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Wesentliches zur Hausratversicherung

Die erste eigene Wohnung ist der ganze Stolz des jungen Besitzers, die schicke Eigentumswohnung ist das Heiligste des aufstrebenden Managers, das Einfamilienhaus ist die gemütliche Heimat für die ganze Familie. Im Lauf der Jahre hat sich allerlei Hausrat angesammelt, der hohen funktionalen Anforderungen entspricht, der für Bequemlichkeit sorgt und der manchmal auch einfach Erinnerungen birgt. Allein die objektiven Wiederbeschaffungskosten können immens sein und die finanziellen Möglichkeiten des Besitzers schnell überfordern. Eine Hausratversicherung kommt für Schäden auf, die am Hausrat in den eigenen vier Wänden entstehen.

 

Diese Leistungen sind versichert

 

Versichert ist zunächst das ganze bewegliche Eigentum, das in einer Wohnung und in allen versicherten Nebenräumen zu finden ist. Dazu gehören auch Gegenstände im Keller oder in der Garage. Versichert sind somit Möbel, Bücher, Kleidung, Teppiche, Lampen, Geschirr, Elektrogeräte, Kinderspielzeug, Kücheneinrichtungen und das Futter für Haustiere. Erstattet wird jeweils der Wiederbeschaffungspreis, wenn das Inventar gestohlen oder zerstört wurde. Ersetzt wird der Kauf eines gleichwertigen Gegenstandes, der nicht unbedingt mit dem Kaufpreis des zerstörten Gegenstands identisch sein muss. Bei Beschädigungen werden die Reparaturkosten bezahlt, sofern eine Reparatur möglich ist. Bei beschädigten und uneingeschränkt nutzbaren Gegenständen wird eine Wertminderung gezahlt.

Leistungsbeispiele

Sturmschaden

Das Sturmtief „Kyrill“ fegte 2007 mit Orkanböen von bis zu 150 km/h über Deutschland hinweg. Der schwere Sturm drückte ein ordnungsgemäß verschlossenes Fenster ein. Dadurch konnte Regen in die Wohnung eindringen. Das Regenwasser beschädigte die Couch und eine Stereoanlage. Der Schaden wurde auf 2.100 € geschätzt.

Rohrbruch

Ein Zuleitungsrohr der Wasserversorgung brach wegen fortgeschrittener Korrosion. Das Wasser ergoss sich von der Decke auf mehrere Schränke in der darunter liegenden Wohnung. Dabei wurden die Schränke und die darin befindlichen elektronischen Geräte (Tablet-PC, Fotoapparat, Drucker, Scanner) beschädigt. Der Schaden wurde auf 3.000 € geschätzt.

Einbruchdiebstahl

Unbekannte brachen in ein Haus ein. Sie entwendeten alle unterhaltungselektronischen Geräte. Im Anschluss verwüsteten sie das komplette Haus. Sämtliche Spiegel und Mobiliarverglasungen wurden zerschlagen, Betten und Matratzen aufgeschlitzt und ein großer Schrank im Schlafzimmer sogar angezündet. Das Feuer breitete sich auf große Teile des Hauses aus, wodurch fast der gesamte Hausrat vernichtet oder unbrauchbar gemacht wurde. Unter den beschädigten Gegenständen befand sich auch ein Bösendorfer Klavier. Der Gesamtschaden wurde auf 119.000 € geschätzt.

Blitzeinschlag

Während eines schweren Gewitters schlug ein Blitz in das Dach eines Einfamilienhauses ein. Das so entstandene Feuer breitete sich rasch auf das komplette Haus aus und vernichtete nahezu alle Habe der Bewohner. Was das Feuer verschonte, wurde durch Löschwasser, Ruß und Rauchgeruch unbrauchbar gemacht. Die Familie steht vor dem Nichts. Der Gesamtschaden wurde auf 150.000 € geschätzt.

 

Schutz gegen viele Gefahren

 

Diese Versicherung schützt den Hausrat vor ganz unterschiedlichen Gefahren. Dazu zählen Feuer, Blitzschlag, Explosion, Einbruch, Diebstahl, Sturm, Leitungswasser und Überspannung. Dieser grundlegende Schutz kann durch weitere Leistungen ergänzt werden. So bietet sich zur Ergänzung der Hausratversicherung eine Elementarschadenversicherung an. Sie kommt für Schäden aus Überschwemmungen, Erdrutsch, Starkregen und andere Naturgewalten auf und bietet sich besonders in Regionen an, die häufig von Hochwasser, schweren Stürmen oder Schneebruch betroffen sind. Aufgrund diverser Hochwasser in den vergangenen Jahren raten viele Versicherungsexperten zunehmend dazu, auch die Wohnungen in weniger gefährdeten Gegenden mit einer Elementarschadenversicherung zu schützen.

Außenversicherung

 

Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang, dass die Versicherung für den gesamten Hausrat nicht nur in den eigenen vier Wänden greift. Sie gilt als Außenversicherung auch, wenn Sie auf Reisen sind. Wird zum Beispiel etwas aus Ihrem Hotelzimmer gestohlen, können Sie die Kosten im Rahmen der Außenversicherung über Ihre Hausratversicherung erstatten lassen. Beachten Sie aber, dass die Außenversicherung in der Regel auf eine feste Versicherungssumme reduziert ist und deshalb nicht unbegrenzt leistet.

 

So wichtig ist die korrekte Versicherungssumme

 

Wie bei jeder Versicherung ist auch die Versicherungssumme für Ihren Hausrat ganz elementar, damit im Schadenfall alle Kosten erstattet werden. Der Versicherer schlägt die korrekte Versicherungssumme in der Regel anhand eines pauschalen Werts in Höhe von 650 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche vor. Ihre Versicherungssumme ergibt sich also aus der Wohnfläche und aus dem Quadratmeterwert von 650 Euro. Sollten Sie sich für diesen pauschalen Wertansatz Ihrer Versicherungssumme entscheiden, macht der Versicherer keine Unterversicherung geltend, wenn der tatsächliche Wert Ihres Hausstands im Schadenfall über der Versicherungssumme liegt. Besteht allerdings eine Unterversicherung, weil Ihre Versicherungssumme niedriger ist als der Wert, den Sie im Schadenfall geltend machen, kann der Versicherer diese Unterversicherung durch eine Kürzung der Erstattung geltend machen. Im Idealfall wählen Sie deshalb die korrekte Versicherungssumme anhand der pauschalen Deckung von 650 Euro pro Quadratmeter.

 

So handeln Sie im Schadenfall richtig

 

Damit der Hausratversicherer die entstandenen Kosten für die Schadenbeseitigung schnellstens erstatten kann, müssen Sie den Schaden unverzüglich nach der Entdeckung melden. Halten Sie alle Beschädigungen mit Fotos fest und dokumentieren Sie sie ordnungsgemäß und vollständig. Bei einem Einbruch wird Ihnen der Versicherer meist eine Liste vorlegen, anhand derer Sie die gestohlenen Gegenstände erfassen müssen. Wichtig ist auch, dass Sie die Polizei direkt nach einem Einbruch informieren, um die Angelegenheit strafrechtlich verfolgen zu lassen. Je sorgfältiger und schneller Sie im Schadenfall vorgehen, desto schneller können Sie damit rechnen, dass alle Kosten weitgehend bezahlt werden und dass die entstandenen Schäden schnellstens beseitigt werden.

Wichtig: Ihre Obliegenheiten!

Damit Sie Ihren Versicherungsschutz nicht gefährden, sollten Sie sich unbedingt die nachstehenden Videos ansehen. Denn als Versicherungsnehmer haben Sie verschiedene Obliegenheiten zu beachten.

Obliegenheiten sind Verhaltensvorschriften, die sich aus den Versicherungsbedingungen ergeben. Man unterscheidet zwischen den vorvertraglichen Obliegenheiten und den Obliegenheiten während des bestehenden Versicherungsvertrages, wie zum Beispiel den Auskunfts- und Aufklärungsobliegenheiten nach Eintritt des Versicherungsfalles.

Bei einer Obliegenheitsverletzung wird der Versicherer möglicherweise von der Verpflichtung zur Leistung frei. Ob dies der Fall ist, richtet sich zunächst nach dem Grad Ihres Verschuldens als Versicherungsnehmer. Bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz kommt es zudem noch auf die Kausalität an.

Unsere Tarifauswahl

Bei der Tarifauswahl achten wir für unsere Kunden in erster Linie auf Rechtssicherheit und hochwertige Leistungen. Im Bereich Hausratversicherung orientieren wir uns dabei unter anderem an den Analysen des WFS-Versicherung-Rating.

WFS-Ratings sind reine Bedingungsratings. Wesentlich ist hierbei, welche Kriterien in den Bedingungswerken der Versicherungstarife für Sie als Verbraucher von Bedeutung sind. Viele Tarifeinschlüsse sind nur für einen Fachmann ersichtlich. Ihnen, sprich dem Verbraucher helfen sie nicht weiter, da Ihnen die versicherungstechnischen Kenntnisse fehlen. Die Praxis zeigt zudem, dass nicht alle Innendienstmitarbeiter der Versicherer hinreichend geschult sind und somit immer wieder Schäden abgelehnt werden, da sie in Tarifwerken einen Ausschluss annehmen, wo ein Einschluss nicht explizit benannt wurde.

Deshalb wird in den WFS-Ratings das honoriert, was in den Bedingungen klar benannt wird. Ziel ist es, Ihnen als Verbraucher jene Versicherer zu empfehlen, bei denen man auf den ersten Blick weiß, dass sie ein stark überdurchschnittliches Bedingungsniveau haben und den Leistungsumfang transparent präsentieren. Streitigkeiten im Schadenfall können so bereits im Vorfeld vermieden werden. Davon profitieren nicht nur Sie, sondern auch wir, denn wir möchten, dass Sie zufrieden sind und uns weiterempfehlen.

Wir sind fest davon überzeugt:

Für unsere Kunden ist eine kompetente Beratung und Betreuung erheblich wichtiger als der absolut tiefste Preis.

Die Tarifkriterien

In Ihrem Interesse setzen wir strenge Kriterien bei der Tarifauswahl an. Hausratversicherungen sollten unserer Meinung nach gewisse Mindestkriterien erfüllen.

 

Mindeststandards

 

  • Bedingungsseitige Garantie, dass der Versicherer nicht zum Nachteil des Kunden von den aktuell gültigen VHB 2010 mit Stand 01.01.2013 und den dazugehörigen Klauseln zu den VHB 2010 mit Stand 01.01.2013 abweicht (GDV-Garantie). Dies beinhaltet u.a. die Mitversicherung von Implosionsschäden sowie Versicherungsschutz für Hausrat in der Nähe des Versicherungsortes
  • Garantie, dass der Versicherer prämienneutrale Bedingungsverbesserungen automatisch zum Vertragsbestandteil auch für laufende Verträge macht (Innovationsklausel)
  • Möglichkeit eines Unterversicherungsverzichts
  • Mitversicherung von Überspannungsschäden durch Blitz bis mindestens 15.000 Euro
  • Versicherungsschutz für Schäden durch Verpuffung und Überschall-knall bis zur Versicherungssumme
  • Kostenübernahme für Sengschäden bis mindestens 2.500 Euro
  • Verzicht auf die Einrede der grob fahrlässigen Herbeiführung des Versicherungsfalles bis mindestens 95% der Schadenhöhe ohne Quotelung
  • Wertsachen in Wertschutzschränken bis mindestens 35% der Versicherungssumme, außerhalb von Wert-schutzschränken mindestens bis 1.000 Euro für Bargeld, 2.500 Euro für Urkunden, Sparbücher und sonstige Wertpapiere sowie bis 20.000 Euro für Schmuck
  • Kostenübernahme für einen vom Versicherungsnehmer beauftragten Sachverständigen bei einer Schadenhöhe von mindestens 10.000 Euro bis mindestens 5.000 Euro
  • Versicherungsschutz auch für die unmittelbare Einwirkung von Sturm oder Hagel auf versicherte Hausratgegenstände durch baulich mit dem versicherten Gebäude(n), in denen sich versicherte Sachen befinden, verbundene Sachen
  • Mitversicherung des bestimmungs-widrigen Austritts von Wasser aus Aquarien und Wasserbetten
  • Wiederherstellung privater Daten bis mindestens 500 Euro
  • Versicherungsschutz für Diebstahl von Hausrat aus Kfz sowie einfachem Diebstahl von Kinderwagen bis mindestens 1% der Schadenhöhe
  • Übernahme von Rückreisekosten aus dem Urlaub ab einer Mindest-schadenhöhe von nicht über 5.000 Euro oder ohne Benennung einer Mindestschadenhöhe
  • Mitversicherung von Vandalismusschäden als Folge von Einbruch/Diebstahl
  • Hotelkosten mindestens 100 Tage à 100 Euro pro Tag
  • Kostenübernahme für Lagerkosten für einen Zeitraum von mindestens 200 Tagen

 

Ergänzend zu den Mindeststandards sollten folgende Kriterien gewährleistet sein:

 

  • Bargeld außerhalb von Wertschutzschränken bis mindestens 1.500 Euro
  • Schmucksachen, Edelsteine, Perlen sowie Sachen aus Gold und Platin: mindestens 25.000 Euro
  • Subsidiärer Regressverzicht gegenüber fahrlässig handelnden Angehörigen, die keinen Anspruch über eine etwaige Haftpflichtversicherung geltend machen können

 

Der Gold-Standard

 

Wirkliche TOP-Tarife, die Ihnen ein Höchstmaß an Rechtssicherheit und Leistungen weit über dem Marktdurchschnitt bieten, sehen ergänzend folgende Standards vor:

  • Fahrraddiebstahl mindestens bis 1% der Versicherungssumme
  • Einschluss der erweiterten Elementarschadendeckung bis in Höhe der Versicherungssumme inklusive Erdbeben, Rückstau sowie Überschwemmung durch oberirdische stehende oder fließende Gewässer mit einem Selbstbehalt von höchstens 5.000 Euro je Schadenfall. Alternative Mitversicherung von Erdrutsch oder Erdsenkung.
  • Abweichende Mitversicherung von Sengschäden bis in Höhe der Versicherungssumme
  • Mitversicherung von Schäden durch Rauch und Ruß bis zur Versicherungssumme, ohne dass diese die Folge einer versicherten Gefahr sein müssen
  • Versicherungsschutz auch für Schäden durch Rauch / Ruß, wenn dieser plötzlich bestimmungswidrig aus den am Versicherungsort und in dessen unmittelbarer Umgebung befindlichen Feuerungs-, Heizungs-, Koch- oder Trockenanlagen ausgetreten ist und unmittelbar auf versicherte Sachen einwirkt
  • Versicherungsschutz ausdrücklich auch in ausschließlich beruflich oder gewerblich genutzten häuslichen Arbeitszimmern, ohne dass es dazu einer besonderen Vereinbarung bedarf (keine Schlechterstellung gegenüber dem GDV-Standard)
  • Versicherungsschutz für Diebstahl aus Kfz innerhalb der Europäischen Union. Dabei besteht Versicherungsschutz auch für Diebstahl von Elektronik (mindestens: Handys, Laptops sowie Kameras) bis mindestens 250 Euro, sofern diese sich im von außen nicht einsehbaren Kofferraum befanden
  • Außenversicherung mindestens für 6 Monate bis in Höhe von mindestens 12.000 Euro und während der Ausbildungsdauer für Wohnungen alleinlebender Kinder in Ausbildung
  • Versicherer bzw. Risikoträger ist Mitgliedschaft bei Versicherungsombudsmann e.V.

Da kein Rating eine kompetente Bedarfsermittlung und Beratung ersetzen kann, stehen wir Ihnen gern als Ansprechpartner zur Verfügung.

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Grunddaten

Eine Erläuterung zu den Bauartklassen finden Sie direkt unterhalb dieses Formulars.

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Erläuterung der Bauartklassen (BAK):

KlasseAußenwändeDacheindeckung
IMassiv (Mauerwerk, Beton)hart
(z.B. Ziegel, Schiefer, Betonplatten, Asbestzement, Metall gesandete Dachpappe)
IIStahl- oder Holzfachwerk mit Stein- oder Glasfüllung, Stahl- oder Stahlbeton-Konstruktion mit Wandplattenverkleidung aus nicht brennbarem Material
(z.B. Profilblech, Asbestzement, kein Kunststoff)
hart
(z.B. Ziegel, Schiefer, Betonplatten, Asbestzement, Metall gesandete Dachpappe)
IIIHolz, Holzfachwerk mit Lehmfüllung, Holzkonstruktion mit Verkleidung jeglicher Art, Stahl- oder Stahlbetonkonstruktion mit Wandplattenverkleidung aus Holz, Kunststoff
Gebäude mit einer oder mehreren offenen Seiten
hart
(z.B. Ziegel, Schiefer, Betonplatten, Asbestzement, Metall gesandete Dachpappe)
IVwie Klasse I oder IIweich
( Holz, Ried, Schilf, Stroh o.ä.)
Vwie Klasse IIIweich
( Holz, Ried, Schilf, Stroh o.ä.)

Anmerkung: Bei gemischter Bauweise gilt die ungünstigere, wenn auf diese ein Anteil von mehr als 30 % entfällt.

Erläuterung der Fertighausgruppen (FHG):

GruppeAußenwändeDacheindeckung
IIn allen Teilen – einschließlich der tragenden Konstruktion – aus feuerbeständigen Bauteilen (massiv)hart
(z.B. Ziegel, Schiefer, Betonplatten, Asbestzement, Metall, gesandete Dachpappe)
IIFundament massiv, tragende Konstruktion aus Stahl, Holz, Leichtbauteilen oder dergleichen, außen mit feuerhemmenden Bauteilen bzw. nicht brennbaren Baustoffen verkleidet
(z.B. Putz, Klinkersteine, Gipsplatten, Asbestzement, Profilblech, kein Kunststoff)
hart
(z.B. Ziegel, Schiefer, Betonplatten, Asbestzement, Metall, gesandete Dachpappe)
IIIWie Gruppe II, jedoch ohne feuerhemmende Ummantelung bzw. Verkleidunghart
(z.B. Ziegel, Schiefer, Betonplatten, Asbestzement, Metall, gesandete Dachpappe)

Anmerkung: Bei gemischter Bauweise gilt die ungünstigere, wenn auf diese ein Anteil von mehr als 30 % entfällt.

Häufig gestellte Fragen

Weshalb eine Hausratversicherung sinnvoll ist

Die Hausratversicherung springt ein und ersetzt das versicherte Hab und Gut, wenn es wegen Feuer, Einbruch, Raub, Vandalismus, Leitungswasser, Sturm oder Hagel neu beschafft werden muss.

Versichert sind grundsätzlich die beweglichen Gegenstände wie Haushaltsgeräte, Möbel, Teppiche, Bilder, Musikinstrumente oder Wertsachen, aber auch Nahrungsmittel und Heizöl. Dasselbe gilt in der Regel auch für Rasenmäher, das Kanu oder Modellboot in der Garage oder dem Hobbykeller.

Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Gegenstände Ihnen gehören oder fremdes Eigentum sind. Solange sie sich beim Schadensfall in Ihren Räumen befunden haben, haftet die Hausratversicherung.

Wird Ihr Hausrat zerstört, erhalten Sie in der Regel eine Erstattung zum Neuwert beziehungsweise zum Wiederbeschaffungswert des jeweiligen Gegenstand im neuwertigen Zustand.

Zu den versicherten Räumen zählen in der Regel alle bewohnten Räume inklusive des Kellers, Speichers und der Garage, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe des Hauses befinden. Vorsicht bei gemeinsam genutzten Räumen. So ist bei einer von mehreren Parteien genutzten Waschküche nur die dort aufgestellte Waschmaschine des Versicherungsnehmers versichert.

Im Rahmen der Außenversicherung ist Ihr Hausrat auch auf Reisen versichert, zum Beispiel bei einem Einbruch ins Hotelzimmer. Dies gilt in der Regel für längstens drei Monate weltweit.

Was die Hausratversicherung leistet

Wenn ein Hausratschaden eingetreten ist, haftet Ihre Versicherung finanziell für

  • Einrichtungsgegenstände wie Möbel,
  • Gebrauchsgegenstände wie Bücher oder technische Geräte (Computer, Fernseher, etc.)
  • Verbrauchsgüter wie Nahrungsmittel, Heizöl oder Lebensmittel sowie
  • Wertgegenstände.

Dabei ist es unerheblich, ob der Hausrat Ihnen als Versicherungsnehmer gehört, einem Familienmitglied oder lediglich geliehen ist.

Höhe der Versicherungsleistung

Die Versicherungsleistung richtet sich laut §9 Nr. 1a der Allgemeinen Hausrat-Versicherungsbedingungen (AHB 2010) nach dem Neuwert der jeweiligen Gegenstände. Der Neuwert stellt dabei den Wiederbeschaffungswert für den jeweiligen Gegenstand im Neuzustand dar. Für Kunstgegenstände und Antiquitäten ist laut §9 Nr. 1b AHB 2010 hingegen der Wiederbeschaffungswert von Gegenständen gleicher Art und Güte heranzuziehen. Zudem gelten für Wertsachen in der Regel gesonderte Obergrenzen, die aber gegen einen Mehrbeitrag angepasst werden können.

Auswärtiger Hausrat der Kinder

Solange Ihr Nachwuchs keinen eigenen Hausstand, zum Beispiel am Studienort, gründet, ist dessen Hausrat auch in der Fremde über Ihre elterliche Police versichert. Sprechen Sie dies in jedem Fall mit Ihrem Versicherer ab.

Diebstahl

Ihre Hausratversicherung bietet Ihnen im Rahmen der Außenversicherung auch Schutz, wenn Sie im Krankenhaus liegen oder sich auf Reisen befinden und bestohlen werden. Allerdings greift der Versicherungsschutz ausschließlich bei Diebstählen aus den vorübergehend mitversicherten Räumlichkeiten.

Wann die Hausratversicherung nicht leistet

Folgende Leistungsausschlüsse müssen Sie in der Regel bei der Hausratversicherung berücksichtigen:

  • Diebstahl sog. Trickbetrüger, die man selbst ins Haus oder in die Wohnung lässt
  • ein Einbruch ohne sichtbare Spuren
  • Löt- und Sengschäden,
  • versicherungspflichtige Motorfahrzeuge
  • Wasserfahrzeuge
  • Luftfahrzeuge
  • Eigentum des Vermieters
  • Hausrat von Untermietern
  • Räume, die rein beruflich genutzt werden
  • fest mit dem Gebäude verbundene Gegenstände, wie Einbaumöbel und Badewanne
  • durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit eingetretene Schäden
  • Schäden infolge Krieg (und je nach Tarif innerer Unruhen)

Glasbruchschäden

Diese sind zwar nicht standardmäßig über die Hausratversicherung versichert, können aber optional über einen entsprechenden Zusatzbaustein mitversichert werden.

Elementarschäden

Ebenfalls über einen Zusatzbaustein können Elementarschäden optional versichert werden. Elementarschäden bezeichnen Hausratschäden durch Naturkatastrophen wie

  • Überschwemmungen,
  • Lawinen,
  • Schneedruck,
  • Stürme,
  • Erdbeben oder auch
  • Vulkanausbrüche.

Länger andauernde Unbewohntheit

Sind Sie länger als 60 Tage nicht Zuhause, sollten Sie dies unbedingt Ihrem Versicherer anzeigen. Bei Unterlassung droht der Verlust Ihres Versicherungsschutzes.

Welche Versicherungssumme sinnvoll ist

In der Regel reicht es aus, wenn Sie die Quadratmeterzahl Ihrer Wohnung mit einem vom Versicherer festgelegten Wert (meist 650 Euro) multiplizieren. Dieser Wert reicht als Versicherungssumme für die meisten Haushalte aus. Bei einer Wohnfläche von 90 Quadratmetern würde die Versicherungssumme somit 58.500 Euro betragen.

Lediglich wenn Sie über einen sehr hochwertigen Haushalt verfügen, viele teure Möbelstücke oder hochwertige Technik Ihr Eigen nennen, sollten Sie die Versicherungssumme über einen Wertermittlungsbogens genauer bestimmen.

Wertermittlung
Laut §12 Nr. 5 der Allgemeinen Hausrat-Versicherungsbedingungen (AHB 2010) berechnet sich die Entschädigung aus einer Multiplikation der Schadenssumme mit der Versicherungssumme, wobei das Ergebnis durch den Versicherungswert dividiert wird.

Beispiel:

Versicherungssumme: 50.000 Euro
Wert des Hausrats: 60.000 Euro
Schaden (Beispiel): 10.000 Euro
Erstattung durch Versicherung: (10.000 Euro*50.000 Euro)/60.000 Euro = 8.333 Euro

Durch eine Klausel (PK7712) kann jedoch ein sogenannter Unterversicherungsverzicht vereinbart werden. Damit entfällt die Leistungskürzung und der Schaden wird in vollem Umfang beglichen. Auf die Einrede der Unterversicherung verzichten die Versicherer in der Regel, wenn Sie Ihre Wohnfläche mit dem von Ihrem Versicherer vorgegebenen Wert multiplizieren.

Wenn Sie bereits über eine Hausratversicherung verfügen, sollten Sie regelmäßig nach Renovierungen sowie der Anschaffung neuer Einrichtungsgegenstände prüfen, ob dies zu einer Unterversicherung führt und gegebenenfalls die Versicherungssumme anpassen.

 

 

 

 

Welche Tarifmerkmale Sie auf jeden Fall beachten sollten

Es kommt auf Ihre individuellen Bedürfnisse an, welche Zusatzbausteine Sie in der Hausratversicherung benötigen.
Auf folgende Merkmale sollten Sie unter anderem bei der Wahl Ihres Versicherungsvertrages achten:

  • Verzicht auf Einrede der groben Fahrlässigkeit
    Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Versicherer auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit verzichtet. Andernfalls riskieren Sie, dass Ihr Versicherer nicht leisten muss, weil Sie den Schaden in entsprechendem Umfang begünstigt haben.
  • Elementarschäden
    Wenn Ihr Haus oder Ihre Wohnung von starken Natureinflüssen bedroht ist, sollten Sie Ihre Hausratversicherung um eine Elementarversicherung ergänzen. Damit sind Sie auch bei Schäden wie Überschwemmung, Erdbeben, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen oder Vulkanausbrüchen abgesichert. Bedenken Sie das, dass das Risiko für Schäden durch Naturgewalten in Deutschland in den letzten Jahren insbesondere wegen Unwetter und starker Regenfälle deutlich gestiegen ist.
  • Glasschäden
    Hat Ihre Wohnung viele große Glasflächen, bietet sich eine Glasversicherung an. Dieser Zusatz ist in der Regel nicht automatisch mitversichert und muss extra in den Vertrag aufgenommen werden.
  • Überspannungsschäden
    Gleiches gilt für Überspannungsschäden durch Blitzeinschlag an technischen Geräten – etwa dem Computer oder dem Fernseher. In der Regel setzen Versicherer hier zudem Sublimits, also geringere Entschädigungsleistungen im Vergleich zur eigentlichen Versicherungssumme an, die Sie zumeist durch einen Mehrbeitrag erhöhen können.
  • Aquarien und Wasserbetten
    Aquarien oder Wasserbetten stellen für die Versicherer ein zusätzliches Risiko dar. Als Besitzer mindestens einer dieser beiden Sachen sollten Sie darauf achten, dass in Ihrem Vertrag hierfür Versicherungsschutz besteht.
  • Diebstahl aus Kfz
    Diebstahl aus Ihrem Fahrzeug ist in der Hausratversicherung nicht von vornherein mitversichert. Achten Sie auch hier auf die Vertragsbestimmungen und ergänzen Sie gegebenenfalls diese Leistung.
  • Fahrraddiebstahl
    Ausgenommen ist in der Regel auch die Regulierung von gestohlenen Fahrrädern. Achten Sie hier auf eine ausreichend hohe Versicherungssumme. Ähnlich wie bei den Überspannungsschäden können Sie auch die Leistung bei Fahrraddiebstahl selbst beeinflussen.
Was Auswirkung auf Ihren Beitrag hat

Direkte Auswirkung auf den Beitrag hat selbstverständlich die Höhe der Versicherungssumme. Dennoch sollten Sie an dieser Stelle nicht sparen und lieber eine zu hohe als zu niedrige Versicherungssumme wählen. Zumal die Beitragsunterschiede dabei ohnehin recht gering sind.

Neben der Versicherungssumme spielt die Anschrift des versicherten Risikos, also Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses, eine entscheidende Rolle bei der Beitragskalkulation. Hier wird zum Beispiel die Einbruchhäufigkeit berücksichtigt.

Eine aus vielen Versicherungsbereichen bekannte Möglichkeit den Beitrag zu reduzieren, ist die Vereinbarung eines Selbstbehaltes. Dieser beträgt in der Hausratversicherung meist zwischen 150 Euro und 500 Euro. Dafür müssen Sie dann im Schadensfall diesen Betrag selbst tragen und erhalten erst Kosten, die darüber hinaus gehen, von Ihrem Versicherer erstattet.

Eine weitere Auswirkung auf den Beitrag, wenn auch eine vergleichsweise geringe, hat die von Ihnen gewählte Zahlweise. Bei monatlicher, vierteljährlicher oder halbjährlicher Zahlweise verlangen die meisten Versicherer einen Ratenzahlungszuschlag.

Wie die Hausratversicherung steuerlich behandelt wird

Die Rechtsschutzversicherung unterliegt einem Steuersatz von derzeit 19 Prozent. Die Steuer wird von den Versicherungsgesellschaften direkt abgeführt und ist in den Beitragsabrechnungen aufgeführt.

Hausratversicherungen können in der Regel nicht von der Steuer abgesetzt werden. Lediglich wenn Sie über ein Arbeitszimmer in Ihrem Wohnung beziehungsweise Ihrem Haus verfügen, können Sie den entsprechenden Teil Ihres Versicherungsbeitrages steuermindernd geltend machen.

Welche Pflichten bei der Hausratversicherung bestehen

Um Ihren Versicherungsschutz nicht zu verlieren, haben Sie als Versicherungsnehmer bestimmten Obliegenheiten nachzukommen. Dies beginnt bereits im Rahmen der Antragsstellung. Achten Sie darauf wahrheitsgemäße Angaben zum Beispiel zu den Sicherungsvorkehrungen wie etwa der Ausführung der Türschlösser zu tätigen.

Kommt es zwischenzeitlich oder dauerhaft zu einer Gefahrerhöhung haben Sie Ihren Versicherer umgehend darüber zu informieren (§23 Versicherungsvertragsgesetz (VVG)).

Beispiele für Gefahrerhöhungen sind

  • Baugerüst am Haus (erhöhtes Einbruchrisiko)
  • Umwandlung von Wohnraum in Gewerberaum
  • Entfernung von Alarmanlagen
  • Anbau beziehungsweise Vergrößerung der Wohnfläche
  • Längeres Unbewohntsein (in der Regel mehr als 60 Tage)

Haben Sie diese Obliegenheit verletzt, kann Ihr Versicherer nach §26 VVG die Leistung verweigern sofern die verschwiegene Gefahrerhöhung zu dem Schadensfall beigetragen hat.

Grundsätzlich kann Ihr Versicherer nach §24 VVG bei einer nachträglichen Erhöhung des versicherten Risikos Ihren Versicherungsvertrag mit einer Frist von einem Monat kündigen oder den Beitrag anzupassen. Fällt die Anpassung größer als zehn Prozent aus, steht Ihnen wiederum ein Kündigungsrecht zu.

Tritt ein Versicherungsfall ein, müssen Sie auch diesen unverzüglich melden und wahrheitsgemäße Angaben dazu machen. Zudem haben Sie Ihrer Schadenminderungspflicht nachzukommen und den möglichst Schaden gering zu halten.

Umgekehrt bestehen auch für Ihren Versicherer Obliegenheiten. So muss er Sie rechtzeitig über Beitragsanpassungen informieren und für versicherte Schäden haften, sofern Sie Ihren Obliegenheiten nachgekommen sind.

 

 

Was Sie im Schadensfall bedenken sollten

Nach einem Hausratschaden sollten Sie umgehend Ihren Versicherer informieren. Dazu stehen Ihnen in der Regel spezielle Service-Hotlines zur Verfügung. Hierbei erhalten Sie dann auch Informationen über die weiteren Schritte. In jedem Fall sollten Sie die Schadensmeldung zusätzlich schriftlich tätigen. Von Ihrem Versicherer erhalten Sie dazu entsprechende Formulare, auf denen Sie auf folgende Fragen eingehen sollten:

  • Wie ist der Schaden entstanden?
  • Wann ist der Schaden aufgetreten?
  • Wer hat ihn verursacht?
  • Was ist zu Schaden gekommen (genaue Auflistung mit Belegen)?
  • Wie hoch ist der Schaden (Schätzwert)?

Generell ist es empfehlenswert, dass Sie von Ihrem Hausrat Bilder anfertigen, am besten bei Vertragsabschluss und nach einem Schaden. Damit können Sie Ihrem Versicherer belegen, welche Gegenstände sich in Ihrem Hausrat befunden haben und geschädigt wurden. Ebenso sind Kaufbelege, Kostenvoranschläge und Zeugen sehr nützlich und vereinfachen die Schadensabwicklung. Im Falle eines Einbruchs sollten Sie unverzüglich die Polizei verständigen.

Im Rahmen der Schadenminderungspflicht haben Sie den Schaden so gering wie möglich zu halten. Dazu gehören Aufgaben wie nach einem Diebstahl Ihrer Bankkarten diese sperren zu lassen oder nach einem Leitungswasserschaden die Wasserzufuhr zu schließen.

Überlegen Sie, ob Sie auch Bagatellschäden Ihrem Versicherer melden möchten. Denn grundsätzlich hat Ihr Versicherer nach einem regulierten Schaden die Möglichkeit Ihren Vertrag zu kündigen. Melden Sie in kurzer Zeit zu viele Schäden, müssen Sie mit entsprechenden Konsequenzen durch Ihren Versicherer rechnen.

Worüber Sie Ihren Versicherer in Kenntnis setzen sollten

Wenn sich Ihre Lebenssituation ändert, kann dies Auswirkungen auf Ihren Versicherungsschutz haben. In jedem Fall sollten Sie Ihren Versicherer über Änderungen des versicherten Risikos informieren.

Eine solche Änderung tritt praktisch immer ein, wenn Sie umziehen. Denn bei einem Umzug ändert sich nicht einfach nur Ihre Adresse, sondern zumeist auch Ihre Wohnfläche, was eine Anpassung der Versicherungssumme erforderlich macht.

Zudem berücksichtigen Versicherer bei der Beitragskalkulation regionale Unterschiede. So liegt Ihre neue Wohnung möglicherweise in einem Überschwemmungsgebiet oder in der Umgebung wird statistisch häufiger eingebrochen. Erhöhen sich Ihre Beiträge aufgrund einer von Ihrem Versicherer festgelegten anderen Tarifzone, haben Sie kein außerordentliches Kündigungsrecht.

Eine weitere Änderung, die sich auf den Beitrag auswirkt, kann sich im Bereich der Wohnungssicherung wie zum Beispiel dem Türschloss ergeben.

Interessanterweise besteht in der Zeit Ihres Umzugs Versicherungsschutz für beide Wohnungen. Dieser doppelte Schutz gilt ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie erstmals Hausrat dauerhaft in der neuen Wohnung lagern für in der Regel maximal zwei Monate.

Verlagern Sie Ihren Wohnsitz ins Ausland können Sie Ihren Versicherungsvertrag außerordentlich kündigen und müssen sich in Ihrer neuen Heimat nach neuem Schutz umsehen.

Auch wenn Sie nicht umziehen, sondern aufgrund privater oder geschäftlicher Reisen Ihre Wohnung nur für längere Zeit unbewohnt ist, sind Sie verpflichtet dies Ihrem Versicherer mitzuteilen. In der Regel besteht Ihr Versicherungsschutz nur unverändert weiter, wenn Sie Ihre Wohnung nicht länger als 60 Tage unbeaufsichtigt lassen. Überschreiten Sie diesen Zeitraum müssen Sie mit Ihrem Versicherer klären, ob der Versicherungsschutz womöglich gegen Mehrbeitrag aufrecht erhalten werden kann.

Ziehen Sie mit Ihrem Partner / Ihrer Partnerin in eine gemeinsame Wohnung und hatten Sie beide zuvor jeweils eine Hausratversicherung, können Sie den jüngeren Versicherungsvertrag kündigen. Da mit einer gemeinsamen Wohnung in der Regel auch der Hausrat wächst, sollten Sie darauf achten die Versicherungssumme den neuen Gegebenheiten anzupassen.

Was bei der Kündigung bzw. beim Wechsel der Hausratversicherung zu beachten ist

Es gibt mehrere Anlässe zu denen Sie Ihren Versicherungsvertrag schriftlich beenden können. Dabei ist grundsätzlich zwischen der ordentlichen und der außerordentlichen Kündigung zu unterscheiden.

Die ordentliche Kündigung

In der Regel haben Sie eine Kündigungsfrist von drei Monaten zur Hauptfälligkeit. Diesen Termin können Sie Ihrem Versicherungsschein entnehmen. Haben Sie ursprünglich einen mehrjährigen Vertrag geschlossen, können Sie gemäß Versicherungsvertragsgesetz (VVG) nach spätestens drei Jahren kündigen, auch wenn Ihr Vertrag eigentlich noch länger laufen würde.

Die außerordentliche Kündigung

Zu bestimmten Anlässen können Sie Ihren Versicherungsvertrag außerordentlich kündigen.
Ein Sonderkündigungsrecht besteht bei Beitragserhöhungen ohne dass der Versicherungsschutz erweitert wird. Innerhalb eines Monats nach Zugang der Ankündigung können Sie Ihren Vertrag beenden.

Ebenfalls einen Monat beträgt die Kündigungsfrist nach der Bearbeitung eines Schadensfalls durch den Versicherer. Dabei ist es unerheblich, ob die Versicherung den Schaden reguliert oder ablehnt. Allerdings haben nicht nur Sie dann ein Kündigungsrecht, sondern auch Ihr Versicherer hat eines. Insbesondere wenn Sie viele Schadensfälle in kurzen Zeitabständen melden, müssen Sie damit rechnen, dass Ihr Versicherer von diesem Recht Gebrauch macht.

Eine weitere Sonderkündigungsmöglichkeit besteht, wenn Sie mit Ihrem Lebenspartner / Ihrer Lebenspartnerin zusammenziehen und Sie beide bereits eine Hausratversicherung haben. Der jüngere Vertrag kann dann aufgelöst werden. Sterben Sie und niemand tritt für Sie in den Vertrag ein, kann der Versicherungsvertrag ebenfalls außerordentlich gekündigt werden.

Bei einem Wechsel des Versicherungsanbieters sollten Sie darauf achten, dass keine zeitliche Lücke zwischen Alt- und Neuvertrag entsteht, um durchgehen Versicherungsschutz zu haben und eine Doppelversicherung zu vermeiden.

Wichtig:

Es zählt bei jeder Kündigung das Eingangsdatum bei Ihrem Versicher, nicht das Absendedatum.

Ebenfalls wichtig:

Kündigen Sie am besten immer per Einschreiben mit Rückschein oder zumindest per Fax. Nur so haben Sie im Zweifelsfall eine Bestätigung für Ihre Kündigung in der Hand.

Fällt der Kündigungstermin auf ein Wochenende oder einen Feiertag, ist die Kündigungsfrist gewahrt, wenn die Kündigung Ihrem Versicherer am darauf folgenden Werktag zugeht. Verpassen Sie es, form- und fristgerecht zu kündigen, verlängert sich Ihr Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr.

 

Hier gelangen Sie zum Vertrags-Service Ihres Versicherers

Nachfolgend finden Sie Links zu den Vertrags-Service-Seiten diverser Versicherer. Dort können Sie Ihre Anschrift ändern, eine neue Bankverbindung hinterlegen oder einen Schaden melden. Ändert sich infolge einer Heirat Ihr Name haben Sie auf jenen Seiten die Möglichkeit, Ihren Versicherer darüber in Kenntnis zu setzen. Je nach Versicherer stehen Ihnen weitere Service-Angebote zur Verfügung.

 

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