Über mich ...

Mein Name ist Markus Fischer und ich bin der Betreiber von meinefinanzklinik.de. In meiner beruflichen Tätigkeit als Finanz- und Versicherungsmakler für Mediziner werde ich unterstützt von mehreren Kollegen, einem Back-Office-Team und hin und wieder auch von Auszubildenden und Praktikanten. 2008 habe ich mein Diplom-Studium der Wirtschaftsmathematik an der Universität Ulm mit dem Schwerpunkt Versicherungsmathematik abgeschlossen. Im Rahmen meines Studiums konnte ich bereits einige DAV-Prüfungen ablegen. DAV ist die Abkürzung für Deutsche Aktuarvereinigung e.V.. Es handelt sich hierbei um die berufs­ständische Ver­tretung der Ver­sicherungs- und Finanz­mathe­matiker. 

Die meisten Finanz- und Versicherungsmakler kennen im Wesentlichen die Tarife mit Ihren enthaltenen Leistungen. Dank meines Studien-Schwerpunktes habe ich zudem gelernt, wie Versicherer ihre Tarife kalkulieren. Dadurch kann ich auch einschätzen, wovon vor allem Versicherer profitieren, und wovon Versicherte wie Sie. Somit kann ich besser Ihre Interessen vertreten.

Eine Vielzahl meiner Kommilitonen sind nach dem Studium tatsächlich als Mathematiker zu Versicherungskonzernen gegangen und dort Aktuare geworden. Während des Studiums bin ich jedoch zu der Erkenntnis gelangt, dass die Aktuar-Tätigkeit für mich auf Dauer zu monoton wäre und mir eine entscheidende Komponente fehlt würde, nämlich der persönliche Kontakt zu den Menschen.

Meines Erachtens gibt es nichts Interessanteres als Menschen über Ihren Lebensweg zu begleiten, denn kein Lebensweg ist wie der Andere. Genau das macht die Finanzplanung auch so spannend. Nicht umsonst sagt man auch Leben ist das, was passiert während man Pläne macht. Deshalb muss Finanzplanung auch immer flexibel bleiben, sie muss regelmäßig überprüft und angepasst werden. Dies ist nicht die einzige Lehre, die ich aus den Jahren meiner Tätigkeit ziehen durfte.


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    Finanzplanung muss flexibel sein

Lange Zeit war mir nicht klar, als was ich nach meinem Diplom beruflich tätig sein wollte. Zu meinem Glück wurde noch während meines Studiums an meiner Fakultät ein Mentoring-Programm eingeführt. Entsprechend der Ausschreibung sollte "10 besonders motivierten Mentees, die ihre eigene Zielfindung und -erreichung noch effektiver angehen möchten, außergewöhnliche Perspektiven" geboten werden. Das klang verlockend. Zugegeben, was mein Studium anging, war ich damals nicht immer hochmotiviert. Rückblickend bin ich aber auch der Meinung, dass das keineswegs ungewöhnlich ist, wenn man noch nicht für sich herausgefunden hat, in welche Richtung es konkret gehen soll. Zu meiner Verteidigung, ich hatte während meines Studiums wohl mehr gejobbt als 99,9 Prozent der restlichen Studenten. Aber diese Geschichte stellen wir noch zurück bis zur zweiten Erkenntnis ... 

Jedenfalls hatte ich mich direkt für dieses Mentoring-Programm beworben und auch einen Platz bekommen. Meine Mentorin wurde sogar die Initiatorin des Programmes, Frau Dr. rer. nat. Margret Klinkhammer (An dieser Stelle herzliche Grüße und vielen Dank für Alles, liebe Margret!). Der Grund, weshalb ich dieses Programm hier überhaupt erwähne, ist dass ich damals verstanden habe, dass Lebensläufe im Allgemeinen, Karriere-Wege und auch Lebensziele nicht in Stein gemeißelt sind. Oftmals denkt man, dass gerade bei erfolgreichen Menschen der Werdegang von Anfang bis Ende durchgeplant ist, aber das ist selten der Fall. Und wie bereits gesagt, selbst wenn das bei dem Einen oder Anderen mal der Fall sein sollte, es kommt fast immer anders als gedacht. Ein gutes Beispiel hierfür ist meine damalige Mentorin. Für einige Jahre war Sie Geschäftsführerin der HypoVereinsbank Direkt GmbH. Vermutlich würde man erwarten, dass die Karriere auch in diesem Bereich voranschreitet. Tatsächlich ist sie auch heute noch als Geschäftsführerin tätig, berät, trainiert und coacht jedoch Menschen, Teams und Organisationen, ist Mediatorin, NLP-Trainerin, Supervisorin, bildet sogar selbst Coaches, Mediatoren und Trainer aus, ...  Diese Aufzählung liese sich noch eine Weile fortsetzen. War das Alles vor 30 Jahren absehbar? Vermutlich nicht. Ein anderer Mentor, der während des Programmes als Unternehmensberater tätig war, hatte sich zuvor als Bio-Gärtner versucht. Wieder ein Anderer hatte die Unternehmensberatung verlassen und begonnen eine Heavy Metal-Band zu managen. Leben ist Veränderung.

In meiner inzwischen zehnjährigen Tätigkeit im Finanzdienstleistungsbereich hat sich das bestätigt. Mal bricht bei einem Kunden die Finanzierung der Promotion weg, mal gibt es unverhofft Nachwuchs, mal wird plötzlich der Entschluss gefasst der Liebe wegen auszuwandern oder eine schwere Erkrankung verändert Alles. Aus all diesen Erfahrungen kann ich sagen, Finanzplanung muss flexibel sein. Und deshalb ist es auch wichtig diese zumindest einmal im Jahr wieder durchzusprechen und bei Bedarf anzupassen.

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    Existenzielle Absicherung hat Vorrang

Es ist Ihre Entscheidung, wie Ihr Finanzplan aussehen soll. Ich werde Ihnen grundsätzlich empfehlen mit der existenziellen Absicherung zu beginnen. Hierzu zählen eine Privathaftpflichtversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung. An dieser Stelle möchte ich Ihnen nicht einfach nur die vielfach zitierten Statistiken ("Jeder Vierte wird berufsunfähig.") zum Eintritt einer Berufsunfähigkeit anführen, sondern ein eigenes Erlebnis als Beleg für unsere Empfehlung nennen. In den 90er Jahren des letzten Jahrtausends hatten meine Eltern ein Haus gebaut und wie die meisten Menschen dafür ein Darlehen aufgenommen. Kurz vor der Jahrtausendwende erlitt mein Vater dann seinen zweiten schweren Herzinfarkt. Die Ärzte gingen davon aus, dass er ihn nicht überleben würde. Er tat es doch, war aber in der Folge körperlich nicht mehr belastbar wie zuvor. Alle Ärzte, die ihn behandelt hatten, waren der einhelligen Meinung, dass er nicht mehr arbeiten dürfe, da das Risiko für ihn zu groß wäre. Nach seiner Reha wurde er zunächst krank geschrieben. Er stellte einen Antrag auf die damals für ihn noch existierende staatliche Berufsunfähigkeitsrente (wurde 2001 abgeschafft). Als er das Büro des Gutachters bei der Landesversicherungsanstalt (damals Träger der gesetzlichen Rentenversicherung) betrat, entgegnete ihm dieser, dass sein Antrag abgelehnt würde. Das war natürlich ein Schock, zumal noch die Verbindlichkeiten aus dem Hausbau wie eine Last über ihm schwebten und ich noch Schüler, sprich nicht berufstätig war. In der Folge zog er es sogar in Erwägung wieder in seine alte Arbeit zurück zu kehren, obwohl er nicht mehr belastbar war und das Risiko, wie von allen Ärzten bestätigt, viel zu hoch gewesen wäre. Zum Glück konnten wir ihn davon abhalten. Mein Vater nahm sich dann einen Anwalt und klagte gegen die Ablehnung seines Leistungsantrages. Der Rechtsstreit dauerte über 2,5 Jahre an. Letztlich gewann er ihn. Sie können sich aber sicher vorstellen, welcher Druck aufgrund der unsicheren finanziellen Zukunft auf ihm lastete. Für die körperliche Genesung war er nicht förderlich. Wenn Sie denken, dass mit dem gewonnenen Rechtsstreit Alles gut war, stimmt das nur teilweise. Die monatliche Rente, die ihm zugesprochen wurde, betrug in Euro ausgedrückt keinen vierstelligen Betrag. Wenn Sie davon noch ein Darlehen von Ihrem Hausbau abzahlen müssen, müssen Sie sich finanziell deutlich einschränken. Aus diesem Grund habe ich nach dem Abitur auch nicht sofort mit dem Studium begonnen, sondern ein Jahr gewartet und gearbeitet. Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung hatte mein Vater damals nicht, sonst hätte er sich finanziell deutlich leichter getan.

Die staatliche Absicherung ist 2001 noch einmal deutlich schlechter geworden. Wie gesagt, müssen letztlich Sie selbst entscheiden, ob Sie solch existenzielle Risiken tragen oder absichern möchten.

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    Große Finanzvertriebe können keine Unabhängigkeit bieten

Als ich nach meinem Studium anfing bei einer großen Wirtschaftsberatung zu arbeiten, bezeichnete sich nahezu jeder Finanzdienstleister als unabhängig. Damals wurde deswegen sogar ein Rechtsstreit zwischen dem AWD und der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) geführt. Am Ende durfte der AWD nicht mehr mit dem Begriff "unabhängig" werben, die DVAG durfte sich nicht mehr eigenständig nennen. Auch heute noch wird die Frage gestellt, welcher Finanzdienstleister eigentlich unabhängig ist. Man könnte entgegen "Unabhängig wovon?".

Wenn man unabhängig als unabhängig von Konzerninteressen interpretiert, müsste man wohl zu der Einschätzung gelangen, dass Bankangestellte und Versicherungsangestellte aufgrund Ihres abhängigen Beschäftigungsverhältnisses und der stark eingeschränkten Produktauswahl nicht unabhängig sind. Vermutlich müsste man zu dem gleichen Ergebnis bei den meisten großen Finanzvertrieben wie MLP, DVAG, AWD, Deutsche Ärztefinanz, etc. gelangen. An der Aktiengesellschaft MLP sind mehrere Versicherungskonzerne beteiligt. Die DVAG gehört zum Teil der Generali Deutschland AG, zu der unter anderem die Aachen Münchener Lebensversicherung und die Central Krankenversicherung gehören. Hieraus erklärt sich auch, weshalb die Kunden der DVAG in der Regel Verträge der Aachen Münchener und der Central besitzen. Der AWD ist nur eine 100-prozentige Tochter des größten Lebensversicherer der Schweiz, sondern heißt inzwischen auch Swiss Life Select. Neben der Swiss Life Select gehören zum Konzern der Swiss Life auch die Finanzvertriebe Horbach, Proventus und tecis. Die Deutsche Ärzte Finanz ist zu 75 Prozent Tochter der Deutsche Ärzteversicherung, die wiederum zu 100 Prozent Tochter der AXA Versicherung ist, und zu 25 Prozent der Deutsche Apotheker und Ärztebank.

Ein Blick in das Vermittlerregister (https://www.vermittlerregister.info/) legt auch für Jeden offen, dass es sich bei den Vermittlern der Deutschen Ärztefinanz, von Horbach, Swiss Life Select und anderen um Versicherungsvertreter handelt und eben nicht um Interessensvertreter ihrer Kunden.

Wie sieht es bei Finanz- und Versicherungsmaklern wie mir aus? Als Finanzmakler bin ich rechtlich Interessensvertreter meiner Mandanten. Kein Versicherungskonzern ist an mir beteiligt. ​Zudem achte ich sehr darauf, dass meine Empfehlungen für Sie nachvollziehbar und begründet sind. Ich führe Risiko-Voranfragen durch, analysiere Versicherungsbedingungen und stelle die Beiträge im Vergleich gegenüber.    

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    Versicherer sind nicht unsere Freunde, aber auch nicht unsere Feinde

Viele haben es schon immer geahnt: Versicherer sind nicht unsere Freunde. Sie sind Wirtschaftsunternehmen. Und als solche müssen sie sogar darauf achten, dass sie Gewinne und keine Verluste erwirtschaften. Was bedeutet das für uns? Wir müssen uns zunächst einmal als diejenigen, die Versicherungsschutz benötigen, fragen, worauf basierend wir unsere Tarifauswahl treffen wollen. Wollen wir Werbeversprechen glauben oder rechtliche Sicherheit?

Vor einigen Jahren gab es einen interessanten Rechtsstreit. Eine Frau hatte eine Krankenversicherung abgeschlossen, nachdem der Anbieter mit einer "Hilfsmittel-Garantie" geworben hatte. Sie ging offenbar davon aus, dass dieser Versicherer die Kosten für alle Hilfsmittel übernimmt, die sie einmal benötigen würde. Als sie nach wenigen Jahren tatsächlich auf bestimmte Hilfsmittel angewiesen war, verweigerte ihr Versicherer die Kostenübernahme, da diese Hilfsmittel bedingungsgemäß nicht versichert wären. Die Frau klagte daraufhin und verlor. Das Gericht urteilte, dass von ihr zu erwarten gewesen wäre, sie die Versicherungsbedingungen durchliest. Wir müssen uns deshalb fragen, ob wir Werbeversprechen vertrauen wollen oder eindeutig zu unserem Vorteil formulierte Versicherungsbedingungen möchten. Für meine Mandanten analysiere ich Versicherungsbedingungen und lassen diese juristisch prüfen. Ich empfehle darauf basierend Tarife, die möglichst hochwertige, zu Ihren Gunsten eindeutig formulierte Bedingungen vorsehen. Denn ein Versicherer wird leisten (müssen), wenn die Versicherungsbedingungen dies vorschreiben. Es ist hingegen Ihr Risiko, wenn Versicherungsbedingungen schwammige Formulierungen vorsehen, die dem Versicherer einen Auslegungsspielraum lassen. 

Darüber hinaus sollten wir uns fragen, von welcher Tarifgestaltung eher der Versicherer profitiert, und von welcher eher wir als Versicherungskunde. Betrachten wir dazu beispielsweise Wohngebäudeversicherungen. Diese sichern uns unter anderem gegen die finanziellen Folgen von Feuer- und Leitungswasserschäden ab. Treten Feuer- oder Leitungswasserschäden häufiger auf? Es sind die Leitungswasserschäden, die deutlich häufiger auftreten. Wenn ein Tarif nun einen Selbstbehalt im Bereich der Leitungswasserschäden vorsieht, profitiert davon eher der Versicherer. Für uns als Versicherungskunden wäre ein Selbstbehalt in einem Bereich, in dem seltener Schäden auftreten, deutlich vorteilhafter. Denn durch einen Selbstbehalt sinkt der fixe Beitrag, den wir regelmäßig zahlen.  

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    Spekulation führt nicht zum Erfolg

Ist Ihnen bewusst, dass die meisten Kapitalanlagen auf Spekulation beruhen? Im Grunde ist es mit Ihnen wie beim Lotto. Sie wetten auf einen bestimmten Ausgang, mit dem Sie mehr oder weniger viel Geld verdienen können. Nachhaltige Kapitalanlage funktioniert jedoch anders. Natürlich kann auch Lotto zum Erfolg führen, aber bei wie vielen ist das der Fall? Entscheidend ist bei einer Kapitalanlage die Rendite-Erwartung. Ich spekuliere deshalb nicht, sondern investiere. 

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