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Wesentliches zur Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung dient der Vorsorge der Hinterbliebenen. Sie wird für den Todesfall der versicherten Person abgeschlossen. Tritt der Versicherungsfall ein, erhalten die festgelegten Angehörigen eine Geldzahlung. Ausgezahlt wird die vereinbarte Versicherungssumme. Da bei der Versicherung alle Beiträge ausschließlich für den Todesfall des Versicherten investiert werden, gilt diese Absicherung als sehr kostengünstig.

 

Eine Versicherung für Familien

 

Diese Versicherung kommt klassisch zum Schutz von Familien zur Anwendung, wenn der Allein- oder Hauptverdiener verstirbt. Geht nur ein Ehepartner arbeiten oder trägt er den größten Anteil zum Haushaltseinkommen bei, steht eine Familie häufig vor dem finanziellen Nichts, wenn das gewohnte Einkommen durch den Todesfall überraschend entfällt. Deshalb empfiehlt sich der Abschluss einer Lebensversicherung für den Todesfall. Tritt der Versicherungsfall ein, erhalten die Hinterbliebenen die vereinbarte Versicherungsleistung. Sie können damit die erste Zeit nach dem Tod finanziell überbrücken, sie können die Bestattungskosten zahlen, sie können Schulden und regelmäßige monatliche Ausgaben bestreiten. Auf Wunsch kann die Todesfallversicherung um zusätzliche Bausteine wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung ergänzt werden. In der Regel wird diese Lebensversicherung mit einer konstanten Versicherungssumme abgeschlossen. Das heißt, die Versicherungssumme bleibt über viele Jahre unverändert. Als Richtlinie kann gelten, eine Versicherungssumme von zwei Jahreseinkommen zu vereinbaren.

 

Ideale Absicherung für Immobilienbesitzer

 

Auch für die Käufer von Immobilien ist die Risikolebensversicherung zur Absicherung geeignet. Sie wird hier häufig als Restkreditversicherung bezeichnet und von manchen Banken sogar gefordert, wenn ein Darlehens- oder Kreditvertrag abgeschlossen werden soll. Allerdings darf die Bank nicht verlangen, dass eine Restkreditversicherung bei einem bestimmten Versicherer unterschrieben wird, denn als Kredit- oder Darlehensnehmer haben Sie das Recht der freien Entscheidung. Die Absicherung eines Kredit- oder Darlehensvertrags besteht darin, dass im Fall Ihres Ablebens die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt wird und zur Tilgung des Darlehens aufgewandt wird. Deshalb wird in der Regel eine fallende Versicherungssumme vereinbart. Dadurch wird die Versicherungsprämie Schritt für Schritt günstiger.

So lässt sich der Versicherungsschutz anpassen

 

Wenn eine Lebensversicherung für den Todesfall für viele Jahre abgeschlossen ist, ändern sich die familiären Gegebenheiten vielleicht im Lauf der Zeit. Stellen Sie irgendwann fest, dass die Lebensversicherung für Ihren Todesfall nicht mehr erforderlich ist, können Sie den bestehenden Vertrag in eine Kapitallebensversicherung umändern. Vielleicht konnten Sie in der jüngeren Vergangenheit finanzielle Reserven aufbauen und wollen diese in die Versicherung einbringen, um Ihre Altersvorsorge aufzustocken. Auch das ist möglich. Eine Gesundheitsprüfung fällt für diese Vertragsänderung nicht an. Allerdings sollten Sie den Umtausch frühzeitig und spätestens nach Ablauf von zehn Jahren vornehmen, damit sich der Aufbau Ihrer Altersvorsorge noch rentiert.

 

Kein Vertragsabschluss ohne Risikoprüfung

 

In der Regel wird der Versicherer eine Gesundheitsprüfung verlangen, bevor er Ihrem Vertragsabschluss zustimmt. Das ist nötig, weil es sich um einen Versicherungsvertrag für Ihren Todesfall handelt. Der Versicherer bewertet mit den Gesundheitsfragen sein Risiko, dass der Versicherungsfall frühzeitig oder mit hoher Sicherheit eintritt. Sie müssen alle Fragen wahrheitsgemäß und vollständig beantworten, um sich keiner vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung schuldig zu machen. Der Vorteil der Gesundheitsprüfung ist, dass gesunde Versicherte und Nichtraucher bei vielen Versicherern von besonders günstigen Beiträgen profitieren.

 

So verhalten Sie sich im Versicherungsfall

 

Im Todesfall der versicherten Person wird die Versicherungssumme an die berechtigten Personen ausgezahlt. Sind diese nicht benannt, fällt sie in den Nachlass. Im Versicherungsfall müssen Sie die Versicherung innerhalb von drei Tagen informieren. Die Versicherung wird Sie dann darüber informieren, welche Unterlagen Sie einreichen müssen. Dazu gehören regelmäßig die Versicherungsurkunde im Original, der Totenschein, der Personalausweis und die Geburtsurkunde. Behalten Sie alle Unterlagen bei sich in Kopie und verschicken Sie die Originale mit Einschreiben und Rückschein an den Versicherer. Der Rückschein dient Ihnen als Nachweis, dass Sie alle Unterlagen fristgemäß eingereicht haben. Die Leistungen aus der Risikolebensversicherung unterliegen nicht der Einkommenssteuer. Sie haben auf die Auszahlung also keine Steuer zu zahlen.

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Häufig gestellte Fragen

Weshalb ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?
Die Risikolebensversicherung ist eine Vorsorgemaßnahme für den Todesfall. Stirbt der Versicherte, wird die vereinbarte Versicherungssumme an die eingetragenen berechtigten Bezugspersonen ausgezahlt. Todesursachen können beispielsweise eine Krankheit oder ein Unfall sein.
Laufzeiten ausreichend lang wählen

Die Laufzeit der Police hängt vor allem von der individuellen Versorgungssituation ab. Wollen Sie Ihre Angehörigen finanziell absichern, sollte die Vertragsdauer möglichst lange gehen. So stellen Sie sicher, dass beispielsweise Ihre Kinder bis zum Abschluss der Ausbildung und dem ersten eigenen Einkommen versorgt sind.

Bei Geschäftspartnern kommt es beispielsweise darauf an, wie lange eventuelle gemeinsam aufgenommene Kredite laufen. Da beim Tod der versicherten Person auf seinen Geschäftspartner durch den Kredit hohe finanzielle Belastungen zukommen können, ist die Risikolebensversicherung in Form einer Restschuldversicherung eine gute Möglichkeit der Kreditabsicherung.

Insgesamt vier Parteien sind in einer Risikolebensversicherung zu berücksichtigen:
Der Versicherungsnehmer:
Der Versicherungsnehmer ist der Vertragspartner für den Versicherer. Vertraglich trägt er alle Pflichten und Rechte. Das betrifft vor allem die Bezahlung der vereinbarten Prämie.
Die versicherte Person:
Das Leben der versicherten Person ist Bestandteil des Versicherungsvertrages. Sie muss nicht zwingend der Versicherungsnehmer sein.
Die bezugsberechtigte Person:
Bezugsberechtigte Personen sind im Versicherungsvertrag definiert. Im Todesfall der versicherten Person erhalten sie die festgelegte Versicherungssumme ausbezahlt. Ist die versicherte Person gelichzeitig der Versicherungsnehmer, wird die Versicherungssumme der Risikolebensversicherung zum Nachlass gezählt. Das bedeutet, sie wird nach der Erbquote anteilig an die Erben verteilt.

Tipp: Um von vorne herein Zweifel an den bezugsberechtigten Personen zu vermeiden, ist die eindeutige Benennung der Bezugspersonen im Vertrag wichtig. Verwenden Sie lieber keine Spitznamen.
Der Versicherer:
Das Versicherungsunternehmen ist der Vertragspartner des Versicherungsnehmers. Es zahlt im versicherten Todesfall die Versicherungssumme aus.
Unterschiede zur Sterbegeldversicherung

Die Sterbegeldversicherung ist wie die Risikolebensversicherung eine Risikoversicherung. Sie dient auch der Versorgung der Hinterbliebenen im Todesfall. Allerdings ist die Sterbegeldversicherung (häufig auch Todesfallversicherung genannt) in der Regel auf kleine Versicherungssummen ausgelegt.

Der Grund: Hauptsächlich sollen mit ihr die Bestattungskosten des Verstorbenen bezahlt werden. Daher liegen die Versicherungssummen meist zwischen 5.000 und 20.000 Euro.

Was sind die Leistungen der Risikolebensversicherung?
Varianten
Im Grunde ist der Zweck einer Risikolebensversicherung einfach: Beim Tod der versicherten Person zahlt die Versicherung eine festgelegte Summe an die Berechtigten aus. Dennoch gibt es zahlreiche Versicherungsvarianten. Sie unterscheiden sich vor allem im unterschiedlichen Verlauf der Versicherungssumme und im eingeschlossenen Personenkreis.

Vor dem Abschluss eines Vertrages sollten Sie sich gut überlegen, für welchen konkreten Fall Sie die Risikolebensversicherung abschließen möchten. Es gibt Risikolebensversicherungen
mit konstanter Versicherungssumme: Sie wird am häufigsten abgeschlossen. Bei dieser Variante wird die Versicherungssumme bei Vertragsabschluss festgelegt. Stirbt die versicherte Person während der vereinbarten Laufzeit, zahlt der Versicherer die Summe aus.
mit linear fallender Versicherungssumme: So eine Police ist beispielsweise zu einer Darlehensabsicherung sinnvoll. Mit fortschreitender Darlehenstilgung sinkt auch die Versicherungssumme. Damit ist gewährleistet, dass beim Tod des Versicherten mit dem Geld aus der Risikolebensversicherung die Raten des Darlehens weiter bezahlt werden können. Wichtig: Diese Variante bietet sich an, wenn eine konstante Darlehenstilgung vorliegt.
mit annuitätisch fallender Versicherungssumme: Im Unterschied zu einer Risikolebensversicherung mit linear fallender Versicherungssumme nimmt hier die Versicherungssumme zuerst in kleinen und im Verlauf der Zeit mit immer größeren Schritten ab.
mit technisch einjährig kalkulierten Beiträgen: Diese Versicherungsform ist recht neu. Sie bietet sich beispielsweise für junge Familien an. Diese haben oft noch kein großes Vermögen auf der hohen Kante. Sie schließen oft Risikolebensversicherungen mit zu kurzen Laufzeiten ab, um die Beiträge gering zu halten.

Das Problem: Wegen einer zu geringen Laufzeit muss eventuell im Anschluss eine neue Risikolebensversicherung abgeschlossen werden. Das kann teuer werden. Eine erneute Gesundheitsprüfung ist erforderlich und die Beiträge können aufgrund des gestiegenen Eintrittsalters empfindlich höher ausfallen.

Bei den einjährig kalkulierten Versicherungen werden die Beiträge jährlich neu berechnet, da das Todesrisiko mit dem Alter steigt. Damit ist der Beitrag am Anfang niedrig, weil ein niedriges Eintrittsalter und die kurze Laufzeit von einem Jahr zugrunde gelegt werden. Mit längerer Laufzeit steigt der Beitrag und passt sich dem steigenden Risiko an. Wird die Versicherung nicht mehr benötigt, kann der Versicherungsnehmer sie kündigen.
Einige Tarife bieten auch die Option, zunächst die Versicherungssumme linear und später fallend oder frei wahlfrei zu vereinbaren.
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Leistungen
Ist die versicherte Person durch Unfall oder Krankheit verstorben, leistet die Versicherung mit der vereinbarten Versicherungssumme und zahlt sie an die Bezugsberechtigten aus. Für diesen Vorgang muss die Versicherung natürlich Kenntnis vom Tod haben. Auch muss der Tod schriftlich bestätigt werden, beispielsweise durch den Totenschein. Auch wenn der Tod gewaltsam – beispielsweise bei einem Mord – geschieht, zahlt die RLV. Allerdings warten die Gesellschaften in aller Regel den Abschluss der Ermittlungen ab. Normalerweise erfolgt die Auszahlung binnen weniger Wochen.

Tritt der Versicherungsfall ein, erfährt die Versicherung nicht automatisch davon. Ist der Versicherungsnehmer – was häufig der Fall ist – gleichzeitig auch die versicherte Person, kann er seinen Tod natürlich nicht selbst melden und die Auszahlung der Police in die Wege leiten. Wissen die Angehörigen von der RLV, können sie die Versicherungsgesellschaft informieren und mit den notwendigen Informationen und schriftlichen Nachweisen versorgen. Die Information der bezugsberechtigten Personen übernimmt die Versicherung.

Die Versicherungssumme wird mit dem Tod des Versicherten fällig. Die Gesellschaft prüft aber zuerst, ob die Ansprüche rechtens sind oder ob ein Versicherungsausschluss vorliegt.

Wenn die Angehörigen von der Existenz der Versicherung nichts wissen, wird dies im Normalfall bei der Nachlassverwaltung offenbart – und die Versicherung kann spätestens dann benachrichtigt werden. Verweigert die Versicherung eine Auszahlung, müssen die bezugsberechtigten Personen dem Bescheid widersprechen und ihre Ansprüche nachweisen.

Varianten
Um den unterschiedlichen Lebensmodellen und –bedürfnissen gerecht zu werden, gibt es verschiedene Varianten der Risikolebensversicherung. Sie unterscheiden sich im Wesentlichen im versicherten Personenumfang und der Versicherungssumme.
Bei der klassischen Risikolebensversicherung wird das Leben einer einzigen Person – in aller Regel der Hauptverdiener– versichert. Die Versicherungssumme ist konstant. Das bedeutet, die Beiträge werden zu Versicherungsbeginn festgelegt und ändern sich im Normalfall über die Versicherungslaufzeit nicht.
Bei der verbundenen Risikolebensversicherung können die Leben mehrerer Personen in einem Vertrag versichert werden. Stirbt eine dieser Personen während der Laufzeit, wird die Versicherungssumme ausbezahlt.
Wichtig: Der Betrag wird nur einmal gezahlt, auch wenn während der Vertragszeit mehrere, der in der Police genannten, Personen sterben.
Die Risikolebensversicherung mit linear fallender Versicherungssumme wird gerne für die Absicherung von Krediten abgeschlossen. Die Versicherungssumme wird an das abzuzahlende Darlehen angepasst. Schrumpft mit den Jahren die Darlehenslast kontinuierlich, sinken auch die vereinbarte Deckungssumme und somit Beiträge der Risikolebensversicherung.

Diese Variante der Risikolebensversicherung wird auch mit einer annuitätisch fallenden Versicherungssumme angeboten. Das bedeutet nichts anderes, als das die Versicherungssumme zunächst nur in kleinen, mit der Zeit aber in immer größeren Schritten sinkt. Dies bietet sich beispielsweise an, wenn ein Kredit nicht konstant getilgt wird, sondern mit zunehmender Laufzeit immer höhere Tilgungsraten anfallen. Sinnvoll ist diese Variante vor allem, um eine Unterversicherung zu verhindern.
Bei einer weiteren Form der Risikolebensversicherung werden die Beiträge jedes Jahr neu kalkuliert. Sie wird vor allem von jungen Familien genutzt. Sie profitieren bei Versicherungsbeginn von relativ günstigen Beitragssätzen, die mit zunehmender Laufzeit aufgrund der steigenden Risiken für die Versicherungsgesellschaft (beispielsweise das fortschreitende Alter der versicherten Person, Krankheiten) steigen.

Verbundene RiLV
Risikolebensversicherungen sind Todesfallversicherungen das heißt, sie dienen als Hinterbliebenenschutz. Hinterbliebene, die von einer Person wirtschaftlich abhängig sind, erhalten als bezugsberechtigte Personen im Todesfal des Versicherten die vereinbarte Versicherungsleistung. Es gibt im Grunde drei Formen der Risikolebensversicherung: klassische, fallende und verbundene Risikolebensversicherung (RLV).
Der Unterschied zwischen einer verbundenen Risikolebensversicherung und den beiden anderen Formen liegt darin, dass sie als Partnervertrag abgeschlossen wird. Ehe-, Lebens- oder Geschäftspartner können eine verbundene RLV abschließen, um sich gegenseitig oder Angehörige finanziell abzusichern. Jedoch kann auch ein Enkel mit einem seiner Großeltern eine solche Police abschließen. Sie fungiert dann quasi als Ausbildungssicherung.
Eine verbundene Risikolebensversicherung lohnt sich vor allem für verheiratete Paare ohne Kinder oder wenn sich zwei Geschäftspartner gegenseitig absichern möchten. Sie kann mit einer konstanten oder fallenden Versicherungssumme abgeschlossen werden. Interessierte sollten sich kostenlos und umfassend über die RLV informieren.

Wann leistet die Risikolebensversicherung nicht?
Eine Risikolebensversicherung erklärt sich praktisch von selbst: Sie deckt die finanziellen Risiken von der versicherten Person nahestehenden Menschen im Todesfall ab. Läuft der Vertrag aus und die versicherte Person lebt noch, wird die Versicherungssumme nicht fällig. Auch werden gezahlte Beiträge nicht erstattet.

Generell ist eine Risikolebensversicherung 24 Stunden am Tag weltweit gültig. Manche Ausnahmeregelungen bestehen bei einigen Versicherern, wenn sich die versicherte Person in Krisengebieten aufhält. Hier ist das Risiko zu sterben viel höher.

Tritt ein Versicherungsfall aufgrund von Selbstmord ein, zahlt der Versicherer in der Regel, wenn der Freitod mindestens drei Jahre nach Vertragsunterzeichnung eintritt. Es gibt aber auch Gesellschaften, die Suizid gänzlich ausschließen. Auch falsche Angaben zu Versicherungsbeginn können im Versicherungsfall dazu führen, dass die Versicherungsgesellschaft nicht zahlen muss. Wurden etwa Risikoquellen, wie Motorradfahren oder Rauchen, verschwiegen, kann die Versicherung in vielen Fällen die Zahlung verweigern.
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Ausschlüsse
Risikolebensversicherungen werden abgeschlossen, um bestimmte Personen, die vom Versicherten wirtschaftlich abhängig sind, vor existentiellen Nöten (Verdienstausfall) zu schützen, die bei dessen Versterben entstehen können. Eine einfache RLV dient nicht der Kapitalbildung. Sie ist eine Todesfall- und keine Erlebensfallversicherung. Deshalb kann sie auch nie ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden. Wer bei der Gesundheitsprüfung falsche Angaben macht, der hat keinen Anspruch auf Versicherungsleistungen.
In Fällen von spezifischen Krankheiten lehnen die Versicherer eine Versicherung von vornherein ab. Versicherungen zahlen meist nicht bei Selbstmord, Tod in Krisengebieten, Tod im Kriegseinsatz oder bei grob fahrlässigen Verletzungen der Anzeigepflicht.In der Regel ist bei einer Risikolebensversicherung auch der Unfalltod mit abgesichert. Viele Versicherungen bieten ihren Kunden die Möglichkeit, die Todesfallsumme über eine zusätzliche Unfallversicherung aufzustocken.

Welche Zusatzversicherungen sind möglich?
Die Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ)
Ein Versicherungsschutz bei einer Berufsunfähigkeit des Versicherungsnehmers kann in der Risikolebensversicherung mit abgeschlossen werden. Dann zahlt die Versicherung auch, wenn die versicherte Person nicht mehr arbeiten kann. Diese Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (kurz BUZ) übernimmt dann die Beiträge für die Risikolebensversicherung und zahlt eine monatliche Rente, wenn dies vertraglich vereinbart ist.

Wenn Ihnen dieser Baustein wichtig ist, sollten Sie vor dem Abschluss einer Risikolebensversicherung prüfen, ob der Anbieter einen guten und preiswerten Berufsunfähigkeitsschutz anbietet. Auch sollten die Laufzeiten von BUZ und Risikolebensversicherung identisch sein.
Die Unfall-Zusatzversicherung
Eine sogenannte Unfall-Zusatzversicherung, die ähnliche Leistungen wie eine eigenständige Unfallversicherung beinhaltet, können Sie ebenfalls optional in die Risikolebensversicherung mit einschließen. Sie bewirkt, dass sich die vereinbarte Versicherungssumme verdoppelt, wenn Sie als versicherte Person durch einen Unfall zu Tode kommen.

Welche Versicherungssumme ist sinnvoll?
Die Höhe der Versicherungssumme ist individuell sehr verschieden und richtet sich nach den persönlichen Bedürfnissen und Lebensumständen der versicherten Person und der Bezugsberechtigten. Einige Bespiele verdeutlichen Ihnen, welche Parameter wichtig bei der Festlegung der Summe sein können.
Sie haben als Selbstständiger zusammen mit einem Geschäftspartner einen Kredit abgeschlossen. Da bietet es sich an, als Versicherungssumme mindestens diesen Betrag einzutragen. Im Todesfall kann der Kredit durch die ausbezahlte Versicherungssumme weiter bedient werden und Ihr Unternehmen beziehungsweise Ihr Geschäftspartner kommt nicht in finanzielle Schieflage.
Ein privater Hausbau ist durch ein Darlehen finanziert. Auch hier sollte in jedem Fall die Höhe des Darlehens als Versicherungssumme genommen werden. So ist Ihre Familie bei Ihrem eventuellen Tod finanziell abgesichert und kann die Raten fürs Eigenheim weiter bezahlen. Oft eignet sich zur Kreditabsicherung auch eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme (häufig auch Restschuldversicherung genannt)
Wenn sie der Hauptverdiener der Familie sind, ist beim Abschluss einer Risikolebensversicherung ein Richtwert, rund das drei- bis Fünffache Ihres Jahresgehalts als Versicherungssumme anzugeben. Damit kann Ihre Familie den gewohnten Lebensstandard für die nächsten Jahre fortführen, auch wenn Sie sterben sollten.

Welche Tarifmerkmale sollten Sie auf jeden Fall kennen?
Welche Variante der Risikolebensversicherung für Sie in Frage kommt, kann nicht pauschal beantwortet werden. Dies ist eng mit der persönlichen Lebenssituation verknüpft. Für junge Familien bietet sich eine klassische Risikolebensversicherung ebenso wie die Variante mit jährlich kalkulierten Beiträgen an. So kann der Schutzbedarf immer angepasst und gegebenenfalls auch aufgekündigt werden.

Wird die Risikolebensversicherung dagegen vorrangig zur Absicherung von Krediten verwendet, empfiehlt sich ein Model mit fallenden Summen. Risikolebensversicherungen werden in aller Regel nicht als Absicherung eines kurzfristigen Risikos abgeschlossen. Der Sinn steht den Versicherungsnehmern im Gegenteil im langfristigen Schutz von Angehörigen oder Geschäftspartnern.

Deshalb ist es essentiell, die Laufzeit ausreichend zu wählen. Die Devise lautet hier: Im Zweifel lieber länger. Auch wenn dadurch die Beiträge etwas höher ausfallen, ist der Anstieg in der Regel nicht signifikant und der verlängerte Schutz macht die Mehrbelastung wett.

Laufzeit ausreichend lang wählen

Für eine junge Familie heißt das: Die Laufzeit der Risikolebens-Police sollte solange dauern, bis die Familie wahrscheinlich genug Eigenkapital angespart hat, um beim Tod des Versicherten das entstehende finanzielle Defizit aus eigenen Mitteln auffangen zu können.

Damit einhergehend ist die Höhe der Versicherungssumme von entscheidender Bedeutung. Ist sie zu niedrig angesetzt, kann es im Versicherungsfall vorkommen, dass die Angehörigen aufgrund einer Deckungslücke ihren gewohnten Lebensstandard trotz der Versicherungsleistung nicht halten können und deutliche Abstriche notwendig werden. Deshalb ist die Vereinbarung einer Nachversicherungsgarantie ratsam.

Achten Sie deshalb bei der Auswahl des Versicherungstarifs nicht ausschließlich auf den günstigen Preis. Hat ein anderer Versicherer für wenige Euro im Jahr mehr ein Angebot mit einem deutlich umfangreicheren Leistungskatalog zu bieten, sollte dieser Aspekt ausschlaggebend beim Abschluss sein.

Bezugsrecht
Risikoversicherungen, wie die Berufsunfähigkeits- oder Risikolebensversicherung sollen bestimmte Personen gegen finanzielle Risiken absichern, die durch einen Unfall oder bei Tod entstehen können. Die Risikolebensversicherung ist ein reiner Todesfallschutz und dient nicht, wie eine Kapitallebensversicherung, der Kapitalbildung bzw. als Altersvorsorge. Das heißt, die RLV zahlt nur im Todesfall der versicherten Person.
Risikolebensversicherungen werden in verschiedenen Formen angeboten. Interessierte sollten sich daher darüber im Klaren sein, zu welchem Zweck Sie die Versicherung abschließen und wer davon profitieren soll. Wer gemäß Versicherungsschein das Bezugsrecht hat, der hat im Versicherungs- bzw. Todesfall Anspruch auf die Versicherungssumme. Als bezugsberechtigte Personen kann der Versicherungsnehmer, eintragen lassen, wen er will. Manchmal ist die Anzahl der Bezugsberechtigten begrenzt. Weitere und kostenlose Informationen zur RLV finden Sie hier.

Versicherte Person
Eine Risikolebensversicherung (RLV) fungiert als Hinterbliebenenversicherung bzw. Todesfallschutz. In der Regel ist der Versicherte zugleich auch der Beitragszahler. Jeder kann für sich selbst und für eine weitere andere Person (verbundene RLV) eine Risikolebensversicherung abschließen. Es ist auch prinzipiell möglich aber nicht üblich, dass ein Dritter die Beitragszahlung übernimmt. Am wichtigsten ist, dass sowohl versicherte Person als auch bezugsberechtigte Personen klar im Versicherungsschein benannt werden.
Im Grunde kann der Versicherungsnehmer alle diese Faktoren ebenso frei bestimmen, wie die Höhe der Versicherungssumme und die Laufzeit. Wenn die versicherte Person während der Versicherungslaufzeit verstirbt, erhalten die Bezugsberechtigten die vertraglich vereinbarten Leistungen. In der Regel gibt es bei der RLV keine Wartezeit und keine Mindesteinzahlung. Die versicherte Person muss jedoch stets eine Gesundheitsprüfung machen. Mit einer verbundenen RLV können sich am besten Ehe-, Lebens- und Geschäftspartner gegenseitig absichern.

Nachversicherung
Eine reine Risikolebensversicherung soll für einen Todes- bzw. Verdienstausfall Hinterbliebene absichern, die vom Versicherungsnehmer frei bestimmt werden können. Sie dient nicht wie eine kapitalbildende Lebensversicherung der Kapitalbildung. Die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme wird nur dann fällig, wenn der Versicherte verstirbt. Es gibt RLV mit gleichbleibender oder fallender Versicherungssumme.
Wer feststellt, dass die vereinbarte Versicherungssumme zu niedrig angesetzt war, kann innerhalb von zehn Jahren nach Vertragsabschluss die Versicherungssumme erhöhen. Dies ist die Nachversicherungsgarantie. Wer die Summe erhöhen möchte, der muss keine neue Gesundheitsprüfung ablegen. Es gibt jedoch meist folgende Voraussetzungen bezüglich einer Nachversicherungsgarantie: Eintritt in die Selbstständigkeit /Berufseintritt nach der Lehre/Erhalt eines akademischen Grades/Heirat/Kindergeburt/Adoption.
Es gibt auch manchmal die Möglichkeit die Versicherungssumme zu verringern. Beispielsweise im Zuge einer Beitragsfreistellung. Außerdem gibt es bei manchen Versicherungen auch ein Umtauschrecht. Bei einer Umwandlung einer RLV in eine Kapitallebensversicherung erhöhen sich die Beiträge.

Was beeinflusst den Beitrag?
Entscheidend bei der Beitragsbemessung ist unter anderem die Höhe der Versicherungssumme. Je höher sie gewählt ist, desto teurer ist der Beitrag. Daneben gibt es noch weitere Faktoren, die eine Rolle spielen können.
Das Eintrittsalter:
Je früher Sie eintreten, desto günstiger der Beitrag, lautet die Faustregel. Denn in jungen Jahren ist ein Todesfall unwahrscheinlicher als im Alter.
Die Laufzeit.
Läuft ein Vertrag beispielsweise nur bis zum 60. Lebensjahr, ist der Versicherungsbeitrag geringer als wenn er bis zum 70. Lebensjahr laufen würde. Grund: Mit jedem Jahr steigt das Sterberisiko.
Die Versicherungssumme:
Je höher die Versicherungssumme gewählt ist, desto mehr Kapital muss die Versicherung bei der Auszahlung aufwenden. Daher wird dieses Risiko bei der Höhe der Beiträge berücksichtig.

Die Lebensgewohnheiten:
Eine gesunde Lebensweise schlägt sich in niedrigen Beitragssätzen nieder. Wer regelmäßig Sport treibt und sich gesund ernährt, kommt billiger davon als beispielsweise Übergewichtige oder Raucher. Auch gefährliche Hobbies wie Motorradfahren treiben den Beitrag in die Höhe.
Der Beruf:
Manche leben beruflich gefährlich als andere. Der Berufstaucher geht bei seiner Arbeit ein höheres Risiko ein umzukommen als etwa ein Versicherungsangestellter. Das berücksichtigen die Versicherer in der Regel.
Die Erkrankungen:
Wenn Sie bereits krank sind oder ihr Risiko hoch ist, künftig bestimmte Krankheiten zu bekommen, können Ihre Beiträge unter Umständen höher ausfallen.

Beitragsverrechnung
Mit einer Risikolebensversicherung werden Hinterbliebene gegen finanzielle Risiken abgesichert, die durch den Tod des Versicherten entstehen können. Wenn während der RLV-Vertragslaufzeit weniger Personen sterben als anfangs angenommen oder die Verwaltung kostensparend arbeitet, kann es zu Überschüssen kommen. Diese werden dann mit dem Tarifbeitrag (Bruttobeitrag) verrechnet, woraus sich der Zahlbeitrag (Nettobeitrag) ergibt.
Der Zahlbeitrag kann jedoch nicht für die gesamte Laufzeit garantiert werden, da die Verwaltungskosten oder die Sterblichkeitsrate wieder ansteigen kann. Der Tarifbeitrag ist eine Beitragsobergrenze. Eine andere Variante der Überschussbeteiligung ist der Todesfallbonus oder die verzinsliche Ansammlung.

Bruttobeitrag
Eine Risikolebensversicherung (RLV) ist eine Todesfallversicherung d.h., die vereinbarte Versicherungssumme wird nur dann bezahlt, wenn der Versicherte verstirbt. Die Beitragszahlung setzt sich aus einem Kosten- und einem Risikoanteil zusammen. Der Kostenanteil beinhaltet hauptsächlich die Verwaltungskosten. Der Risikoanteil wird mithilfe von Sterbetafeln (Sterbewahrscheinlichkeiten) vorsichtig berechnet. Der durch diese beiden Kostenfaktoren errechnete Betrag ergibt den sogenannten Bruttobeitrag, der auch oft als Tarifbeitrag bezeichnet wird. Dieser stellt den Beitrag dar, denn ein Versicherungsnehmer maximal zahlen muss. Diese Beitragsobergrenze ist vertraglich garantiert, kann sich jedoch während der Vertragslaufzeit durch erwirtschaftete Mehreinnahmen verringern. Denn Überschüsse müssen an die Versicherten weitergegeben werden.
Wenn die Verwaltung kosteneffizient arbeitet und weniger Personen als kalkuliert versterben, kommt es in der Regel zu Mehreinnahmen. Es gibt meist drei Tarifvarianten den Versicherten Überschüsse zukommen zu lassen: Todesfallbonus, Beitragsverrechnung und die verzinsliche Ansammlung. Bei der Beitragsverrechnung werden Überschüsse mit dem Tarifbeitrag verrechnet, woraus sich der Zahlbeitrag ergibt. Dieser Beitrag liegt unter dem Bruttobeitrag und ist vom Versicheten tatsächlich monaltich, vierteljährlich oder jährlich – je nach Zahlweise – zu entrichten. Es ist jedoch nicht garantiert, dass er konstant niedirg bleibt bzw. dauerhaft unter dem Bruttobeitrag liegt, da er von dynamischen Größen abhängt (z.B. Sterberaten).

Nettobeitrag
Bei der Risikolebensversicherung wird zwischen Brutto- und Nettobeitrag unterschieden. Der Bruttobeitrag wird oft auch als Tarifbeitrag und der Nettobeitrag wird oft als Zahlbeitrag bezeichnet. Der Bruttobeitrag wird anhand von zwei Faktoren bestimmt: Verwaltungskosten und Risikoanteil. Der Risikoanteil wird mittels Sterbetafeln (Sterbewahrscheinlichkeiten) berechnet. Zudem fließen bei der Beitragsberechnung individuelle Risikofaktoren (z.B. Raucher) mit ein. Der errechnete Risikoanteil ergibt in Verbindung mit den aufzuwendenen Verwaltungskosten den maximal zu zahlenden Beitrag – den Bruttobeitrag.
Sollten weniger versicherte Personen als erwartet sterben und/oder die Verwaltungskosten günstiger als erwartet ausfallen, entstehen Überschüsse. Diese müssen an die Versicherungsnehmer zurückgegeben werden. Hierfür gibt es verschiedene Verfahren. Die gängigste Variante der der Überschussbeteiligung ist die Beitragsverrechnung. Durch diese Verrechnung reduziert sich der Bruttobeitrag/Tarifbeitrag. Dieser neu berechnete Beitrag stellt den Netto- bzw. Zahlbeitrag dar, den der Beitragszahler tatsächlich an die Versicherung zahlen muss. Die Absenkung bzw. der Nettobeitrag ist nicht über die gesamte Versicherungslaufzeit garantiert, da er von dynamischen Faktoren abhängt (Verwaltungskosten und Sterberate).

Wie wird Risikolebensversicherung steuerlich behandelt?
Beiträge einer Risikolebensversicherung sind bis zu einem bestimmten Höchstbetrag steuerlich absetzbar. Sie zählen zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen. Die Grenze für die Absetzbarkeit liegt bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern derzeit bei 1.900 Euro. Freiberufler und Selbstständige können bis zu 2.800 Euro an Sonderausgaben absetzen. Bei einer Auszahlung fällt keine Einkommensteuer an – unter Umständen jedoch eine Erbschaftssteuer.

Ein Kniff erspart die Erbschaftssteuer

Bei verheirateten Paaren spielt die Erbschaftsteuer eine untergeordnete Rolle, da die Freibeträge sehr hoch angesetzt sind. Anders sieht es aus, wenn die begünstigte Person der Enkel, der Lebenspartner oder ein guter Bekannter ist. In diesen Fällen stellt die Auszahlung ein Erbe dar und unterliegt der Erbschaftsteuer. Tipp: Versichern Sie das Leben der anderen Person in Ihrem eigenen Versicherungsvertrag.

Beispiel: Sie leben mit Ihrem Mann in einer Partnerschaft, sind aber nicht verheiratet. Ihr Partner will Sie finanziell durch eine Risikolebensversicherung abgesichert wissen. Dann sollten Sie als Frau auf das Leben ihres Lebenspartners (die versicherte Person) die Police abschließen und sich als Begünstigte eintragen. Sie sind dann sowohl Versicherungsnehmer, Beitragszahler und Bezugsberechtigte. Wird die Versicherungssumme fällig, fallen bei dieser Konstellation keine Erbschaftssteuern an.

Wollen Sie sich gegenseitig mit einer Risikolebensversicherung finanziell absichern, schließt der Mann ebenfalls eine Police ab. Hier ist sodann der Mann der Versicherungsnehmer, Beitragszahler und Begünstigter. Seine Partnerin ist die versicherte Person. Die Policen werden sozusagen über Kreuz abgeschlossen.

Welche Pflichten haben Sie als Versicherungsnehmer?
Gesundheitsfragen wahrheitsgetreu beantworten

Ein wichtiger Parameter für Versicherungsgesellschaften vor dem Abschluss einer Risikolebensversicherung ist der Gesundheitszustand des Antragstellers. Denn wie der Name schon sagt versichert die Gesellschaft das Risiko eines Todes infolge von Krankheit oder beispielsweise einem Unfall. Vorerkrankungen und andere Risikofaktoren, wie erblich bedingte Belastungen, müssen Sie deshalb absolut wahrheitsgemäß beantworten.
Meist reicht es dafür aus, die Gesundheitsfragen der Gesellschaft zu beantworten. Ärztliche Untersuchungen sind in der Regel erst bei Versicherungssummen ab 200.000 Euro erforderlich.

Die Fragen betreffen etwa den Gesundheitszustand, Ihre Gewohnheiten – etwa ob Sie Raucher sind – und Hobbies. Da dann ein größeres Risiko für die Versicherung besteht, dass Sie während der Versicherungslaufzeit sterben, kann sie Risikoaufschläge verlangen. Die spiegeln sich in höheren Beiträgen wider. Bei unwahren Angaben kann die Versicherung den Vertrag für ungültig erklären und zahlt im Todesfall nicht. An einem Beispiel wollen wir Ihnen das verdeutlichen.
Beispiel: Sie sind Motorradfahrer und geben Ihre Leidenschaft für die zweirädrigen Geschosse der Versicherung nicht an. Wenn Sie bei einem Motorradunfall sterben, zahlt Ihre Versicherung keinen Cent an die begünstigten Personen aus.

Raucher müssen mit höherem Beitrag rechnen

Ähnliches gilt für Raucher. Da Raucher ein höheres Versicherungsrisiko darstellen, fragen die Gesellschaften auch diesen Punkt ab und Sie müssen wahrheitsgemäß antworten. Normalerweise ist der Beitragssatz für Raucher höher als für Nichtraucher.

Auch während der Police-Laufzeit müssen Versicherungsnehmer unter Umständen wichtige Veränderung in ihrem Leben, die die Versicherung betreffen, mitteilen. Wenn sie zum Beispiel bei Vertragsabschluss noch Nichtraucher waren, aber während der Laufzeit Ihrer Risikolebensversicherung dem Glimmstängel verfallen, haben Sie eine Informationspflicht gegenüber Ihrer Versicherung.

Diese stuft Sie dann zum nächsten Monatsersten nach Bekanntgabe in den Rauchertarif ein. In der Regel funktioniert dieser Vorgang nicht umgekehrt. Wenn Sie langfristig dem Tabak entsagen, können Sie nicht in den Nichtraucher-Tarif wechseln.

Risikozuschlag
Wer in seiner Frei- oder Berufszeit einem erhöhten Todesfallrisiko ausgesetzt ist, chronisch krank oder sonstige potentiell lebensverkürzenden Merkmale aufweist, der muss i.d.R. einen höheren Beitrag bezahlen. Im Prinzip einen Risikozuschlag.

Was ist im Todesfall zu tun?
Tritt der Versicherungsfall einer Risikolebensversicherung ein, ist dies immer tragisch. Die Angehörigen haben in der Regel einen geliebten und nahestehenden Menschen verloren und müssen den Verlust erst verkraften.

Die Versicherung muss innerhalb von drei Tagen über den Todesfall informiert werden. Die Frist beginnt dabei, sobald man vom Tod der versicherten Person erfährt.

Auch für den Fall, dass das nahe Umfeld gar nichts vom Abschluss einer Risikolebensversicherung weiß, wird dies im Regelfall spätestens bei der Durchsicht der persönlichen Dokumente des Verstorbenen im Zuge der Nachlassregelung bekannt.

Diese Unterlagen benötigt die Versicherung

Um die Auszahlung zu beantragen, muss man meist den Versicherungsschein im Original, den Totenschein sowie die Sterbeurkunde bei der Versicherung einreichen. Eventuell benötigt die Versicherung auch einen Arztbericht oder, falls Sie die Leistung als Erbe beantragen, einen Erbschein. Zur Sicherheit sollten Sie den Original-Versicherungsschein fotokopieren und zu Ihren Unterlagen nehmen sowie alle Dokumente per Einschreiben mit Rückschein an die Gesellschaft schicken.

Das Versicherungsunternehmen wird selbstverständlich die Todesumstände auf mögliche Haftungsausschlüsse prüfen, bevor es Auszahlungen bewilligt. Die Versicherung kann zum Beispiel unter bestimmten Voraussetzungen von der Leistung zurücktreten, wenn der Tod durch Selbstmord eingetreten ist. Viele Assekuranzen zahlen in einem solchen Fall erst nach einer Wartezeit von mehreren Jahren nach Vertragsabschluss.

Bei ungeklärter Todesursache wartet die Versicherung die Ermittlungen ab

Ist der Tod durch einen Unfall oder Mord eingetreten, wartet die Versicherung routinemäßig die Ergebnisse der polizeilichen und staatsanwaltlichen Ermittlungen ab. Hintergrund ist, dass in solchen Fällen die Risikolebensversicherung Ansprüche gegen die Verursacher haben kann.

Bei einem krankheitsbedingtem Ableben des Versicherten vergewissert sich die Versicherung im Normalfall, ob die Krankheit bereits zu Vertragsbeginn bestand und angegeben wurde. Wurde eine solche Krankheit bei den Gesundheitsfragen nicht angegeben, tritt die Versicherung von ihrer Leistungspflicht zurück. Verweigert die Gesellschaft Zahlungen, müssen die bezugsberechtigten Personen die Entscheidung anfechten und die Anspruchsberechtigung nachweisen. Ein eher seltenes Szenario ergibt sich, wenn der Versicherte in einem Krisengebiet stirbt. Manche Policen schließen Todesfälle in Krisengebieten in den Verträgen aus.

Sind alle Untersuchungen zum Tod abgeschlossen und bewilligt die Versicherung die Auszahlung, erfolgt die Ausschüttung in der Regel innerhalb weniger Wochen.

Was ist zu bedenken, wenn sich die Lebenssituation ändert?
Bei Scheidung oder Geschäftspartnerwechsel:
Die Risikolebensversicherung dient in der Regel der Absicherung von nahestehenden Personen. Im Lauf des Lebens können sich diese Personen ändern. Bei einer Scheidung beispielsweise möchte der Versicherungsnehmer eventuell dem Ex-Partner den Schutz der Risiko-LV nicht mehr angedeihen lassen und jemand anderen in den Kreis der berechtigten Personen aufnehmen. Dies sollten Sie der Versicherung mitteilen. Diese nimmt dann auf ihre schriftliche Anweisung hin die Änderung vor, indem Namen ergänzt oder gestrichen werden. Gleiches gilt bei Beendigung eines geschäftlichen Verhältnisses.
Bei Heirat und Kindern:
Eine Hochzeit und die Geburt eines Kindes sind freudige Ereignissen. Sie können auch Einfluss auf die Ausgestaltung der Vertragsbedingungen Ihrer Risikolebensversicherung haben. Um den Nachwuchs finanziell abzusichern, möchten vielleicht beide Partner als versicherte Personen in die Police aufgenommen werden. Ist dieser Schritt vertraglich möglich, hätten die Kinder beim Tod eines der beiden Elternteile Anspruch auf die Versicherungssumme. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, bereits bei Vertragsabschluss diese Eventualität miteinzubeziehen und darauf zu achten, dass die Police dementsprechend nachträglich geändert werden kann.

Mit der größer werdenden Familie sollte auch der Kreis der bezugsberechtigten Personen angepasst werden und etwa die Namen der Kinder eingetragen werden. Da auch die finanziellen Erfordernisse steigen, sollte die Höhe der Versicherungssumme unter die Lupe genommen werden und gegebenenfalls durch die Option der Nachversicherungsgarantie an die neuen Bedürfnisse angepasst werden.
Beim Auslandsaufenthalt:
Prinzipiell gilt bei der Risikolebensversicherung ein weltweiter Versicherungsschutz. Bei einem längeren Auslandsaufenthalt – ob beruflich oder privat – sollten Sie jedoch einen Blick in den Vertrag der Risikolebensversicherung werfen. Bestimmte Krisengebiete können darin ausgeschlossen sein. Bei einem dortigen Todesfall leistet die Versicherung nicht. Da sich die Kategorisierung von Krisengebieten ändern kann, sollten Sie bei Ihrer Versicherung im Zweifel nachfragen, ob das betreffende Land tatsächlich ausgeschlossen ist oder ob hier eine Anpassung an die veränderten Gegebenheiten vorgenommen werden kann.
Bei hohen finanziellen Belastungen:
Während der Versicherungslaufzeit können nicht kalkulierte Mehrbelastungen beim Versicherungsnehmer auftreten. Das kann der Eintritt in die Selbstständigkeit sein, aber auch eine Anpassung aufgrund eines Kredits oder der Heirat und damit verbunden einem größeren Haushalt. Wer bei Vertragsabschluss die Zusatzoption einer Nachversicherungsgarantie eingeschlossen hat, kann während der Laufzeit den Versicherungsumfang anpassen und verhindert so eine eventuell auftretende Deckungslücke zwischen dem tatsächlichen Bedarf und der vereinbarten Versicherungssumme.

Was ist bei der Kündigung sowie beim Wechsel der Risikolebensversicherung zu beachten?
Risikolebensversicherungen können in der Regel mit einer Kündigungsfrist von einem Monat zum Ende eines Versicherungsjahres schriftlich gekündigt werden. Wenn Sie in Raten zahlen oder eine viertel- beziehungsweise halbjährliche Zahlungsweise vereinbart haben, können Sie auch mit einer Frist von einem Monat zum Ende des Bezahlzeitraumes die Risikolebensversicherung kündigen.

Wir empfehlen Ihnen, die schriftliche Kündigung immer per Einschreiben mit Rückschein an die Versicherung zu senden. So erhalten sie mit dem Rückschein die Bestätigung der Versicherung, dass Sie Ihr Schreiben auch wirklich fristgerecht erhalten haben.

In einer prekären finanziellen Situation empfiehlt es sich, nicht sofort panisch die Risikolebensversicherung zu kündigen, um etwas mehr Geld in der Tasche zu haben. Kontaktieren Sie Ihren Versicherer, schildern Sie einem Mitarbeiter das Problem und vereinbaren Sie schriftlich beispielsweise die Aussetzung der Beiträge für eine bestimmte Zeit. Dadurch verringert sich die im Todesfall fällige Versicherungssumme, die Risikolebensversicherung besteht aber weiter.

Ein Verkauf ist nicht möglich

Anders als bei einer Kapitallebensversicherung kann eine Risikolebensversicherung nicht verkauft werden. Sie dient während der Vertragslaufzeit ausschließlich der Absicherung des Todesfallrisikos und bildet keinen Kapitalstock.

Ändern sich Ihre Lebensumstände und betreffen eventuell auch Ihre Risikolebensversicherung, ist eine Anpassung der Versicherung oft sinnvoller als eine Kündigung.

Beispiel: Ehepartner lassen sich scheiden. Sie als Versicherungsnehmer und versicherte Person wollen Ihren Ex-Partner nicht länger als Begünstigten in der Police beinhaltet sehen. Dann kontaktieren Sie Ihre Versicherung. Diese streicht Ihre Exfrau aus dem Vertrag und setzt den neuen Begünstigten Ihrer Wahl ein.
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Wechsel
Eine Risikolebensversicherung schließen Sie in aller Regel auf einen langen Zeitraum ab. Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter ist dennoch möglich, ein Vergleich von Zeit zu Zeit auf ratsam. Hier bieten wir Ihnen mit dem Vergleichsrechner auf CHECK24 die optimale Möglichkeit.

Ein Wechsel läuft immer nach dem ähnlichen Muster ab. Sie müssen die Kündigungsfristen Ihres Vertrages berücksichtigen und einhalten. Zuerst sollten Sie einen neuen Anbieter finden und sich ein verbindliches Angebot unterbreiten lassen. Erst mit diesem in der Tasche schicken Sie die schriftliche Kündigung Ihres aktuellen Risikolebensversicherungsvertrags an den Versicherer.

Alter und Gesundheit spielen bei einem Neuabschluss eine große Rolle

Einige Punkte sollten Sie vor einem Wechsel im Auge behalten. Bei einem Neuabschluss ist Ihr Eintrittsalter höher als bei Vertragsabschluss der aktuellen Police. Das neue Versicherungsunternehmen setzt die Beiträge nach Ihrem aktuellen Eintrittsalter fest – das kann unter Umständen teuer werden.

Auch Ihr Gesundheitszustand wird bei einem Neuabschluss noch einmal – in Form von Gesundheitsfragen – unter die Lupe genommen. Sollten sich Ihre gesundheitlichen Prognosen verschlechtert haben, kann die neue Versicherung den Abschluss ablehnen oder mit hohen Risikoaufschlägen belegen. Sollten sich diese Punkte bei Ihnen zerstreuen, steht einem Wechsel der Risikolebensversicherung nichts im Wege!

Hier gelangen Sie zum Vertrags-Service Ihres Versicherers

Nachfolgend finden Sie Links zu den Vertrags-Service-Seiten diverser Versicherer. Dort können Sie Ihre Anschrift ändern, eine neue Bankverbindung hinterlegen oder einen Schaden melden. Ändert sich infolge einer Heirat Ihr Name haben Sie auf jenen Seiten die Möglichkeit, Ihren Versicherer darüber in Kenntnis zu setzen. Je nach Versicherer stehen Ihnen weitere Service-Angebote zur Verfügung.

 

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