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Wesentliches zur Unfallversicherung

Rund acht Millionen Menschen erleiden in Deutschland pro Jahr einen Unfall. Viele Unfälle passieren in der Freizeit, zu Hause oder bei sportlichen Betätigungen. Der Schutz des Gesetzgebers durch die gesetzliche Unfallversicherung greift dann nicht. Eine private Unfallversicherung ist deshalb dringend zu empfehlen, um einen vollumfänglichen Versicherungsschutz sicherzustellen. Vereinfacht gesagt leistet die Unfallversicherung, wenn durch einen Unfall eine dauerhafte körperliche oder geistige Beeinträchtigung entsteht oder wenn der Todesfall eintritt. Eine privat abgeschlossene Unfallversicherung greift bei Unfällen in der Freizeit und selbst bei Unfällen am Arbeitsplatz.

Unfälle passieren in jedem Alter

Natürlich führt nicht jeder Unfall zu einer schwerwiegenden körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung. Und selbstverständlich möchten Sie den Gedanken an einen Unfall mit Todesfolge gerne verdrängen. Doch gerade schwere Unfälle können dauerhafte gesundheitliche oder finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen. Im schlimmsten Fall entstehen einmalige oder dauerhafte finanzielle Belastungen, die Sie an den Rand des Ruins bringen können. Durch eine private Unfallversicherung sorgen Sie vor und schützen sich selbst und Ihre Familie für den Fall des Falles.

Allerdings ist eine Unfallversicherung nicht nur für Familien interessant, wenn Ihre Angehörigen und sich selbst als Hauptverdiener schützen wollen. Schon für Kinder ist sie von Bedeutung, wenn die Kosten für eine aufwändige Behandlung, für Einkommenseinbußen bei den betreuenden Eltern, für eine Umschulung oder eine besondere Berufsausbildung zu zahlen sind.

Auch junge Erwachsene und Berufsanfänger gehören zur schützenswerten Risikogruppe, weil die gesetzliche Rentenversicherung noch nicht die volle Leistung erbringt oder weil Unfälle bevorzugt beim Sport oder in der Freizeit geschehen.

Selbst für Senioren ist eine Unfallversicherung empfehlenswert, weil sie aufgrund des langsam nachlassenden Reaktionsvermögens schneller in Unfälle verwickelt werden. Die gesetzliche Unfallversicherung greift nach dem Eintritt in den Ruhestand nicht, deshalb ist eine private Absicherung angeraten.

Diese Leistungen dürfen Sie erwarten

Eine privat abgeschlossene Unfallversicherung erbringt zu Ihrem Schutz recht unterschiedliche Leistungen. Zu den wichtigsten Leistungen der privat abgeschlossenen Unfallversicherung gehören die Zahlung der vereinbarten Invaliditätsleistung und der Unfallrente. Bei der Invaliditätsleistung handelt es sich um eine Einmalzahlung, die beispielsweise für Umbaumaßnahmen einer Wohnung aufgewendet werden können. Die Unfallrente dient dagegen der Sicherung des regelmäßigen Einkommens, wenn Sie unfallbedingt nicht mehr in vollem Umfang arbeiten können.

Die Todesfallleistung wird gezahlt, wenn der Todesfall aufgrund eines Unfalls eintritt. Für eine längere Krankheitsphase kann ein Krankentagegeld vereinbart werden, ein Krankenhaustagegeld greift bei einem Aufenthalt im Krankenhaus. Und schließlich sollte eine private Unfallversicherung Bergungskosten nach einem Unfall, Kosten für kosmetische Operationen und Übergangsleistungen für den Wiedereinstieg in den Beruf erbringen.

Leistungsbeispiele

Sturz von der Leiter

Herr W. reinigte die Dachrinne seines Hauses. Dabei verlor er das Gleichgewicht und stürzte von der Leiter. Er brach sich beide Arme und erlitt eine schwere Verletzung am Rückenmark. Seitdem ist er vom Becken an gelähmt. Seine private Unfallversicherung übernahm einen Großteil der Kosten für die Reha. Außerdem ist durch die Auszahlung der Invaliditätssumme auch der nötige Umbau des Hauses gesichert. Er fällt zwar künftig als „Versorger“ aus, aber seine Unfallrente verhindert größere finanzielle Einschnitte.

Fahrradunfall

Ein Kind bekam zum 10. Geburtstag ein Fahrrad geschenkt. Um das Rad auszuprobieren, fuhr es eine abschüssige Straße hinunter. Dabei verlor es die Kontrolle und prallte gegen ein parkendes Fahrzeug. Das Kind wurde über die Windschutzscheibe geschleudert. Beim Aufprall auf dem Asphalt zog es sich tiefe Schürfwunden im Gesicht zu. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung war das Gesicht durch die Narben stark entstellt. Da eine Operation aus medizinischen Gründen nicht notwendig war, erhielt die Familie von der Krankenkasse keine Unterstützung. Die private Unfallversicherung übernahm die Kosten für die kosmetische Operation.

Verschüttet

Frau K. verbrachte in den Wintermonaten nahezu jedes freie Wochenende auf der Skipiste. Sie war leidenschaftliche Skifahrerin. Keine Abfahrt war ihr zu anspruchsvoll. Plötzlich störte ein lautes Grollen die Ruhe der Berge – eine Lawine. Sie konnte sich nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen und wurde von den Schneemassen verschüttet. Als die Suchtrupps die verunglückte Skifahrerin fanden, kam leider jede Hilfe zu spät. Durch die private Unfallversicherung waren zumindest die Kosten für die Beerdigung abgedeckt.

Autounfall

Herr S. verlor bei einem schweren Autounfall beide Beine. Bereits die nicht voll übernommenen Kosten der Reha belasteten den Geldbeutel der Familie. Da er künftig auf einen Rollstuhl angewiesen ist, sind Umbaumaßnahmen in und am Haus der Familie dringend erforderlich. Für die Anbringung einer Rollstuhlrampe, die Verbreiterung von Türzargen und die Installation eines Treppenlifts werden 40.000,– Euro veranschlagt. Für die Anschaffung eines Pkw, der einen auf seine Behinderung abgestimmten Umbau genoss, müssen nochmals 35.000,– Euro eingeplant werden. Da die Familie keine Unfallversicherung abgeschlossen hatte, sind die Ersparnisse schnell aufgebraucht. Glücklicherweise kann er seinen Beruf als Programmierer auch im Rollstuhl weiterhin ausüben.

So verhalten Sie sich im Schadensfall

Ist der Versicherungsfall eingetreten, sind Sie selbst ebenso wie der Versicherer daran interessiert, alle Formalitäten schnellstens zu klären. Zunächst müssen Sie den Versicherer so schnell wie möglich informieren, dass der Schadenfall eingetreten ist. Im Nachgang müssen Sie die Unfallanzeige vollständig ausfüllen und an den Versicherer zurücksenden. Ein tödlicher Unfall ist dem Versicherer innerhalb von 48 Stunden anzuzeigen. Hier sind also die Hinterbliebenen der versicherten Person gefordert. Der Versicherer ist nach dem Eingang aller nötigen Unterlagen verpflichtet, seine Leistungspflicht innerhalb von einem Monat zu prüfen. Liegt Invalidität vor, verlängert sich diese Frist auf drei Monate. Ist die Leistungspflicht bestätigt, ist die Zahlung innerhalb von 14 Tagen zu leisten. Versicherer und Versicherter sind nach dem Unfall berechtigt, den Grad der Invalidität innerhalb von drei Jahren nach dem Unfall jedes Jahr erneut zu überprüfen. Erhöht sich der Grad der Invalidität, trifft den Versicherer die Pflicht zur Nachzahlung.

Wichtig: Ihre Obliegenheiten!

Damit Sie Ihren Versicherungsschutz nicht gefährden, sollten Sie sich unbedingt die nachstehenden Videos ansehen. Denn als Versicherungsnehmer haben Sie verschiedene Obliegenheiten zu beachten.

Obliegenheiten sind Verhaltensvorschriften, die sich aus den Versicherungsbedingungen ergeben. Man unterscheidet zwischen den vorvertraglichen Obliegenheiten und den Obliegenheiten während des bestehenden Versicherungsvertrages, wie zum Beispiel den Auskunfts- und Aufklärungsobliegenheiten nach Eintritt des Versicherungsfalles.

Bei einer Obliegenheitsverletzung wird der Versicherer möglicherweise von der Verpflichtung zur Leistung frei. Ob dies der Fall ist, richtet sich zunächst nach dem Grad Ihres Verschuldens als Versicherungsnehmer. Bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz kommt es zudem noch auf die Kausalität an.

Unsere Tarifauswahl

Bei der Tarifauswahl achten wir für unsere Kunden in erster Linie auf Rechtssicherheit und hochwertige Leistungen. Im Bereich Unfallversicherung orientieren wir uns dabei unter anderem an den Analysen des WFS-Versicherung-Rating.

WFS-Ratings sind reine Bedingungsratings. Wesentlich ist hierbei, welche Kriterien in den Bedingungswerken der Versicherungstarife für Sie als Verbraucher von Bedeutung sind. Viele Tarifeinschlüsse sind nur für einen Fachmann ersichtlich. Ihnen, sprich dem Verbraucher helfen sie nicht weiter, da Ihnen die versicherungstechnischen Kenntnisse fehlen. Die Praxis zeigt zudem, dass nicht alle Innendienstmitarbeiter der Versicherer hinreichend geschult sind und somit immer wieder Schäden abgelehnt werden, da sie in Tarifwerken einen Ausschluss annehmen, wo ein Einschluss nicht explizit benannt wurde.

Deshalb wird in den WFS-Ratings das honoriert, was in den Bedingungen klar benannt wird. Ziel ist es, Ihnen als Verbraucher jene Versicherer zu empfehlen, bei denen man auf den ersten Blick weiß, dass sie ein stark überdurchschnittliches Bedingungsniveau haben und den Leistungsumfang transparent präsentieren. Streitigkeiten im Schadenfall können so bereits im Vorfeld vermieden werden. Davon profitieren nicht nur Sie, sondern auch wir, denn wir möchten, dass Sie zufrieden sind und uns weiterempfehlen.

Wir sind fest davon überzeugt:

Für unsere Kunden ist eine kompetente Beratung und Betreuung erheblich wichtiger als der absolut tiefste Preis.

Die Tarifkriterien

In Ihrem Interesse setzen wir strenge Kriterien bei der Tarifauswahl an. Unfallversicherungen sollten unserer Meinung nach gewisse Mindestkriterien erfüllen.

 

Mindeststandards

 

  • Garantie, dass der Versicherer nicht zum Nachteil des Kunden von den aktuell gültigen AUB 2014 mit Stand 25.03.2014 oder alternativ den AUB 2010, Stand 10.2010 abweicht (GDVGarantie) oder alternativ implizite
    Garantie durch die Garantie Arbeitskreis Vermittlerrichtlinie Dokumentation mit Stand 11.03.2008 oder jünger oder Arbeitskreis Beratungsprozesse mit Stand 17.02.2010 oder jünger abweicht (aktuell ist der Stand 09.03.2015)
  • Uneingeschränkte Weltgeltung für versicherte Personen mit 24-Stunden- Deckung für Beruf und Freizeit mit möglichen Einschränkungen nur bei Krieg und Bürgerkriegshandlungen
  • Innovationsklausel: der Tarif sieht bedingungsseitig vor, dass veränderte Bedingungen, die ausschließlich zum Vorteil der versicherten Person sind, automatisch auch für bestehende Verträge gelten, sofern dies keinen Mehrbeitrag erfordert.
  • Versicherungsschutz auch bei zunächst geringfügig erscheinenden Unfallfolgen, wenn ein Arzt erst dann
    hinzugezogen wird, sobald der tatsächliche Umfang der Unfallfolgen erkennbar ist („Geringfügige Unfallfolgen“)
    Kürzung der Leistung aufgrund der Mitwirkung von Krankheiten und Gebrechen erst ab einem Mitwirkungsanteil von mindestens über 50 Prozent
  • Verbesserte Gliedertaxe mit bedingungsgemäßer Leistung bei Stimmverlust von mindestens 70 Prozent ohne Einschränkungen
  • Versicherungsschutz auch bei Unfällen infolge von Bewusstseinsstörungen durch (ärztlich verordnete) Medikamente
  • Die Meldefrist bei versicherten Infektionskrankheiten beginnt bedingungsgemäß entweder a) mit dem Ausbruch der benannten Krankheit oder b) der erstmaligen Feststellung einer dauerhaften Invalidität durch einen Arzt oder c) der erstmaligen Diagnose einer infektionsbedingten Invalidität
  • Versicherungsschutz ausdrücklich auch bei Invalidität durch die von Zecken übertragenen Infektionskrankheiten Borreliose und Frühsommermeningitis / Zeckenenzephalitis, ohne dass ein Nachweis erbracht werden muss, dass die äußere Hautschicht durchtrennt worden ist
  • Frist zur ärztlichen Feststellung der Invalidität und Geltendmachung derselben gegenüber dem Versicherer von nicht unter 18 Monaten
  • Kostenübernahme für Bergungskosten in Höhe von mindestens 10.000 Euro

Der Gold-Standard

 

Wirkliche TOP-Tarife, die Ihnen ein Höchstmaß an Rechtssicherheit und Leistungen weit über dem Marktdurchschnitt bieten, sehen ergänzend folgende Standards vor:

  • Frist zur ärztlichen Feststellung der Invalidität und Geltendmachung derselben gegenüber dem Versicherer von nicht unter 24 Monaten
  • Kostenübernahme für Bergungskosten in Höhe von mindestens 30.000 Euro
  • Versicherer bzw. Risikoträger ist Mitgliedschaft bei Versicherungsombudsmann e.V.

Je nachdem für welche Person eine Unfallversicherung Schutz bieten soll, ist auf weitere Anforderungen zu achten.

Für Kinder unter 14 Jahren sollte auf jeden Fall folgender ergänzender Standard gelten:

  • Mitversicherung von Vergiftungen durch Einnahme fester oder flüssiger Stoffe durch den Schlund

Für Personen von 14 bis unter 60 Jahren sollte auf jeden Fall folgender ergänzender Standard gelten:

  • Bewusstseinsstörungen durch Alkohol ohne Einschränkungen (beim Führen eines Kfz mindestens bis unter 1,1 Promille)

Für Angehörige von Heilberufen sollte auf jeden Fall folgender ergänzender Standard gelten:

  • Verbesserte Gliedertaxe mit bedingungsgemäßer Leistung bei Verlust Arm oder Hand von 100 Prozent

Zusätzliche Mindestanforderungen für Erwachsene ab 60 Jahren

  • Bewusstseinsstörungen durch Alkohol ohne Einschränkungen (beim Führen eines Kfz mindestens bis unter 1,1 Promille
  • Mitversicherung von Nahrungsmittelvergiftungen
  • Versicherungsschutz auch bei Unfällen infolge von Bewusstseinsstörungen durch Medikamente, Herzinfarkt und Schlaganfall
  • Versicherungsschutz bei Oberschenkelhalsbruch unabhängig von der Schadenursache

Zusätzliche Mindestanforderungen für eine Unfallrente

  • Lebenslange Leistung aus der Unfallrente schon ab einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent
  • Neubemessung des Invaliditätsgrades bei Kindern bis 14 Jahren höchstens 5 Jahre, darüber höchstens 3 Jahre

Zudem ist die Wahl der richtigen Unfallversicherung auch von der beruflichen Tätigkeit der zu versichernden Person abhängig. Während für alle Arten von Verkäufern und Lehrenden der Verlust der Stimme möglichst mit einem Invaliditätsgrad von 100 Prozent laut Gliedertaxe bewertet werden sollte, ist für Chirurgen und viele andere handwerklich tätige Personen der Verlust von Fingern und Händen beziehungsweise für Köche der Verlust des Geschmackssinns möglichst umfassend gegen Invalidität zu versichern.

Da kein Rating eine kompetente Bedarfsermittlung und Beratung ersetzen kann, stehen wir Ihnen gern als Ansprechpartner zur Verfügung.

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Ihr Individuelles Angebot zur Unfallversicherung

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Häufig gestellte Fragen

Weshalb ist eine private Unfallversicherung sinnvoll?

Es kann jeden überall treffen: Der Unfall mit dem Wagen, eine blöde Bewegung beim Sport, ein Sturz von der Leiter: der Schreck fährt uns dabei heftig durch die Glieder. Und wenn wir Pech haben, bleibt es nicht bei einem kleinen Schock oder kleinen Blessuren, die schnell wieder verheilen.

Wenn es schlecht läuft, bleibt ein gesundheitlicher Schaden zurück, der uns bis zum Rest der Tage erhalten bleibt. Wer denkt, vor allem bei der Arbeit passieren Unfälle, ist falsch gewickelt. Rund 60 Prozent solcher Unfälle geschehen in der Freizeit.

Ein Unfall kann schwere Lebenseinschnitte bedeuten. Der Verantwortungsvolle sorgt für solche Fälle mit einer privaten Unfallversicherung vor. Denn die gesetzliche Unfallversicherung (vom Arbeitgeber für alle Arbeitnehmer abzuschließen) gilt nur für Unfälle bei der Arbeit und auf den Arbeitswegen. Das gleiche gilt für Kinder. Sie sind nur bei Unfällen in Kindergärten, Schulen oder Tageseinrichtungen beziehungsweise auf den Wegen dorthin und zurück zum Elternhaus gesetzlich unfallversichert.

Hausfrauen und Rentner sind dagegen – da sie in keinem Arbeitsverhältnis stehen – überhaupt nicht unfallversichert. Gerade für sie ist daher eine private Vorsorge gegen dauerhafte Unfallfolgeschäden sinnvoll. Der Abschluss einer privaten Unfallversicherung empfiehlt sich im Grunde für jeden, da die Versicherung sowohl bei Unfällen in der Berufs- und Freizeit leistet. Im Falle eines Berufsunfalles erhält der Versicherte somit zwei Zahlungen.

Unfallversicherung liefert Geld für Wohnungsumbau oder teure Therapien

Die private Unfallversicherung tritt ein, wenn der Versicherte durch einen Unfall einen bleibenden körperlichen Schaden erleidet. Er wird angenommen, wenn die Unfallfolgen voraussichtlich länger als drei Jahre bestehen. Die Unfallpolice soll in diesen Fällen vor allem das nötige Geld liefern, um den Lohnausfall zu kompensieren und einen eventuellen Umbau der Wohnung oder des Wagens zu finanzieren. Bezahlen Krankenkasse und Rentenversicherungsträger beispielsweise keine zusätzlichen Therapien, kann das Geld aus der Unfallversicherung auch hier weiterhelfen.

Nicht jeder Unfallschaden wiegt gleich schwer und ist deshalb gleich viel wert. Die Kapitalzahlung beim privaten Unfallschutz wird nach einer sogenannten Gliedertaxe berechnet. Das klingt makaber, gewährleistet aber eine einheitliche Auszahlungspraxis. Büßen Sie beispielsweise bei einem Unfall im Privatbereich einen Daumen ein, bekommen Sie 20 Prozent der vereinbarten Invaliditätssumme. Ein Bein ist 70 Prozent der Invaliditätssumme wert.

Eine Unfallversicherung kann nicht nur für den Versicherungsnehmer selbst, sondern auch für Angehörige wie die Partnerin oder die Kinder abgeschlossen werden. Viele Versicherer haben jedoch Altersgrenzen eingeführt. Je nach Gesellschaft ist die Aufnahme bis zum 65. oder 70. Lebensjahr beschränkt. Spezielle Seniorentarife mit besonderen Leistungen bieten Schutz über diese Altersgrenzen hinweg.

Was sind die Leistungen der Unfallversicherung?
Normalerweise dauert es einige Zeit, bis die Hauptleistungen seitens der Unfallversicherung erfolgen. Das hat zwei Gründe. Die Versicherung wartet in der Regel ab, wie die Heilungsprozesse verlaufen. Erst wenn diese abgeschlossen sind, ist eine Einschätzung des tatsächlichen dauerhaften Personschadens und Invaliditätsgrades machbar. Letzterer bestimmt die Höhe der Auszahlungssumme.

Stirbt der Versicherungsnehmer binnen eines Jahres nach dem Unfall, zahlt die Versicherung den Hinterbliebenen die vereinbarte Todesfallleistung aus. Davon unberührt sind weitere Leistungen der Versicherung, wie beispielsweise das Krankenhaustagegeld und Genesungsgeld, aber auch Bergungskosten oder die finanzielle Übernahme von Reha-Maßnahmen.


Invaliditätsgrad

Die Schwere einer dauerhaften, unfallbedingten körperlichen Beeinträchtigung und somit die Höhe der Entschädigungssumme wird bei der privaten Unfallversicherung anhand des Invaliditätsgrads bemessen. Dabei geht es um die prozentuale Funktionsminderung oder den vollständigen Verlust von Körperteilen und Sinnesorganen.

In der Gliedertaxe ist für jedes Körperteil und jedes Sinnesorgan ein bestimmter Invaliditätsgrad aufgeführt. Stellt ein Arzt nach einer bestimmten Frist – meist liegt diese Frist zwischen 12 und 15 Monaten, je nach Versicherungsanbieter – einen dauerhaften Personenschaden fest, der aus einem Unfall resultiert, erhält der Versicherte entsprechend der körperlichen Funktionsunfähigkeit eine bestimmte Kapitalzahlung.

Beispiel: Die Gliedertaxe weist für einen großen Zeh einen Invaliditätsgrad von 5 % aus. Wurde die Versicherungssumme auf 500.000 Euro festgelegt, erhält der Versicherungsnehmer beim Verlust seines großen Zehs eine Entschädigung von 25.000 Euro. Hat er nicht nur einen großen Zeh, sondern auch einen weiteren Zeh (Invaliditätsgrad 2%) verloren, erhält der Versicherte 7 Prozent der Versicherungssumme.

Sollte die ärztliche Untersuchung eine Gebrauchsminderung eines Körperteils ergeben, erhält der geschädigte Versicherungsnehmer ebenfalls einen bestimmten Prozentsatz der Versicherungssumme. Der Prozentsatz ist abhängig vom betroffenen Körperteil und richtet sich nach dem Grad der körperlichen Beeinträchtigung.

Tipp: Es besteht die Möglichkeit, eine Unfallrente in die Versicherung zu integrieren. Liegt sodann ein Invaliditätsgrad von 50 % vor, leistet die Assekuranz die vereinbarte Rentenzahlung zusätzlich zur üblichen Einmalzahlung.

Weitreichender Invaliditätsschutz durch eine private Unfallversicherung

Eine private Unfallversicherung bietet für versicherte Personen u.a. einen vielfältigen Invaliditätsschutz. Er greift bei Freizeit- und Berufsunfällen.


Invaliditätsleistung

Zum Schutz gegen Invalidität gibt es verschiedene Versicherungen. Die bekannteste und weitverbreitetste ist die Unfallversicherung (UV). Es gibt die berufliche und private Unfallversicherung. Die gesetzliche Berufsunfallversicherung ist eine Pflichtversicherung, die Arbeitgeber für ihre Arbeitnehmer und Angestellten abschließen und zu 100% bezahlen müssen.

Während der Versicherungsschutz der gesetzlichen Berufsunfallversicherung nur Unfälle absichert, die sich im Zusammenhang mit der Ausübung der beruflichen Tätigkeiten ereignen, deckt die private Unfallversicherung sowohl Berufs- als auch Freizeitunfälle ab.

Kommt es zu einem dauerhaften Personenschaden, leistet die private UV entsprechend der Unfallverletzung eine einmalige Kapitalzahlung. Die Kapitalzahlung richtet sich nach einer Gliedertaxe. In der Gliedertaxe sind für sämtliche Körperteile und Sinnesorgane prozentuale Invaliditätsgrade aufgeführt. Die Höhe der ausbezahlten Versicherungssumme hängt stets von deren Höhe, der Anzahl und dem Grad der Gesundheitsbeschädigung des Versicherten ab sowie ob eine Progression vereinbart wurde.

Es ist möglich den Invaliditätsschutz bei der privaten Unfallversicherung auszuweiten. Wer möchte, kann beispielsweise einen Tarif abschließen, der eine monatliche Unfallrente beinhaltet. Eine Unfallrente wird in der Regel lebenslang und bereits ab einer Invalidität von 50% ausbezahlt.

Zudem besteht die Option, eine Progression bei Vertragsabschluss zu vereinbaren. Dadurch erhöht sich im Versicherungsfall die ausbezahlte Versicherungssumme – ja nach Progressionstarif. Eine Erhöhung der Invaliditätsleistung ist auch auf diese Weise möglich. Die erhöhte Versicherungssumme kann sodann z.B. für Pflegekosten genutzt werden.


Progression

Eine private Unfallversicherung leistet prinzipiell einmalige Kapitalzahlungen, wenn eine versicherte Person durch einen Unfall einen bleibenden Personenschaden erleidet. Die Höhe der Kapitalzahlung hängt von der vereinbarten Versicherungssumme, dem attestierten Invaliditätsgrad und – wenn vereinbart – der Progression ab. Die Gliedertaxe der Assekuranz enthält für jedes Körperteil oder Sinnesorgan bestimmte Invaliditätsgrade.

Wenn die Gliedertaxe beispielsweise für einen Daumen einen Invaliditätsgrad von 20 Prozent aufweist und eine Versicherungssumme von 200.000 Euro und keine Progression vereinbarte wurde, erhält der Versicherte 40.000 Euro (oftmals spricht man in diesem Fall auch von einer Progression von 100 Prozent). Der volle Betrag wird jedoch nur ausgezahlt, wenn ein Daumen zu 100 Prozent funktionsunfähig ist.

Sollte beispielsweise ein Daumen teilweise funktionsunfähig sein oder Aussicht auf Besserung bestehen, bezahlt die Versicherung in der Regel einen geringeren Prozentsatz, beispielsweise nicht 20, sondern nur 15 Prozent der Versicherungssumme.

Wenn keine Verbesserung der Funktionsfähigkeit bzw. eine vollständige Funktionsunfähigkeit eintritt, werden dem Kunden die restlichen 5 Prozent ausbezahlt. Der genaue Grad der körperlichen Beeinträchtigung muss nach einer bestimmten Frist (meist zwölf Monate nach Unfallgeschehen) von einem Arzt festgestellt werden.

Um die ausbezahlte Versicherungssumme zu erhöhen, kann der Versicherungsnehmer meist aus drei Progressionsstaffeln auswählen: 225, 350 und 500 Prozent. Diese Staffeln sind meist unterteilt in drei Progressionsstufen. Jeder Stufe wird ein bestimmter Faktor zugeordnet, um den sich die Auszahlungssumme erhöht. Je höher die Progressionsstaffel und Progressionsstufe, desto größer ist der Faktor und somit die auszubezahlende Versicherungssumme.

Im Grunde gibt es zwei Verfahren für die Berechnung der auszubezahlenden Versicherungssumme. Die Berechnung mit den Faktoren der Progressionsstufen und die Berechnung mithilfe einer progressiven Invaliditätsstaffel. Im Folgenden werden beide Berechnungsverfahren kurz vorgestellt.

Berechnung der Versicherungssumme mithilfe einer progressiven Invaliditätsstaffel

Wird ein Progressionstarif vereinbart, sind in der Regel im Versicherungsschein die Progressionsstaffeln aufgeführt. Auf diese Weise kann der Kunde aus der Tabelle ablesen, um wie viel sich der Prozentsatz eines Invaliditätsgrades erhöht. Im Folgenden ist ein Beispiel für eine progressive Invaliditätsstaffel für einen 225-prozentigen Progressionstarif abgebildet, anhand derer ein Versicherungsfall dargestellt wird.

Beispielhafte Progressionsstaffel mit 225%:

Unfall- bedingter Invaliditätsgrad in % Leistungen in % der Versicherungs- summe Unfall- bedingter Invaliditätsgrad in % Leistungen in % der Versicherungs- summe Unfall- bedingter Invaliditätsgrad in % Leistungen in % der Versicherungs- summe

26 27 51 78 76 153

27 29 52 81 77 156

28 31 53 84 78 159

29 33 54 87 79 162

30 35 55 90 80 165

31 37 56 93 81 168

32 39 57 96 82 171

33 41 58 99 83 174

34 43 59 102 84 177

35 45 60 105 85 180

36 47 61 108 86 183

37 49 62 111 87 186

38 51 63 114 88 189

39 53 64 117 89 192

40 55 65 120 90 195

41 57 66 123 91 198

42 59 67 126 92 201

43 61 68 129 93 204

44 63 69 132 94 207

45 65 70 135 95 210

46 67 71 138 96 213

47 69 72 141 97 216

48 71 73 144 98 219

49 73 74 147 99 222

50 75 75 150 100 225

Versicherungsbeispiel:

Versicherungssumme: 200.000 Euro

Invaliditätsgrad laut Gliedertaxe: 20 Prozent für einen Daumen

Personenschaden: Verlust von zwei Daumen

Da sich die Invaliditätsgrade addieren liegt in diesem Fallbeispiel eine Invaliditätsgrad von 40 Prozent vor. Wurde nun eine Progression von 225 Prozent vereinbart, kann man der Tabelle entnehmen, dass sich der Prozentsatz von 40 auf 55 Prozent erhöht. Dementsprechend fällt auch die auszubezahlende Versicherungssumme höher aus. Die Berechnung der auszubezahlenden Versicherungssumme gestaltet sich dann wie folgt:

[200.000 Euro / 100 ] * 55 Prozent = 110.000 Euro

Allgemein: [Vereinbarte Versicherungssumme / 100 ] * erhöhter Prozentsatz = Auszubezahlende Summe

Läge eine 100-prozentige Invalidität vor, würde der Versicherungsnehmer in diesem Fall eine um 225 Prozent erhöhte Versicherungssumme ausbezahlt bekommen. Da sich dadurch die auszubezahlende Versicherungssumme progressiv und nicht linear erhöht, spricht man von einer Unfallversicherung mit Progression.

Wichtig: Eine Progression greift in der Regel erst ab einem attestierten Invaliditätsgrad von 25 Prozent. Die Invaliditätsgrade summieren sich maximal zu einem Invaliditätsgrad von 100 Prozent. Die Progressionstarife von 350 oder 500 Prozent unterscheiden sich vom Progressionstarif 225 Prozent bezüglich der Faktoren bzw. den erhöhten Prozentsätze für die Invaliditätsgrade. Zudem sind die Faktoren bzw. erhöhten Prozentsätze stets vom Versicherungsanbieter abhängig.

Berechnung der Auszahlungssumme anhand von Faktoren: 225 Prozent Progression

Versicherungssumme: 200.000 Euro

Personenschaden: Verlust eines Daumens

Invaliditätsgrad laut Gliedertaxe: 20 Prozent

Progressionsstufe A) bis 25 Prozent Invalidität – Faktor 1

Progressionsstufe B) bis 50 Prozent Invalidität – Faktor 2

Progressionsstufe C) bis 100 Prozent Invalidität – Faktor 3

Beispiel I:

Bei Verlust eines Daumens liegt der Invaliditätsgrad bei 20 Prozent. Bei einer Invalidität bis 25 Prozent liegt der Faktor bei 1. Das heißt, die 20 Prozent der Versicherungssumme werden mit dem Faktor 1 multipliziert. Der Versicherte erhält somit insgesamt 40.000 Euro.

Beispiel II:

Beim Verlust von beiden Daumen liegt der Invaliditätsgrad bei 40 Prozent. Jetzt liegt der Invaliditätsgrad bei 40 Prozent und somit über 25 Prozent. Das bedeutet, die Progressionsstufen A (bis 25 Prozent; Faktor 1) und B (bis 50 Prozent; Faktor 2) werden für die Berechnung der auszubezahlenden Versicherungssumme herangezogen.

Progressionsstufe A: Der Geschädigte erhält 25 Prozent der Versicherungssumme. Dieser Betrag wird mit dem Progressionsfaktor 1 multipliziert. Das ergibt einen Betrag von 50.000 Euro.

Progressionsstufe B: Der Geschädigte erhält 15 Prozent (40 minus 25 Prozent) der Versicherungssumme, die mit dem Faktor 2 multipliziert wird. Das ergibt einen Betrag von 60.000 Euro.

Insgesamt erhält der Kunde 110.000 Euro.

Beispiel III:

Hat ein Versicherungsnehmer bei einem Unfall nicht nur beide Daumen, sondern unglücklicherweise auch noch sein Bein bis zur Mitte des Oberschenkels verloren (Invaliditätsgrad 60 Prozent), summiert sich der Invaliditätsgrad auf 100 Prozent (Maximum der Invalidität).

Es greift Progressionsstufe C. Hier ergäbe sich insgesamt eine Entschädigungszahlung in Höhe von 450.000 Euro (225% der Versicherungssumme).


Personenschäden

Eine Unfallversicherung bietet Versicherten einen wirksamen Unfallkosten- und Invaliditätsschutz. Eine Unfallversicherung (UV) erbringt Leistungen, wenn ein Körperteil oder Sinnesorgan des Versicherten beständigen Schaden nimmt. Ist die versicherte Personen nach einem Unfall in ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit dauerhaft beeinträchtigt, greift der Versicherungsschutz der Privatunfallversicherung. Die Schadenssumme wird normalerweise als Einmalzahlung ausbezahlt und bemisst sich an der Gliedertaxe bzw. dem Invaliditätsgrad.

Es gilt zu unterschieden zwischen gesetzlicher und privater Unfallversicherung. Jeder Arbeitnehmer oder Angestellte verfügt durch seine Anstellung bei einem Arbeitgeber über einen gesetzlichen Unfallschutz, der ihn gegen berufliche Unfallschäden absichert. Personenschäden, die sich durch Unfälle im Privatbereich ereignen, sind durch eine gesetzliche UV nicht mit abgedeckt. Hierfür muss immer eine private Freizeitversicherung abgeschlossen werden.

Wer über eine private UV verfügt genießt quasi einen doppelten Versicherungsschutz. Zum einen ist der Versicherte gegen dauerhafte Schäden versichert, die die Folge eines privaten oder beruflichen Unfalls sind. Zum anderen erhält der Versicherte im Falle eines beruflich bedingten Unfall- bzw. Personenschadens, zweimal eine Versicherungsleistung. Einmal von der gesetzlichen und einmal von der privaten Unfallversicherung.

Schützen Sie sich und Ihre Familie mit einer Unfallversicherung

Personenschäden, die eine dauerhafte körperliche Beeinträchtigung nach sich ziehen, führen oft zu finanziellen Problemen. Da die meisten Unfälle in der Freizeit passieren, sollten Sie eine private Unfallversicherung abschließen.

Wann leistet die Unfallversicherung nicht?
Einige Risikosportarten und gefährliche Berufe werden häufig von den Versicherern beim Abschluss einer Unfallversicherung ausgeschlossen. Hier ist es wichtig, die Bedingungen der einzelnen Anbieter genau zu prüfen (Ausschlüsse). Während eine Gesellschaft ein Risiko kategorisch ausschließt, kann die gleiche Sportart oder derselbe Beruf bei einer anderen Versicherung kein Problem darstellen.

Vor allem Fallschirmspringen, Drachenfliegen, Paragliding und Pilotentätigkeiten sind häufig ausgenommen. Ähnliches gilt für Auto-Rennfahrer. Auch bestimmte Berufsgruppen wie Berufstaucher oder Sprengmeister werden oftmals auch nicht versichert. Es gibt jedoch auch Versicherer, die unfallgefährdete Freizeitaktivitäten und Berufstätigkeiten (Risikoaktivitäten) gegen einen Risikoaufschlag versichern.

Geschehen Unfälle während einer Bewusstseins- oder Geistesstörung des Versicherten, gilt der private Unfallschutz meisten auch nicht. Beispielfälle sind Epileptische Anfälle, Drogen- und Alkoholmissbrauch. Auch Verbrecher haben schlechte Unfallschutz-Karten. Kommt es bei einer Straftat zu einem Unfall, haftet die Versicherung nicht.

Aber auch einige äußere Faktoren führen zum Versicherungsausfall. Genannt seien in diesem Zusammenhang Kriegsereignisse und nukleare Unfallschäden.


Ausschlüsse

Da bestimmte Fälle ein zu hohes Kostenrisiko beinhalten, können Versicherungen nicht sämtliche Risiken abdecken. Deshalb formuliert jede Assekuranz im Versicherungsvertrag Ausschlüsse. Folgende Fälle und Kosten werden in der Regel durch eine einfache private Unfallversicherung nicht abgedeckt:

• Krankheiten und Abnutzungserscheinungen (z.B. Rückenschmerzen durch ständiges Sitzen, Herzinfarkt, Schlaganfall; letztere Risiken können durch eine sogenannte Dread-Disease-Versicherung versichert werden)

• Heilbehandlungskosten

• Rehabilitationskosten

• Unfälle durch Geistes- oder Bewusstseinsstörungen

• Unfälle die direkt oder indirekt nach Kriegsereignissen verursacht werden

• Unfälle von Luftfahrzeugführern; Besatzungs- und Hilfspersonal, die berufsbedingt fliegen müssen (hierfür gibt es eine spezielle Luftfahrt-Unfallversicherung)

• Fahrer, Beifahrer und Insassen eines Motorfahrzeuges, das bei einer wettbewerblichen Fahrveranstaltung oder einer Übungsfahrt teilnimmt, bei der es um die Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit geht (hierfür gibt es spezielle Motorradsport-Unfallversicherungen)

• Krankhafte, psychologische Störungen (auch wenn sie unfallbedingt sind)

Die Unfallversicherung versichert nur dauerhafte Personenschäden, die durch Unfälle bedingt sind. Die finanzielle Entschädigung richtet sich nach der Versicherungssumme und dem Grad der dauerhaften körperlichen Beeinträchtigung (Invaliditätsgrad).

Welche Versicherungssumme ist sinnvoll?
Kein Unfall gleicht dem anderen. Es ist schwer, im Vorfeld die angemessene Versicherungssumme für die private Unfallversicherung festzulegen. Die Versicherungssummen müssen in jedem Fall an die individuelle Lebenssituation und möglichen Versorgungslücken angepasst sein.

Eine Annäherung an den Betrag kann diese Faustregel geben: Wenn der Hauptverdiener einer Familie eine Unfallversicherung abschließt, sollte er

mit 30 Jahren das Sechsfache seines Bruttolohns

mit 40 Jahren das Fünffache seines Bruttolohns und

mit 50 Jahren das Vierfache seines Bruttolohns

versichern. Es wird dabei davon ausgegangen, dass der Versicherungsnehmer mit steigendem Alter auch mehr verdient. Als Mindestsumme gelten 100.000 Euro. Eine Unfallversicherung für Kinder sollte eine Versicherungssumme von mindestens 150.000 Euro beinhalten.

Um Risiken bzw. Versorgungskosten (z.B. Pflege, Wohnungsumbau), die im gehobenen Alter entstehen können, finanziell abzusichern, besteht oftmals die Möglichkeit, eine dynamisch gestaltete Versicherungssumme zu wählen. Dabei wächst die Versicherungssumme oder Unfallrente nach einem Unfall jährlich um einen festen Prozentsatz. Gleichzeitig sind jedoch höhere Beiträge zu entrichten. Prüfen Sie, ob diese Variante für Sie sinnvoll ist. Um die auszubezahlende Versicherungssumme zu erhöhen, kann auch eine Progression vereinbart werden.

Welche Tarifmerkmale sollten Sie auf jeden Fall kennen?
Die entscheidende Leistung der privaten Unfallversicherung ist die vereinbarte Invaliditätssumme. Sie sollte hoch genug gewählt sein, damit im Fall der Fälle auch alle notwendigen Ausgaben gedeckt werden können. Darüber hinaus können Sie weitere zusätzliche finanzielle Maßnahmen vereinbaren.

Ist ein Krankenhaustagegeld eingeschlossen, erhalten Sie für jeden Tag, den Sie im Krankenhaus verbringen, die vereinbarte Summe. Diese Zahlung wird in Kombination mit dem sogenannten Genesungsgeld geleistet. Dieses wird nach einem Krankenhausaufenthalt für die gleiche Anzahl von Tagen gezahlt, die Sie im Krankenhaus verbringen mussten und für die Sie das Krankenhaustagegeld erhalten haben.

Für Eltern ist Rooming-In interessant. Muss Ihr Kind nach einem Unfall im Krankenhaus bleiben und Sie wollen auch dort übernachten, zahlt die Versicherung einen Zuschuss der Übernachtungskosten (evtl. gar die ganzen Kosten – je nach Anbieter). Eine Todesfallleistung kann sinnvoll sein, um von der Versicherung nach einem tödlichen Unfall einen schnellen Vorschuss für ausstehende Zahlungen zu erhalten. Eine weitere Möglichkeit, einen finanziellen Engpass bis zur Zahlung der gesamten Invaliditätssumme zu vermeiden, ist eine vereinbarte Übergangsleistung. Sie wird normalerweise nach sechs Monaten bezahlt. Bedingung: Der Unfall hat eine 50-prozentige Beeinträchtigung zur Folge.

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Eine zusätzliche Unfallrente wird lebenslang bezahlt, solange der entsprechende Invaliditätsgrad gegeben ist. Meist muss dafür ein Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent vorliegen. Die Unfall-Police sollte keine zeitlichen und räumlichen Schranken beinhalten. Problematisch kann auch ein vereinbarter Leistungsausschluss bei Alkoholgenuss darstellen. Manchmal besteht die Möglichkeit eine Toleranzgrenze (Promillegrenze) in den Vertrag aufzunehmen. Prüfen Sie diese Option, denn so können Sie bei Gelegenheit unbeschwert ein gutes Glas Wein oder ein kühles Bier trinken, ohne Gefahr zu laufen, Ihren Versicherungsschutz einzubüßen.

In die Unfallversicherung können etliche Leistungen zusätzlich integriert werden. Je umfangreicher der Katalog ausfällt, desto weitreichender der Versicherungsschutz und höher die Prämie. Daher gilt es für den Kunden, genau abzuwägen, welche Risiken er über den Basisschutz hinaus versichert haben möchte. Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Erweiterungsmöglichkeiten vorstellen:

Unfalltod

Kosmetische Operationen

Reha-Maßnahmen

Bergung

Krankenhaustagegeld/Genesungsgeld

Unfallrente

Absicherung bei Unfalltod:

Um die Hinterbliebenen abzusichern, bietet sich der Baustein Todesfallleistung an. Stirbt der Versicherte infolge eines Unfalls an seinen Verletzungen, zahlt die Assekuranz bei entsprechendem Leistungsabschluss eine vertraglich definierte Summe.

Kosmetische Korrekturen:

Mit einer Unfallversicherung können auch Kosten für kosmetische Operationen abgedeckt werden. Beispielsweise können nach einem Grillunfall große Teile der Haut verbrannt sein. Die Unfallversicherung übernimmt dann die Kosten für kosmetische Operationen, wenn sie den Erstattungssatz der gesetzlichen Krankenkasse überschreiten.

Kuren und andere Reha-Maßnahmen

Sind langwierige Kuren für den Genesungsprozess sinnvoll und angeraten, kann eine Ausweitung der Police auf diesen Bereich ebenfalls zur Kostenübernahme führen (in Höhe einer vertraglich vereinbarten Kurkostenbeihilfe).

Bergungskosten am Unfallort:

Auch Bergungskosten – etwa nach einem Sportunfall in den Bergen – können versichert werden.

Krankengeld und Genesungsgeld:

Für den Fall eines Krankenhausaufenthalts kann in die Police ein Krankenhaustagegeld/Genesungsgeld integriert werden.

Lebenslange Unfallrente:

Ist die Unfallversicherung mit einer Unfallrente gekoppelt, zahlt die Assekuranz im Versicherungsfall eine lebenslange Unfallrente. Als Bedingung gilt bei den meisten Gesellschaften allerdings ein attestierter Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent.

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Entscheidendes Merkmal für die Leistungserbringung bei der privaten Unfallversicherung ist die Höhe der Versicherungssumme (auch Invaliditätssumme genannt). Die Festlegung der Summe orientiert sich in aller Regel am Jahreseinkommen des Versicherten. Das Fünf- bis Sechsfache des Einkommens wird meist von den Versicherern empfohlen und angesetzt. Eine vereinbarte Progression steigert bei Invalidität die Höhe der Auszahlungen. Da sie erst ab einem gewissen Invaliditätsgrad greift, lohnt sie sich vor allem bei einer Vollinvalidität.

Soll der Vertrag eine Todesfallleistung beinhalten, müssen Sie bei Vertragsabschluss die Bezugsberechtigten angeben. Die bezugsberechtigten Personen können Sie auch während der Laufzeit noch ändern. Versicherungsverträge sind meistens recht umfangreich. Acht geben sollten Sie vor allem auf die Gliedertaxe und die Ausschlüsse. Es empfiehlt sich, den Vertrag mindestens einmal durchzulesen und problematische Sachverhalte zu hinterfragen.

Dynamische Versicherungssumme passt sich Lebensstandard an

Bei der privaten Unfallversicherung kann der Kunde in der Regel eine dynamische Versicherungssumme festlegen. Das bedeutet, dass sie jährlich um einen festgelegten Prozentsatz ansteigt. Mit dieser Methode soll dem wahrscheinlich im Verlauf der Vertragslaufzeit steigenden Absicherungsbedarf des Kunden entsprochen werden. Die Versicherungssumme wächst gewissermaßen mit dem steigenden Lebensstandard mit.

Mit wachsender Deckungssumme steigen aber auch die Beiträge. Bei Einschluss einer solchen Dynamik wird die Versicherungssumme jedes Jahr automatisch angepasst. Der Kunde kann dieser Dynamik innerhalb von sechs Wochen nach jeder Erhöhung widersprechen. Dies kann nötig sein, wenn eine Diskrepanz zwischen Dynamik und realem Versicherungsschutzbedarf besteht. Lehnt der Kunde zweimal hintereinander die Erhöhung ab, ist die dynamische Anpassung automatisch für die Restlaufzeit beendet.

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Bergungskosten

Im Zusammenhang mit einem Unfall sind häufig Rettungsmaßnahmen erforderlich, in deren Verlauf verletzte oder verstorbene Personen gesucht und geborgen werden. Die Aufwendungen für solche Maßnahmen gehören in den Bereich der Bergungskosten und werden in der Regel von der privaten Unfallversicherung mit abgedeckt.

Unter den Begriff Bergungskosten, fallen nicht nur die Kosten für die Rettungsdienste. Auch ein Suchhunde-Einsatz (Suchkosten), die Kosten für den Transport ins Krankenhaus sowie ein notwendiger Krankenhauswechsel werden normalerweise von der privaten Unfallversicherung bezahlt.

Die maximale Höhe der Leistungen kann – je nach Anbieter – unterschiedlich ausfallen. Die finanziellen Obergrenzen für die Übernahme der Bergungskosten werden im Versicherungsschein aufgeführt.


Gliedertaxe

Im Bereich der Unfallversicherung gibt es für jeden Unfall- bzw. Personenschaden klare Vorgaben für die Höhe der Kapitalzahlung. Je nach Invaliditätsgrad unterscheiden sich die prozentualen Berechnungen und somit letztlich die Zahlung für einen Unfallschaden. Zugrunde gelegt wird hierbei die sogenannte Gliedertaxe.

Mit einer privaten Unfallversicherung können Versicherte ihre eigene und die finanzielle Existenz ihrer Familie umfassend gegen Unfallrisiken absichern. Erleidet eine versicherte Person bei einem privaten oder beruflichen Unfall eine dauerhafte Beeinträchtigung, leistet die Unfallversicherung prinzipiell eine Kapitalzahlung.

Die Höhe dieser Zahlung ist von der vereinbarten Versicherungssumme, dem ärztlich attestieren Invaliditätsgrad und der Gliedertaxe der jeweiligen Versicherung abhängig. Die Assekuranzen ordnen dem Verlust jedes Körperteils und Sinnesorgans einen bestimmten Invaliditätsgrad zu – die Auflistung dieser Werte wird als sogenannte Gliedertaxe bezeichnet.

Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, seiner Versicherung jeden Unfall innerhalb einer bestimmten Frist zu melden. Andernfalls sind Versicherer in der Regel von der Leistungspflicht befreit.

Verliert beispielsweise ein Versicherungsnehmer im Zuge eines Unfalls ein Auge, erhält er gemäß der oben abgebildeten Gliedertaxe 40 Prozent der vereinbarten Versicherungssumme.

Liegen mehrere eindeutige (etwa der Verlust mehrerer Finger), unfallbedingte Personenschäden vor, addieren sich die Invaliditätsgrade und die Versicherung leistet eine entsprechende Kapitalzahlung. Maximal werden jedoch 100 Prozent der Versicherungssumme ausbezahlt – außer der Versicherte hat eine Progression vereinbart.

Das folgende Fallbeispiel soll demonstrieren, wie sich der Progressionssatz auf die Versicherungsleistung auswirkt.

Fallbeispiel:

Versicherungssumme: 100.000 Euro

Progression: 225 Prozent

Personenschaden: Verlust beider Beine

Verliert ein Versicherungsnehmer durch einen Unfall beide Beine oberhalb des Knies, würde der Invaliditätsgrad gemäß der Gliedertaxe theoretisch 140 Prozent betragen. Da es jedoch praktisch unmöglich ist, mehr als hundertprozentig invalide zu sein, stehen dem Versicherten folglich auch 100 Prozent der Versicherungssumme zu.

Die Versicherungssumme beträgt im Beispiel 100.000 Euro. Da der Versicherungsnehmer jedoch bei Vertragsabschluss eine Progression von 225 Prozent vereinbart hat, erhält er für den Verlust seiner Beine insgesamt 225.000 Euro ausgezahlt.

Da die Unfallversicherung nur bei bleibenden Verletzungen eine Kapitalleistung erbringt, muss der Versicherte – wenn keine eindeutige körperliche Beeinträchtigung vorliegt (z.B. vollständiger Verlust eines Körperteils) – nach einer bestimmten Frist einen Arzt aufsuchen. Die Frist liegt meist bei 12 oder 15 Monaten und beginnt ab dem Unfalltag. Der Arzt wird in der Regel von der Versicherung bestimmt und soll feststellen, ob aufgrund des einst gemeldeten Unfalls eine andauernde Beeinträchtigung eines Körperteils oder Sinnesorgans besteht.

Der Arzt diagnostiziert den Grad der körperlichen Beeinträchtigung und meldet ihn der Versicherungsgesellschaft. Diese staffelt die Funktionsfähigkeit von Körperteilen und Sinnesorganen nochmals in verschiedene Funktionsgrade. Der Funktionsgrad bestimmt sodann die Höhe der auszubezahlenden Versicherungssumme.

Beispiel: Der Invaliditätsgrad für den vollständigen Verlust oder der absoluten Funktionsunfähigkeit eines Auges liegt bei 40 Prozent. Stellt der Augenarzt nun eine Funktionsfähigkeit (Funktionsgrad) von 50 Prozent fest, erhält der Geschädigte nur die Hälfte der Versicherungssumme – in diesem Fall 20 Prozent.

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Die Grundsumme wird bei der privaten Unfallversicherung oft auch als Deckungssumme bezeichnet. Meist wird jedoch der Terminus Versicherungssumme benutzt. Zu unterscheiden ist zwischen der Grundsumme mit bzw. ohne Progression. Die Einbindung der Progression sorgt für einen Anstieg der Grundsumme, wenn es nach einem Unfall zu einer Teil- oder Vollinvalidität kommt.

Wichtig ist die Grundsumme unter anderem für die Berechnung der Invaliditätsansprüche. Die Ansprüche berechnen sich prozentual nach dem Invaliditätsgrad auf Basis der abgeschlossenen Versicherungssumme und einer Gliedertaxe. Empfohlen wird von Experten, dass die Summe in der privaten Unfallversicherungspolice ausreichend hoch abgeschlossen wird.

Eine zu niedrig vereinbarte Versicherungssumme kann zur Folge haben, dass Versicherungsnehmer selbst für Kosten aufkommen müssen. Risikogruppen sollten also genau kalkulieren, in welcher Höhe die Grundsumme festgelegt werden muss, um einen Eigenanteil zu verhindern.


Kosmetische Operationen

Nach Unfällen mit Personenschäden können kosmetische Operationen notwendig sein, wenn das Aussehen des Versicherten in Mitleidenschaft gezogen wurde. Kosmetische Operationen bezeichnen ärztliche Behandlungen, bei denen die Beeinträchtigung des äußeren Erscheinungsbildes durch operative Eingriffe korrigiert wird.

Die kosmetischen Operationen werden durch die private Unfallversicherung nicht in uneingeschränkter Höhe übernommen. Die Versicherer sind lediglich bis zu einer bestimmten Versicherungssumme zur Kostenübernahme verpflichtet. Und dies nur in Fällen, in denen niemand Drittes wie etwa der Unfallverursacher in die Haftung genommen werden kann. Aufschluss über die Höhe der Versicherungssumme gibt der Versicherungsschein.

Die kosmetischen Operationen werden bei Erwachsenen übernommen, wenn sie innerhalb einer Frist von drei Jahren nach dem Unfall durchgeführt werden. Bei Minderjährigen müssen die Eingriffe erfolgen, bevor Versicherte das 21. Lebensjahr vollendet haben. Übernommen werden neben den Operationen auch sonstige mit der Operation verbundene Kosten sowie Arzthonorare. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass die Versicherung für Zahnersatzkosten aufkommt.

Der Versicherungsschutz einer Unfallversicherung deckt prinzipiell dauerhafte Personenschäden ab, die sich infolge eines Unfalls ereigneten. Standardmäßig bezahlt die Versicherung – je nach Versicherungssumme bzw. Invaliditätsgrad – bei einem Unfall des Versicherten eine bestimmte Kapitalsumme.

Zudem kann über die Versicherung ein Tagegeld, Genesungs- und Krankenhaustagegeld bezogen werden. Krankenhaustagegeld und Genesungsgeld bilden eine Einheit. Die Zahlung dieser Gelder wird von den Versicherern optional angeboten.

Dauer und Höhe der Geldleistungen sind meist begrenzt. Daher sollte man die Versicherungsbedingungen prüfen und vergleichen. Bei den meisten Versicherern kann auch eine Todesfallleistung und Unfallrente zusätzlich vereinbart werden.

Die private Unfallversicherung hilft Unfallkosten zu kompensieren

Unfälle verursachen oftmals hohe Kosten. Eine Unfallversicherung leistet nicht nur Kapitalzahlungen bei Personenschäden, sondern kann – wenn Sie es wünschen – beispielsweise auch ein Genesungs- und Krankenhaustage enthalten.


Tagegeld

Unfallbedingte, dauerhafte Personenschäden können über eine Unfallversicherung versichert werden. Neben Kapitalzahlungen für Personenschäden gehören Tage-, Krankenhaustage- und Genesungsgeld zu den Geldleistungen der Versicherung. Sie können meistens individuell vereinbart werden.

Wer ein Tagegeld bei seiner Versicherung vereinbart hat, der erhält bei einer unfallbedingten Beeinträchtigung seiner Arbeitsfähigkeit, diese Geldleistung. Die Vereinbarung von Tagegeld ist vor allem für selbstständig erwerbstätige Personen nützlich.

Sollte die geschädigte Person aus ihrem Pflichtbewusstsein heraus wieder teilweise arbeiten, erhält sie dennoch Tagegeld. Entscheidend ist der objektive ärztliche Befund, bezüglich der Leistungs- bzw. Arbeitsfähigkeit des Versicherten.

Optimaler Unfallschutz durch eine leistungsstarke Unfallversicherung

Die Leistungen einer privaten Unfallversicherung sind umfangreich. Wer möchte kann sie weiter ausbauen – z.B. durch eine Unfallrente oder Tagegeld. Bestimmen Sie mit unserem Unfallversicherung Vergleich ihren Unfallschutz selbst!


Todesfallleistung

Nicht nur die klassischen Modelle einer Lebensversicherung können zur finanziellen Absicherung Hinterbliebener eingesetzt werden. Über die Todesfallleistung bei der Unfallversicherung können Versicherte für Familienangehörige oder andere Personen für den Todesfall versorgen. Bedingung für die Auszahlung an bezugsberechtigte Personen ist, dass der Versicherte innerhalb einer bestimmten Frist (oftmals binnen 12 Monate nach dem Unfallereignis) unfallbedingt verstirbt.

Die Todesfallleistung ist somit im Grunde eine Lebensversicherungspolice in der privaten Unfallversicherung. Gezahlt wird nach dem Tod des Versicherten eine vorab festgelegte Summe. Interessant ist dieser zusätzliche Versicherungsschutz schon deshalb, weil dank der Todesfallleistung vielfach Vorschüsse auf die Invaliditätssummen gezahlt werden. Diese werden normalerweise erst später ausgezahlt.

Für die Erbringung der Todesfallleistung sind die fristgerechte Unfallmeldung und die Mitteilung zum Tod des Versicherten wichtig. Der Unfalltod muss in der Regel der Versicherung innerhalb von 48 Stunden gemeldet werden (Meldefrist hängt vom Versicherer ab). Die Todesfallleistung ist im Hinblick auf ihren Nutzen für Hinterbliebene ein günstiger Zusatzbaustein zur privaten Unfallversicherung.

Die Übergangsentschädigung ist eine Versicherungsleistung der Unfallversicherung, die gezahlt wird, wenn Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit der Versicherten nach dem Unfallzeitpunkt noch immer bestehen. Bedingung für die Erbringung der Leistung ist eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Betroffenen in einem Umfang von mindestens 50 Prozent und seit wenigstens sechs Monaten. Kalkuliert wird dieser Zeitraum ab dem Unfalltag.

Zudem muss diese unfallbedingte Beeinträchtigung ohne Unterbrechung bestehen. Die Übergangsleistung ist dazu gedacht, Schwerverletzte zu unterstützen, sofern beispielsweise Heilbehandlungen erforderlich sind, um den Zustand der Versicherten zu verbessern. Welche weiteren Einsatzzwecke durch die Übergangsentschädigung übernommen werden, muss den Versicherungsverträgen entnommen werden.

Schon beim Abschluss des Vertrages lohnt es sich für Versicherte, diesem Punkt Aufmerksamkeit zu widmen, um für alle Eventualitäten vorzusorgen und einen passenden Versicherungsschutz mit einer ausreichend hohen Versicherungssumme zu vereinbaren.


Meldefrist

Als Meldefrist wird die Zeitspanne bezeichnet, die sich von dem Moment des Bekanntwerdens eines Schadens und der spätesten zulässigen Mitteilung an die Versicherung erstreckt. Zwar kann bei Nichteinhaltung der Frist dennoch ein Anspruch vorliegen. Jedoch können rückwirkende Leistungen ausgeschlossen sein.

Bei den meisten privaten Unfallversicherungen ist der Versicherte dazu verpflichtet unverzüglich den Eintritt eines Unfallereignisses, der einen Anspruch auf Versicherungsleistungen zur Folge haben könnte, zu melden und einen Arzt aufzusuchen. Die genauen Vorgaben zur Meldefrist sind den Vertragsbedingungen zu entnehmen.

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Viele infektionsbedingte Erkrankungen sind durch die allgemeinen Geschäftsbedingungen der privaten Unfallversicherung bereits abgedeckt. Wenn aus der Krankheitsbiografie, der Natur oder dem Befund der Erkrankung hervorgeht, dass die Krankheitserreger durch eine Beschädigung der Haut (es muss mindestens die äußere Hautschicht durchtrennt sein) oder durch das Einspritzen von infektiösen Mitteln in Nase, Auge oder Mund in den Körper des Versicherungsnehmers gelangt sind, dann erbringt eine Privatunfallversicherung meist Versicherungsleistungen.

Ein Zeckenbiss durchtrennt beispielsweise die äußerste Hautschicht. Kommt es infolgedessen zu einer Gesundheitsschädigung (z.B. FSME oder Borreliose) greift der Versicherungsschutz. Zudem sind folgende Infektionen meistens versichert:

• Schlafkrankheit

• Fleck- und Gelbfieber

• Malaria

• Tetanus

• Tularämie

Kommt es in Folge einer Schutzimpfung zu einer Infektion, greift ebenfalls der Versicherungsschutz. Todesfall- und Invaliditätsleistungen, wie z.B. eine monatliche Unfallrente bei 50-prozentiger Invalidität, werden auch erbracht, wenn der Todesfall oder die Invalidität durch eine Infektion zustande gekommen ist.

Durch eine zusätzliche Infektionsklausel, kann der Versicherungsschutz bezüglich Infektionen erweitert werden. Welche Infektionen als Unfälle ausgeschlossen sind und welche Versicherungsleistungen im Falle einer infektionsbedingten Invalidität erbracht werden, muss im Einzelnen den Versicherungsbedingungen entnommen werden.

Was beeinflusst den Beitrag?
Neben der Höhe der Versicherungssumme und den gewählten zusätzlichen Optionen spielt die Einteilung des Versicherungsnehmers seitens der Versicherung in verschiedene Berufsklassen eine wichtige Rolle. Hier wägt das Unternehmen das Risiko ab, wie wahrscheinlich eine Unfallschadensregulierung ist.

Die niedrigste Klasse ist die Gefahrenklasse A. Zu ihr gehören etwa Kaufmänner oder Verwaltungsangestellte. In der Klasse B finden sich Personen mit handwerklichen Berufen. Die Gruppe K stellen Kinder.

Im Normalfall dient die private Unfallversicherung nur der Vorsorge. Wenn Sie gesund bleiben, bekommen Sie auch kein Geld ausbezahlt. Es besteht die Möglichkeit einen Vertrag mit Beitragsrückgewähr (UBR) abzuschließen.

Wie wird die Unfallversicherung steuerlich behandelt?
Die entrichteten Prämien für eine private Unfallversicherung sind als Sonderausgaben im Rahmen der Höchstbeiträge bei Vorsorgeaufwendungen steuerlich absetzbar. Dabei können Sie eine Aufteilung zwischen Werbungskosten und Sonderausgaben vornehmen. Denn die private Unfallversicherung bietet auch Schutz vor Unfällen im Berufsleben. Daher sind 50 Prozent des Beitrags als Werbungskosten absetzbar. Die andere Hälfte der Beitragszahlung kann als sonstige Vorsorgeaufwendung steuerlich geltend gemacht werden.

Dies ist jedoch nur möglich, wenn der Höchstbetrag für die sonstigen Vorsorgeaufwendungen durch die Beiträge der Kranken- und Pflegeversicherung noch nicht ausgeschöpft ist. Jeder sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer kann in diesem Bereich Kosten in Höhe von bis zu 1.900 Euro pro Jahr absetzen. Für Freiberufler und Selbstständige liegt der Betrag derzeit bei 2.800 Euro jährlich.

In den Beiträgen ist die Versicherungssteuer enthalten. Sie wird direkt vom Versicherer abgeführt und ist in den Beitragsrechnungen enthalten. Derzeit beträgt die Versicherungssteuer für die private Unfallversicherung 19 Prozent.

Kapitalleistungen aus der Privaten Unfallversicherung zählen nicht zu den im Einkommensteuergesetz genannten Einkunftsarten und sind daher steuerfrei.

Leistungen aus der Unfallrente unterliegen, anders als die Auszahlung einer Kapitalsumme, der Steuerpflicht. Entscheidend bei der Frage nach der Besteuerung der privaten Unfallrente stellt die Dauer des Leistungsbezuges dar. So greift für den Fall der lebenslangen Bezugsdauer der § 22 EStG, welcher sich in der Regelung der Berechnungshöhe vom § 55 der EStDV (Einkommenssteuerdurchführungsverordnung) unterscheidet. Letzterer wiederum regelt die Besteuerung bei einer begrenzten Bezugsdauer der Unfallrente. Nicht wenige private Unfallversicherer schließen Unfallrenten mit begrenzter Dauer, zum Beispiel bis zum Eintritt ins Rentenalter, ab.

Was ist im Schadenfall zu bedenken?

Nicht jeder Unfall ruft die Unfallversicherung auf den Plan. Nur bei dauerhaften Schäden greift der Schutz der Assekuranz. Beim Kunden müssen die folgenden Kriterien ärztlich attestiert vorliegen:

Invalidität

Leistungseinschränkungen des Gehirns

Bänderrisse, Muskelrisse, Verrenkungen

Tollwut

Wundstarrkrampf

bei Kindern unter zehn Jahren: Vergiftungen (oral aufgenommen)

Nach einem Unfall hat der Kunde eine sogenannte Mitwirkungspflicht, um die Schäden so gering wie möglich zu halten. Das bedeutet etwa, dass er unverzüglich einen Arzt konsultiert und auch die Versicherung über den Vorfall informiert. Im Zweifel kontaktieren Sie die Versicherung lieber einmal zu viel als zu wenig. Zudem müssen Versicherte den Behandlungsmaßnahmen des Arztes Folge leisten.

Normalerweise verschickt der Versicherer nach der Meldung in den folgenden Tagen einen Unfallbogen. Füllen Sie diesen wahrheitsgetreu aus und schicken ihn an die Assekuranz zurück – am besten per Einschreiben mit Rückschein. Der Bogen dient der Gesellschaft als erste Einschätzung des Unfalls. Die Versicherung kann eine Untersuchung durch einen weiteren Arzt veranlassen. Diese Kosten übernimmt jedoch dann die Assekuranz.

Wichtig: Bei Unfällen mit Todesfolge muss die Versicherung in der Regel binnen 24 Stunden in Kenntnis gesetzt werden. Die Nachricht kann eine Person aus dem nahen Umfeld des Versicherten übermitteln.

Assekuranz zahlt die volle Summe nach Abschluss der Behandlung

Vor allem ein Grund verzögert eine rasche Auszahlung von Versicherungsleistungen (Kapitalzahlung). Die volle Invaliditätsleistung erbringt die Assekuranz erst nach Abschluss des Heilverfahrens. Denn erst dann ist oftmals eine realistische Einschätzung des künftigen Invaliditätsgrades möglich. Dies kann Monate, unter Umständen sogar Jahre dauern.

Damit der Versicherte und die Angehörigen, die durch den Unfall gestiegenen Belastungen nicht über einen solch großen Zeitrahmen allein tragen müssen, wird meist nach 12 bis 15 Monaten der Invaliditätsgrad anhand einer Gliedertaxe festgelegt. Die sich daraus ergebende Versicherungssumme zahlt die Assekuranz in der Regel dann als Teilsumme aus.

Die über die normalen Leistungen der Unfallversicherung hinaus vereinbarten Bausteine wie zum Beispiel ein Krankenhaustagegeld/Genesungsgeld oder die Zahlung von Reha-Maßnahmen sind davon ausgenommen. Sie muss die Versicherung innerhalb eines Monats anerkennen und daraufhin binnen zwei Wochen zahlen.

Was ist zu bedenken, wenn sich die Lebenssituation ändert?
Bei Heirat und Kindern:

Die Unfallversicherung kann sowohl eine versicherte Person als auch – im Fall einer Todesfallleistung – einen Kreis Bezugsberechtigter einschließen (zum Beispiel wenn eine Todesfallleistung vereinbart wurde). Daher sollte bei Zuwachs in der Familie der Leistungsumfang der Unfallversicherung überprüft und gegebenenfalls angepasst werden (Familienunfallversicherung).

Bei Kriegsdienst:

Sind Sie als Angehöriger der Bundeswehr an Kriegseinsätzen beteiligt, müssen Sie das Ihrer Versicherung mitteilen. Für die Einsatzdauer ruht die Police. Die Gesellschaft übernimmt für versicherungsrelevante auftretende Unfälle oder den Todesfall keine Leistungen. Neben den Einsatz in Krisengebieten gibt diverse Ausschlüsse, die es vorab zu prüfen gilt.

Bei Berufswechsel oder Arbeitswechsel:

Die Unfallversicherung teilt die Kunden bei ihrer Risikoanalyse in verschiedene Berufsgruppen ein. Kategorien sind unter anderem körperlich anstrengende und handwerkliche Berufe, nicht körperlich anstrengende Arbeitssparten (etwa Bürotätigkeiten), Hausfrauen, Studenten und Rentner oder Kinder. Bei einem Berufswechsel können Sie leicht in eine andere Kategorie eingestuft werden. Das kann Auswirkungen auf den Versicherungsumfang und die Beiträge haben. Daher müssen Sie der Assekuranz berufliche Veränderungen mitteilen.

Was ist bei einer Kündigung bzw. beim Wechsel der Unfallversicherung zu beachten?
Die meisten Unfallversicherungen können in der Regel drei Monate vor Vertragsablauf gekündigt werden. Verträge mit Laufzeiten von vier oder mehr Jahren, können frühestens nach dem dritten Versicherungsjahr gekündigt werden.

Zudem können Sie kündigen, wenn der Versicherer nach einem Unfall Schadensleistungen erbracht hat. Hier haben Sie ein außerordentliches Kündigungsrecht. Das bedeutet, Sie können entweder fristlos oder zum Ablauf des Versicherungsjahres kündigen.

Tipp: Wir empfehlen Ihnen erst zum Ablauf des Versicherungsjahres zu kündigen, da Ihr Versicherer ein Anrecht auf Zahlung der vollen Jahresprämie hat und Sie diesen Betrag sonst ohne Leistungsanspruch seitens des Versicherers bezahlen würden. Ihre Kündigung muss spätestens einen Monat nach Zahlung der Leistungen beim Versicherer vorliegen.

Ein außerordentliches Kündigungsrecht gilt auch, wenn gegen den Versicherer Klage auf Zahlung einer Leistung erhoben wurde. Auch bei Beitragserhöhungen können Sie außer der Reihe kündigen – jedoch nur dann, wenn der Versicherer gleichzeitig keine Erweiterung des Leistungsumfanges vornimmt.

Ein Anbietervergleich lohnt sich oft nicht nur, wenn Sie eine neue private Unfallversicherung abschließen möchten. Auch bei bestehenden Verträgen kann es lukrativ für Sie sein, von Zeit zu Zeit bei CHECK24 einen Vergleich durchführen zu lassen. Ist meine Versicherungspolice noch ausreichend? Sind die Beiträge im Rahmen? Oder gibt es Anbieter mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis? Wenn Sie sich dann zu einem Wechsel entschließen, helfen wir Ihnen natürlich mit Rat und Tat gerne weiter.

Beachten Sie bei einem Wechsel aber die Kündigungsfristen Ihrer aktuellen Police. So vermeiden Sie Doppelversicherungen oder Versicherungslücken. Wenn Sie diese kündigen, schicken Sie das Kündigungsschreiben am besten per Einschreiben mit Rückschein. Dann erhalten Sie vom Versicherer automatisch die Eingangsbestätigung zurück gesandt.

Hier gelangen Sie zum Vertrags-Service Ihres Versicherers

Nachfolgend finden Sie Links zu den Vertrags-Service-Seiten diverser Versicherer. Dort können Sie Ihre Anschrift ändern, eine neue Bankverbindung hinterlegen oder einen Schaden melden. Ändert sich infolge einer Heirat Ihr Name haben Sie auf jenen Seiten die Möglichkeit, Ihren Versicherer darüber in Kenntnis zu setzen. Je nach Versicherer stehen Ihnen weitere Service-Angebote zur Verfügung.

 

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