Elektronikversicherung Zahnarzt-Praxis

Bei einer bestehenden Praxisinventarversicherung besteht zwar schon ein gewisser Schutz für Ihre hochwertigen Geräte der Medizintechnik, wie beispielsweise Ihre Behandlungseinheiten und Ihre Röntgengeräte, dennoch existieren hierfür weitere Risiken, die im Schadenfall enorme Kosten verursachen können. Hierunter fallen unter anderem Sachschäden durch 

  • Bedienungsfehler,
  • Ungeschicklichkeit,
  • Vorsatz Dritter,
  • Konstruktions-, Material- oder Ausführungsfehler,
  • Kurzschluss,
  • Überstrom oder
  • Überspannung. 

Vermeidung von Doppelversicherung und Versicherungslücken


Bei der Kombination von Praxisinventarversicherung und Elektronikversicherung können einem unerfahrenen Vermittler leicht Fehler unterlaufen, die zu einer Doppelversicherung oder zu Versicherungslücken führen. Wenn Sie bereits über entsprechende Absicherungen verfügen, sollten Sie diese von einem spezialisierten Makler überprüfen lassen.

Überspannungsschäden


Entgegen mancher Vermutung resultieren Überspannungsschäden keineswegs immer aus Blitzschlag. Auch ein falsches Verbraucherverhalten, eine nicht symmetrische Belastung des Praxisstromnetzes oder eine Kurzschluss können zu einer Überlastung der elektronischen Schaltkreise führen, was insbesondere in einer technisch ein- und ausgerichteten Zahnarztpraxis zu einem Stillstand und damit Umsatzausfällen führen kann. 

Als einfaches Beispiel kann hier die Saugmaschine genannt werden, die aufgrund eines Stromausfalls trotz Sicherung beschädigt wird. Eine neue Saugmaschine bedeutet für Sie als Praxisinhaber Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro. 

Weitere Schäden können in Form von gelöschten oder zerstörten (Wechsel-)Datenträgern, Daten oder Praxissoftware auftreten. Für die damit verbundenen Kosten wie für die Datenwiederherstellung, würde eine Praxisinventarversicherung in der Regel nicht aufkommen. Datenrekonstruktionen sind jedoch extrem zeitaufwändig und sehr teuer.

Eine Elektronikversicherung wird infolge der fortschreitenden Digitalisierung immer wichtiger. In einigen Zahnarztpraxen wird bereits von der Terminierung über die Befunderhebung und der Behandlungsplanung bis hin zur Abrechnung sowie der Dokumentation der Patientendaten mittlerweile alles digital basierend auf entsprechender Praxissoftware durchgeführt. Seit dem Jahr 2012 sind Zahnarztpraxen zudem verpflichtet die Abrechnungsdaten sämtlicher Leistungsbereiche in elektronische Form an die Kassenzahnärztliche Vereinigung zu übermitteln. 

Ungeschicklichkeit und Bedienungsfehler


Kein Praxisinhaber ist davor gefeit, dass ihm selbst oder Mitarbeitern ein Bedienungsfehler unterläuft  oder aus Unachtsamkeit empfindliche mobile Technik zu Boden fällt. Leicht können infolge eines Stolperns technische Geräte wie 

  • der Sensor beim Röntgen,
  • eine Multifunktionsspritze,
  • die Polylampe,
  • Dental-Turbinen oder
  • Winkelstücke

zu Boden gerissen werden. 

Sehr kostspielig können Bedienungsfehler des CAD/CAM, der Laser- und Röntgengeräte oder ein Sturz des Endodontiegerätes sein. Ebenfalls hohe Kosten würden aus einem unsachgemäßen Befüllen der Dentaleinheit mit reizendem Sauganlagenreiniger in den Trinkwassertank resultieren. 

Hochwertige Elektronikversicherungen leisten für unvorhergesehen Beschädigungen oder Zerstörungen an versicherten Sachen, insbesondere durch menschliche Ursachen wie Bedienungsfehler, Ungeschicklichkeit und Fahrlässigkeit.

Unterversicherung vermeiden


Eine bestehende Elektronikversicherung sollte fortwährend überprüft werden, um eine Unterversicherung zu vermeiden. Dies gilt insbesondere bei der Neuanschaffung weiterer Geräte. Gegebenenfalls sind diese beim Versicherer nachzumelden.

Beratung zur Praxisversicherung Zahnarzt vereinbaren


Aufgrund der Komplexität ist es dringend anzuraten die Hilfe eines auf die Beratung von Heilwesenberufen spezialisierten Maklers in Anspruch zu nehmen und regelmäßig die bestehende Absicherung mit ihm zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.

Markus Fischer hat 4,77 von 5 Sternen | 67 Bewertungen auf ProvenExpert.com