto lediglich stillgelegt, ruht gewissermaßen auch die Versicherung. Sobald das Fahrzeug wieder für den Straßenverkehr zugelassen wird, greift auch der Versicherungsschutz wieder in vollem Umfang.

Legen Sie sich dagegen einen neuen Wagen zu (ob Neu- oder Gebrauchtfahrzeug spielt keine Rolle), können Sie den Anbieter für Ihre Kfz-Versicherung frei wählen.

Bevor ein Wechsel der Kfz-Versicherung vollzogen werden kann, brauchen Sie ein neues Angebot für die Versicherung Ihres Autos. Die Suche nach geeigneten Policen kann sich auf eigene Faust als zeitraubend und unergiebig erweisen.

Der Online-Versicherungsrechner von CHECK24 erleichtert Ihnen die Arbeit. Sie geben in die Suchmaske die für die Auswahl der passenden Tarife notwendigen Daten (zum Halter, dem Fahrerkreis und dem Auto) ein und grenzen den gewünschten Umfang der Autoversicherung ein. Dann werden Ihnen aus zahlreichen Kfz-Versicherungstarifen, auf die der Vergleichsrechner zugreifen kann, die für Sie besten angezeigt.

Die Vorteile:

schnelle und bequeme Suche von zu Hause oder unterwegs aus

über 270 Versicherungstarife im Portfolio

keine Vermittlungsgebühren

einfacher Leistungsvergleich der einzelnen Angebote

Datenübermittlung über sichere Leitungen

vielfach ausgezeichneter und TÜV-geprüfter Vergleichsservice

Versicherungstarif online abschließen

Den Wunschtarif können Sie sofort online abschließen und damit problemlos den Anbieter wechseln. Die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) erhalten Sie im Anschluss per SMS oder E-Mail. Damit können Sie ein neu erworbenes Auto gleich zulassen.

KFZ-Kündigungsformular

Achten Sie bei der Wahl des Tarifangebots nicht nur auf den günstigen Preis. Mindestens genauso wichtig ist ein guter Versicherungsschutz, der alle Ihre Bedürfnisse abdeckt. Es kommt also auf ein ausgewogenes Preis-Leistungsverhältnis an.

Erst mit einem verbindlichen Versicherungsangebot in der Tasche sollten Sie die bestehende Kfz-Versicherung kündigen.

Neben der geltenden Kündigungsfrist für den bisherigen Vertrag und den unterschiedlichen Kündigungsmöglichkeiten der regulären Kündigung sowie der Sonderkündigung ist es entscheidend, dass der Kfz-Versicherungsschutz nahtlos fortgesetzt wird. Deshalb ist es wichtig, dass die neue Kfz-Police direkt mit dem Ende der alten Kfz-Versicherung beginnt. So vermeiden Sie auch eine Überscheidung der Versicherungszeiträume – und damit doppelte Beitragskosten.


Kündigungsfristen
Die Kündigungsfrist der Kfz-Haftpflicht beträgt einen Monat. Endet Ihr Vertrag am Jahresende, muss die Versicherung Ihre Kündigung spätestens am Stichtag 30. November bekommen.

Sonderkündigungsrecht
In einigen Fällen haben Sie ein Sonderkündigungsrecht, mit dem Sie früher aus dem Vertrag herauskommen. Die Sonderkündigung ist möglich:

  • wenn die Versicherung von sich aus den Beitrag erhöht
  • nachdem die Versicherung einen Kfz-Haftpflichtschaden reguliert hat
  • wenn Sie das Fahrzeug wechseln


Außerordentliche Kündigung
Man unterscheidet bei der Kfz-Versicherung zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen Kündigung. Für eine außerordentliche Kündigung, die auch Sonderkündigung genannt wird, müssen bestimmte Kriterien vorliegen, die Versicherungsvertragsgesetz geregelt sind.

Zulässige Gründe für eine Sonderkündigung sind zum Beispiel:

§ 31 Kündigung nach Prämienerhöhung: Anhebung der Beiträge in der Haftpflicht- oder Kaskoversicherung: Das Sonderkündigungsrecht besteht auch, wenn sich der Tarif durch eine Neu-Einstufung des Schadenrisikos des Autos (Typklassen) oder die Zuordnung des Wohnortes zu einer neuen Regionalklasse ändert und deshalb ein höherer Beitrag gezahlt werden muss. Nach Kenntnisnahme der der Prämienerhöhung durch ein Infoschreiben oder Erhalt der Rechnung hat der Versicherte einen Monat Zeit zu reagieren, um zu einem billigeren Anbieter zu wechseln.

§ 96 Kündigung nach Veräußerung (Fahrzeugwechsel): Bei einem Fahrzeugwechsel können Versicherungsnehmer ohne Kündigungsfrist die Versicherung wechseln.

§ 92 Kündigung im Schadenfall: Im Schadenfall haben sowohl Versicherer also auch Versicherungsnehmer das Recht, innerhalb von vier Wochen nach dem Schadenfall die Autoversicherung zu kündigen.

In jeden Fall ist es wichtig darauf zu achten, dass vor der Kündigung bereits ein neuer Versicherer dem Vertrag zugestimmt hat, denn eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland zur Teilnahme am Straßenverkehr zwingend erforderlich.

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Außerordentliche Kündigung
Man unterscheidet bei der Kfz-Versicherung zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen Kündigung. Für eine außerordentliche Kündigung, die auch Sonderkündigung genannt wird, müssen bestimmte Kriterien vorliegen, die Versicherungsvertragsgesetz geregelt sind.

Zulässige Gründe für eine Sonderkündigung sind zum Beispiel:

§ 31 Kündigung nach Prämienerhöhung: Anhebung der Beiträge in der Haftpflicht- oder Kaskoversicherung: Das Sonderkündigungsrecht besteht auch, wenn sich der Tarif durch eine Neu-Einstufung des Schadenrisikos des Autos (Typklassen) oder die Zuordnung des Wohnortes zu einer neuen Regionalklasse ändert und deshalb ein höherer Beitrag gezahlt werden muss. Nach Kenntnisnahme der der Prämienerhöhung durch ein Infoschreiben oder Erhalt der Rechnung hat der Versicherte einen Monat Zeit zu reagieren, um zu einem billigeren Anbieter zu wechseln.

§ 96 Kündigung nach Veräußerung (Fahrzeugwechsel): Bei einem Fahrzeugwechsel können Versicherungsnehmer ohne Kündigungsfrist die Versicherung wechseln.

§ 92 Kündigung im Schadenfall: Im Schadenfall haben sowohl Versicherer also auch Versicherungsnehmer das Recht, innerhalb von vier Wochen nach dem Schadenfall die Autoversicherung zu kündigen.

In jeden Fall ist es wichtig darauf zu achten, dass vor der Kündigung bereits ein neuer Versicherer dem Vertrag zugestimmt hat, denn eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland zur Teilnahme am Straßenverkehr zwingend erforderlich

Wie läuft die Zulassung des Motorrads ab?

Seit Anfang des Jahres 2008 ist das elektronische Verfahren zur Zulassung von Kfz eingeführt worden. Diese Neuerung erleichtert die Abwicklung für Sie als Versicherungsnehmer. So wird keine Deckungs- oder Doppelkarte in Papierform mehr benötigt. An deren Stelle ist nun die elektronische Versicherungsbestätigungsnummer (eVB-Nummer) getreten, die Sie von Ihrem Versicherungsunternehmen erhalten. Für Ihren Besuch auf der Zulassungsstelle sollten Sie neben der eVB-Nummer auch Ihren Personalausweis, Fahrzeugschein und – brief im Gepäck haben. Anhand der eVB-Nummer kann der Sachbearbeiter auf der Zulassungsbehörde im System nachsehen, ob Ihr Motorrad versichert ist.

Wann ist eine Rabattübertragung möglich?

Unter bestimmten Bedingungen können Versicherungsnehmer die Schadenfreiheitsrabatte, die sie im Rahmen ihrer Kfz-Versicherungerhalten haben, bei einer Vertragskündigung auf andere Personen übertragen. Die Möglichkeit zur Rabattübertragung besteht allerdings nur, sofern die Rabatte nicht an ein bestimmtes Fahrzeug gekoppelt sind.
Eine weitere Voraussetzung besteht darin, dass der bisherige Versicherungsnehmer und der begünstigte Verwandte ersten Grades sind oder anderweitig in einem engen Verhältnis zueinander stehen (zum Beispiel als Partner in einer Lebensgemeinschaft). Ebenfalls möglich ist die Rabattübertragung von einer Firma auf eine Privatperson.
Bei der Rabattübertragung muss darüber hinaus beachtet werden, dass höchstens so viele schadenfreie Jahre übertragen werden dürfen, wie der Begünstigte seit seiner Führerscheinprüfung theoretisch selbst hätte sammeln können. Zudem muss der Begünstigte das Fahrzeug des Rabattüberträgers nachweislich auch selbst regelmäßig gefahren haben.
Eine Rabattübertragung ist bis zu einem halben Jahr nach Auflösung des Versicherungsvertrages möglich und muss in schriftlicher Form beantragt werden. Eine spätere Rückübertragung der schadenfreien Jahre ist nicht erlaubt.

Wie wird die Kfz-Steuer berechnet?

Wie für Autos ist auch für Motorräder die Erhebung der sogenannten Kraftfahrzeugsteuer per Gesetz festgelegt. Hierbei gilt, dass nicht nur für inländische Motorräder Steuern gezahlt werden müssen, sondern auch für ausländische Fahrzeuge, welche im deutschen Straßenverkehr genutzt werden.
Für die jeweilige Höhe der Kraftfahrzeugsteuer eines Motorrades sind nach aktuellem Stand der Hubraum und die Art des Motors ausschlaggebend. Allgemein bedeutet dies, dass pro angefangenen 25 ccm Hubraum 1,84 Euro gezahlt werden müssen. Für Motorräder mit Oldtimer-Kennzeichen wird als Kraftfahrzeugsteuer pauschal ein Betrag von 46,02 Euro erhoben.
Leichtkrafträder und andere Motorräder, deren Hubraum höchstens 125 ccm beträgt, sind von der Steuerpflicht befreit. Ebenfalls von der Zahlungspflicht entbunden sind Kleinkrafträder mit einer maximalen Geschwindigkeit von 45 km/h.
Des Weiteren ist geplant, in absehbarer Zeit die Schadstoffklasse eines Motorrades ebenfalls bei der Erhebung der Kraftfahrzeugsteuer zu berücksichtigen. Eine Möglichkeit, als Motorradfahrer Geld bei der Kraftfahrzeugsteuer zu sparen, ist die Nutzung eines Saisonkennzeichens.

Wann benötige ich eine internationale Versicherungskarte (Grüne Karte)?

Die sogenannte Grüne Karte, die auch unter dem Namen Internationale Versicherungskarte (IVK) bekannt ist, dient als international gültiger Beleg dafür, dass ein Motorrad über eine Haftpflichtversicherung verfügt.
In dem Dokument sind alle wichtigen Daten über das Motorrad, den Fahrzeughalter und die Versicherung vermerkt. In der Regel hat die Grüne Karte eine Gültigkeitsdauer von neun Jahren und ist unentgeltlich beim Anbieter der eigenen Motorradversicherung erhältlich.
Wer mit dem Motorrad von Deutschland in ein anderes EU-Land fährt (oder in ein Land, das ein Kennzeichenabkommen mit der Europäischen Union hat), benötigt in der Regel keinen internationalen Versicherungsnachweis. Hier reicht das Kennzeichen als alleiniger Versicherungsnachweis aus. Zu den Ländern mit einem Kennzeichenabkommen gehören zum Beispiel die Schweiz und Kroatien.
Bei Aufenthalten in Italien empfiehlt es sich dennoch nach wie vor, die Grüne Karte mitzuführen. Das Gleiche gilt unter anderem für Rumänien, Mazedonien, Moldawien und die Türkei.

Was sind die Vorteile eines Saisonkennzeichens?

Wenn Sie Ihr Motorrad nicht das ganze Jahr hindurch fahren, kann sich für Sie ein saisonaler Versicherungsschutz finanziell lohnen. Entscheiden Sie sich für das sogenannte Saisonkennzeichen, müssen Sie Ihr Motorrad nur einmal bei der Zulassungsstelle anmelden.
Der volle Haftpflichtversicherungsschutz fürs Motorrad gilt für den beantragten saisonalen Zeitraum. Dieser ist auf dem Kennzeichen wie auch im Fahrzeugschein ausgewiesen. Außerhalb der Saison darf das Motorrad nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegt oder im öffentlichen Raum abgestellt werden.
Da das Motorrad mit einem Saisonkennzeichen nicht das ganze Jahr gefahren werden darf, sinkt für die Motorradversicherung das Versicherungsrisiko. Die Folge ist ein deutlich günstigerer Haftpflichtbeitrag im Vergleich zum ganzjährigen Versicherungsschutz. Außerdem zahlen Sie auch nur anteilig Kfz-Steuer.
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Wenn Sie Ihr Motorrad mit Saisonkennzeichen fahren, sparen Sie gegenüber einer ganzjährigen Zulassung vor allem eines: Geld. Denn Kfz-Steuer und Versicherungsbeiträge fallen lediglich für den Zeitraum an, in dem das Motorrad gefahren werden darf.
Günstige Angebote für Motorradversicherungen mit Saisonkennzeichen finden Sie mit unserem Tarifrechner. In der Suchmaske können Sie die Saison festlegen – und erhalten für den gewünschten Saisonzeitraum passende Tarife angezeigt.
Haben Sie das richtige Angebot gefunden, sind die Kündigung der bisherigen Motorradversicherung und der Wechsel zum neuen Anbieter anschließend online schnell und unbürokratisch erledigt.

Viele Motorradfahrer benutzen ihr Motorrad nur im Sommer. Hier empfiehlt es sich, mit einem Saisonkennzeichen die Zulassung auf genau diesen Zeitraum zu begrenzen. Vorteile: Der Versicherungsnehmer muss nicht zwei Mal im Jahr die Zulassungsstelle aufsuchen, um sein Motorrad an- bzw. für den Winter vorübergehend wieder abzumelden. Der Versicherungsbeitrag fällt entsprechend geringer aus als bei einer ganzjährigen Zulassung.
Die saisonale Zulassungsdauer kann vom Versicherten gewählt werden. Er muss sich jedoch an den Zeitraum von mindestens zwei bis höchstens elf Monate halten.
Besonders für Saisonfahrzeuge sollte der Versicherungsnehmer die Tarife jedoch genau vergleichen. Während einige Versicherungen Haltern von Saisonfahrzeugen spezielle Rabatte für „Wenigfahrer“ und Garagenwagen einräumen, verlangen andere Versicherer höhere Monatsprämien für Saisonfahrzeuge als für Fahrzeuge, die das ganze Jahr zugelassen sind.

Unter welchen Voraussetzungen ist ein Saisonkennzeichen zu erhalten?
Für Saisonkennzeichen muss der Zulassungszeitraum mehrere zusammenhängende Monate umfassen – mindestens zwei und maximal elf Monate. Nur volle Monate sind möglich. Die Saison ist sowohl in der Zulassungsbescheinigung als auch auf dem Versicherungsnachweis und dem Kennzeichen vermerkt.
Das Bike dürfen Sie nur während der festgelegten Saison fahren. Außerhalb dieses Zeitraums muss Ihr Kraftrad auf einem privaten und umfriedeten Stellplatz untergebracht werden. Während der Ruhephase ist die Motorradversicherung beitragsfrei und besteht als sogenannte Ruheversicherung fort.
Bei Saisonkennzeichen für Motorräder sind der Zulassungsbeginn (beispielsweise 04 für April) und das Zulassungsende (zum Beispiel 10 für Oktober) farblich gelb unterlegt am rechten Kennzeichenrand angegeben. In diesem Beispielfall wäre das Motorrad vom 01. April bis zum 31. Oktober eines Jahres zugelassen.
Ein Saisonkennzeichen beantragen Sie bei der örtlichen Zulassungsstelle.

Was ist das Wechselkennzeichen?

Eine Alternative zum Saisonkennzeichen kann das seit dem 1. Juli 2012 erhältliche Wechselkennzeichen sein. Es erlaubt Ihnen, zwei Motorräder wechselweise mit demselben Nummernschild zu fahren.
Da für beide Motorräder jedoch die volle Kfz-Steuerlast sowie ein eigener Versicherungsschutz fällig sind, muss jeder Motorradfahrer selbst entscheiden, ob das Wechselkennzeichen für ihn eine Alternative ist. Wechselkennzeichen können Sie – wie Saisonkennzeichen – bei den zuständigen Zulassungsstellen beantragen.

Was ist die Ruheversicherung?

Unter dem Begriff Ruheversicherung versteht man einen Zeitraum, in dem ein Fahrzeug nicht genutzt wird, aber nach vorheriger Absprache trotzdem Versicherungsschutz genießt.
Wer sein Fahrzeug in einem Zeitraum von mindestens zwei Wochen und höchstens einem Jahr stilllegen will, kann bei seiner Gesellschaft eine sogenannte Ruheversicherung beantragen. In dieser Zeit gilt der bisherige Versicherungsschutz − egal, ob Haftpflicht- oder Kaskoversicherung − ganz normal weiter, allerdings werden für diesen Zeitraum keine zusätzlichen Versicherungsbeiträge bei der Motorradversicherung erhoben.
Wichtig ist jedoch, dass das Fahrzeug in der angegebenen Zeitspanne tatsächlich nicht genutzt wird. Darüber hinaus darf es während seiner Stilllegung nicht an öffentlichen Orten abgestellt werden.
Sollten Nutzungsunterbrechung und Ruheversicherung länger als ein Jahr dauern, endet das ursprüngliche Versicherungsverhältnis für das Fahrzeug automatisch. Bei Bedarf muss dann ein neuer Versicherungsvertrag abgeschlossen werden.

Was der Schutzbrief leistet

Viele Versicherer bieten optional zubuchbar den sogenannten Schutzbrief.
Die darin enthaltenen Leistungen variieren hier von Anbieter zu Anbieter: Ein Schutzbrief umfasst in der Regel die Gewährleistung kostenloser und schneller Hilfe bei Unfällen. Wesentliche Leistungen sind beispielsweise die Übernahme von Übernachtungskosten sowie die Bereitstellung des Kranken- und Fahrzeugrücktransportes beziehungsweise eines kostenlosen Mietwagens.
Besonders im Hinblick auf Unfälle im Ausland ist der Schutzbrief interessant, da damit auch oft die Kosten abgedeckt werden, die die ausländische Versicherung der Gegenseite unter Umständen nicht übernimmt. Ebenfalls mitversichert sind der Diebstahl von Dokumenten und ein vorzeitiger Abbruch der Reise.
Allerdings ist es nicht unbedingt nötig, im Rahmen einer Kfz-Versicherung einen zusätzlichen Schutzbrief abzuschließen. Bei einer Mitgliedschaft in einem Automobilclub sind in der Regel bereits alle genannten Leistungen abgedeckt. Wer also bereits Mitglied in einem Automobilclub ist, sollte vorher in Erfahrung bringen, ob ein zusätzlicher Schutzbrief überhaupt nötig ist.
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Wozu benötigt?
Viele Versicherer bieten diesen zusätzlichen Schutz an, der Ihnen bei einem Motorrad-Unfall, einer Panne oder dem Diebstahl Ihres Motorrads wertvolle Dienste leistet. Aber auch bei Erkrankung, Verletzung oder Tod des Motorradfahrers tritt der Schutzbrief in Kraft. Das Leistungspaket kann von Versicherungsgesellschaft zu Versicherungsgesellschaft unterschiedlich ausfallen. Die Leistungen aus dem angebotenen Paket gelten aber meist europaweit und beinhalten bspw. kostenlose Unfall- und Pannenhilfe, den Rücktransport von Fahrer und Motorrad im Krankheitsfall, Übernachtungskosten, ein Ersatzfahrzeug uvm. In vielen Fällen ist der Schutzbrief bereits Bestandteil der Haftpflichtversicherung.

Hier gelangen Sie zum Schaden-Service Ihres Versicherers

Nachfolgend finden Sie Links zu den Vertrags-Service-Seiten diverser Versicherer. Dort können Sie Ihre Anschrift ändern, eine neue Bankverbindung hinterlegen oder einen Schaden melden. Ändert sich infolge einer Heirat Ihr Name haben Sie auf jenen Seiten die Möglichkeit, Ihren Versicherer darüber in Kenntnis zu setzen. Je nach Versicherer stehen Ihnen weitere Service-Angebote zur Verfügung.

 

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