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Versicherungen fürs Studium: Dies sind die Wichtigsten!

Ein Studium bedeutet fraglos Einiges an Organisation. Sie müssen sich eine Wohnung suchen, in einer neuen Stadt zurecht finden und einen neuen Freundeskreis aufbauen. Und dann sollen Sie sich auch noch um Versicherungen kümmern? Zugegeben, für die meisten Menschen gibt es spannendere Themen, aber in einigen, vergleichsweise wenigen Bereichen ist eine Anpassung der Versicherungen an diesen neuen Lebensabschnitt nötig.

Krankenversicherung

Ohne Krankenversicherung geht es in Deutschland seit einigen Jahren nicht mehr. Zum Studienbeginn können Sie sich allerdings entscheiden, ob Sie sich gesetzlich oder privat versichern möchten. Die Entscheidung für das jeweilige System gilt dann auch für das gesamte Studium oder besser gesagt solange bis Sie versicherungspflichtig werden.

Die beitragsfreie Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist grundsätzlich bis zum Alter von 25 Jahren möglich. Dieser Zeitraum würde sich ggf. um ein freiwilliges soziales Jahr verlängern lassen. Nach dem 25. Lebensjahr tritt die Versicherungspflicht in der studentischen Krankenversicherung ein. In dieser können Sie bis zum Abschluss des 14.Fachsemesters, längstens jedoch bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres Mitglied bleiben.

Zu beachten ist, dass falls Sie neben dem Studium einen oder mehrere Nebenjobs haben und daraus mehr als 425,- € monatlich verdienen oder wenn Sie aus geringfügigen Beschäftigungen („Minijob“) mehr als 450,- € pro Monat erhalten, die kostenlose Familienversicherung sofort entfallen würde. Statt dessen müssten Sie sich dann selbst weiter versichern über die kostenpflichtige studentische Krankenversicherung.

Der Beitrag für die studentische Krankenversicherung variiert je nach Krankenkasse in Abhängigkeit des jeweiligen Zusatzbeitrages. Eine Übersicht der Studentenbeiträge finden Sie unter dem Link „Gesamtvergleich studentische Krankenversicherung„. Der Beitrag in der studentischen Krankenversicherung liegt etwa zwischen ca. 68 und 78 Euro/Monat (2017, zzgl. Pflegepflichtversicherung).

Haben Sie das 14. Fachsemester überschritten oder das 30. Lebensjahr vollendet, steigt der Beitrag noch einmal deutlich an. Sofern Sie kein beitragspflichtiges Einkommen von mehr als 991,67 Euro (allgemeine Mindestbemessungsgrenze im Jahr 2017) pro Monat, liegt Ihr Monatsbeitrag bei 138,83 Euro zuzüglich dem individuellen Zusatzbeitrag Ihrer Krankenkasse und zuzüglich der Pflegepflichtversicherung. Der Monatsbeitrag ergibt sich, indem man den Beitragsprozentsatz von 14,0% (für freiwillig versicherte Mitglieder ohne Krankengeldanspruch) auf die allgemeine Mindestbemessungsgrenze anwendet. Bei der Pflegepflichtversicherung liegt der Beitragssatz bei 2,55% (im Jahr 2017) bzw. 2,8% (Kinderlose über 23 Jahr). Der Gesamtbeitrag liegt somit bei einem unterstellten Zusatzbeitrag von 1,0% bei 174,04 Euro/Monat bzw. 176,52 Euro (bei Kinderlosen über 23 Jahren).

Privat versicherte Studenten zahlen einen individuellen Beitragssatz, abhängig vom Leistungsumfang des gewählten Tarifs.

Entscheiden Sie sich zu Studienbeginn für die private Krankenversicherung, weil Sie als „Beamtenkind“ Beihilfe erhalten, endet diese in der Regel auch mit Vollendung Ihres 25. Lebensjahres. Wann genau die Beihilfe endet, können Sie über die Beihilfestelle erfahren. In der Folge leisten Sie den vollen Beitragssatz für den Ausbildungs- / Studententarif Ihres privaten Krankenversicherers.

Haftpflichtversicherung

Mit Beginn Ihres Studiums sollten Sie prüfen, ob Sie weiterhin in Privathaftpflichtversicherung Ihrer Eltern mitversichert sind. Fragen Sie dazu entweder schriftlich bei dem Versicherer an oder vergewissern Sie sich selbst durch einen Blick in die Versicherungsbedingungen. Da es über die Versicherer hinweg keine einheitliche Regelung zu der Thematik Mitversicherung im Studium gibt, kann es sein, dass Sie bereits mit Anmeldung Ihres Erstwohnsitzes am Studienort nicht mehr mitversichert sind. Eine andere Regelung sieht ein Ende der Mitversicherung mit Erreichen eines bestimmten Alters vor. Es könnte allerdings auch sein, dass Sie über das Studium hinweg mitversichert bleiben.

Mehr zu dem Thema Privathaftpflichtversicherung erfahren Sie über diesen Link!

Berufsunfähigkeitsversicherung

Das Studium ist der beste Zeitpunkt eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Dies sieht auch die Verbraucherzentrale so, die urteilt „Wichtig für Studenten ist der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung.“. Dafür sprechen auch gleich mehrere gute Punkte:

  • Gesundheitszustand: Bei Vertragsabschluss müssen Sie umfangreiche Angaben zu Ihrem Gesundheitszustand und Ihrer Krankengeschichte tätigen. Je länger Sie mit der Absicherung warten, umso höher steigt das Risiko, dass Sie Beitragszuschläge, Leistungsausschlüsse oder Ablehnungen hinnehmen müssen. Denn tatsächlich wählen nicht Sie aus, wo Sie sich versichern möchten, sondern die Versicherer wählen aus, wen sie versichern möchten.
  • Berufsgruppe: Versicherer stufen Sie in Abhängigkeit Ihrer Tätigkeit bei Vertragsabschluss in eine bestimmte Berufsgruppe ein. Während zum Zeitpunkt einer Promotion oder einer Berufstätigkeit betrachtet wird, ob etwa ein Physiker einem Strahlenrisiko ausgesetzt ist, ein Biologe oder Chemiker Umgang mit gesundheitsgefährdenden Stoffen hat oder ein Mediziner operative Tätigkeit ausübt, wird bei Studenten oftmals die günstigste Berufsgruppe zugrundegelegt. Interessant ist vor allem, dass Sie die günstigere Berufsgruppe in der Regel behalten, auch wenn Sie zukünftig eine risikoreichere Tätigkeit aufnehmen. Die günstigere Berufsgruppe kann schnell 15 oder 20 Prozent Beitragsersparnis bedeuten.
  • Absicherung: Eine staatliche Berufsunfähigkeitsabsicherung gibt es seit 2001 nicht mehr. An deren Stelle ist die Erwerbsminderungsrente gerückt, deren Höhe oftmals unter der Höhe der Grundsicherung liegt, weshalb sie dann aufgestockt werden muss. Hinzu kommt, dass ohnehin erst fünf Jahre die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt werden muss, um überhaupt einen Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente zu erhalten. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ist somit dringend angeraten!
  • Beitrag: Der Beitrag einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist umso günstiger, je jünger Sie bei Vertragsabschluss sind. In der Regel ergibt sich deshalb der Effekt, dass Sie für einen längeren Zeitraum bei früherem Vertragsabschluss in der Summe weniger Beitrag zahlen als für einen längeren Zeitraum bei späterem Vertragsabschluss.

Mehr zu dem Thema Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten erfahren Sie über diesen Link!

Auslandskrankenversicherung

Sollten Sie zu den Studenten gehören, die gesetzlich krankenversichert sind und während des Studiums ein Semester im Ausland einlegen oder einfach gern verreisen, sollten Sie unbedingt Auslandskrankenversicherung abschließen. Findet Ihr Auslandsaufenthalt innerhalb Europas statt, bestehen gute Chancen, dass mit dem jeweiligen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. In diesem Fall besteht für Sie grundsätzlich Versicherungsschutz. Allerdings hat dieser dann auch seine Grenzen. Abhängig von dem jeweiligen Krankenversicherungssystem können die Leistungen dort zudem geringer ausfallen als hier in Ihrer Heimat. Dann kann schnell zum Tragen kommen, dass Leistungen wie ein Krankenrücktransport und privatärztliche Behandlungen nicht erstattet werden.

Im außereuropäischen Ausland leistet die gesetzliche Krankenversicherung überhaupt nicht. Eine private Auslandskrankenversicherung ist dann quasi Pflicht.

Sofern Sie während Ihres Studiums privat krankenversichert sind, besteht in der Regel weltweiter Versicherungsschutz. Dieser ist allerdings fast immer zeitlich begrenzt auf Auslandsaufenthalte von einem oder mehreren Monaten. Prüfen Sie in diesem Fall den Versicherungsschutz bei Ihrem Versicherer.

Beachten Sie bitte, dass eine Auslandskrankenversicherung in der Regel nicht die Kosten übernimmt, die aufgrund chronischer Erkrankungen oder Behinderungen anfallen.

Über diesen Link können Sie eine leistungsstarke Auslandskrankenversicherung direkt online beantragen!

Optionstarif

Die große Mehrheit der Akademiker wird nach dem Studium ein überdurchschnittliches Einkommen erzielen und in der Krankenversicherung versicherungsfrei werden. Versicherungsfreiheit bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Sie die finanziellen Voraussetzungen erfüllen, um von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in das private Krankenversicherungssystem wechseln zu können. Entscheiden Sie sich für eine private Krankenvollversicherung oder möchten Sie auch nur die gesetzliche Krankenversicherung mit einer privaten Krankenzusatzversicherung ergänzen, müssen Sie Angaben zu Ihrem Gesundheitszustand und Ihrer Krankengeschichte leisten. Dabei werden oftmals Zuschläge von Krankenversicherern erhoben, denn diese prüfen, welche Diagnosen bzw. Vorerkrankungen weitere Untersuchungen und Behandlungen nach sich ziehen können.

Sie können und sollten deshalb Ihren Gesundheitszustand einfrieren lassen. Dazu können Sie die Fragen zur Ihrem Gesundheitszustand und Ihrer Krankengeschichte vorziehen und bereits heute beantworten.

Weshalb Sie das tun sollten? Eine Hypertonie (Bluthochdruck) etwa kann Zuschläge in Höhe von 35-40 Prozent oder 80-100 Euro/Monat auf den Normalbeitrag bedeuten. Können Sie ausschließen, dass bei Ihnen diese Diagnose gestellt wird? Auch vermeintlich unwichtige Diagnosen, die allerdings weitere Untersuchungen und Behandlungen nach sich ziehen können, führen meist zu Zuschlägen. Bei schwerwiegendere Diagnosen müssen Sie sogar mit Ablehnungen rechnen, das heißt eine Versicherung im privaten Krankenversicherungssystem wäre dann nicht mehr möglich.

Solche Zuschläge und Ablehnungen können jedoch Ihnen nicht mehr drohen, wenn Sie rechtzeitig Ihren Gesundheitszustand über einen Optionstarif (oder eine Anwartschaft) gesichert haben.

Mehr zu dem Thema Optionstarif erfahren Sie über diesen Link!

Studium und Steuern

Sicher haben Sie schon davon gehört, dass Sie Ausgaben, die im Rahmen Ihres Studiums anfallen, von der Steuer absetzen können. In den ersten ein bis zwei Berufsjahren können Sie dadurch teils beachtliche Steuerrückerstattungen erzielen. Leider zählt das Deutsche Steuerrecht zu den komplexesten Systemen weltweit. Aber keine Sorge, wir zeigen Ihnen in unserem „Steuerseminar für Masterstudierende, Promovierende und Berufsstarter“, was Sie wissen müssen. Sicher Sie sich am besten gleich Ihren Platz in unserem nächsten Seminar, denn bis Ende 2017 profitieren Sie noch von einer Sondersituation, die Ihnen umfangreichere Rückerstattungen bescheren kann.

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