KFW-Darlehen

Staatliche Förderkredite für Immobilien


Sie möchten eine Immobilie finanzieren und dazu einen Kredit aufnehmen? Dann sollten Sie überprüfen, ob für Sie ein staatlich geförderter Kredit infrage kommt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, auch als KfW bezeichnet, vergibt zinsgünstige Darlehen mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren und einmalige Zuschüsse für die Anschaffung eines Eigenheimes. Allerdings dienen die KfW-Darlehen nicht der kompletten Finanzierung von Immobilien, sondern eher als Ergänzungsbausteine zum Hauptkredit. Die staatliche Förderbank unterstützt Bauherrn und Immobilienkäufer durch günstige Kredite, deren Zinsen in der Regel niedriger als die einer herkömmlichen Immobilienfinanzierung sind. Darüber hinaus bringen KfW-Darlehen dem Kreditnehmer gerade in der ersten Phase der Finanzierung aufgrund einiger Vorteile wie etwa tilgungsfreie Anlaufjahre finanzielle Entlastung. Doch nicht nur Hausbau oder Immobilienerwerb werden gefördert, sondern auch Sanierungs- oder Umbaumaßnahmen.

KfW-Förderungen werden in zwei verschiedenen Varianten angeboten: als direkt auszahlbarer Zuschuss oder als Kredit. Dabei stellt das Darlehen mit Tilgungszuschuss eine Sonderform dar, bei der Sie den Kreditbetrag nicht vollständig zurückzahlen müssen.

Vorteile des KfW-Darlehens


KfW-Darlehen funktionieren vom Prinzip her wie herkömmliche Immobilienfinanzierungen. Es handelt sich dabei um Annuitätendarlehen mit festgelegter Sollzinsbindung, die je nach Förderprogramm fünf bis zehn Jahre betragen kann. Innerhalb des vereinbarten Zeitraumes zahlen Sie für Ihren KfW-Kredit nach Ablauf der tilgungsfreien Anlaufjahre gleichbleibende Monatsraten. Im Gegensatz zum klassischen Annuitätendarlehen bietet der staatlich geförderte Kredit allerdings ein paar Vorteile: geringere Zinsen, die tilgungsfreien Anlaufjahre und Zuschüsse, die Sie nicht zurückzahlen müssen.

Trotz dieser Vorteile haben zahlreiche Immobilienkäufer Bedenken, ob sich die Inanspruchnahme eines KfW-Darlehens gerade beim aktuell niedrigen Zinsniveau wirklich lohnt. Momentan können die Zinssätze herkömmlicher Annuitätendarlehen sicherlich mit den KfW-Zinsen mithalten. Bringt der Immobilienkäufer jedoch ideale Voraussetzungen wie etwa Eigenkapital mit, hat die KfW hinsichtlich der günstigen Zinsen die Nase vorne.

Sind Sie unsicher, ob in Ihrem Fall ein KfW-Darlehen infrage kommt?

Dann sollten Sie einen Fachmann zurate ziehen, der Ihre individuelle Situation überprüft und bei der Entscheidung berücksichtigt.

Tilgungsfreie Anlaufjahre


Das KfW-Darlehen bietet eine für den Kreditnehmer angenehme Besonderheit: die tilgungsfreien Anlaufjahre. In diesem Zeitraum, der bis zu fünf Jahre umfassen kann, sind Sie als Kreditnehmer von der Tilgung des Darlehens befreit. Mit der monatlichen Rate zahlen Sie lediglich die Zinsen des KfW-Darlehens. Die reduzierten Raten dienen der Entlastung des Kreditnehmers und bieten ihm so direkt nach dem Immobilienkauf einen gewissen finanziellen Spielraum. Doch beachten Sie: Nach Ablauf der tilgungsfreien Jahre steigt die Monatsrate um den Tilgungsanteil und bleibt bis zum Ende der Zinsbindungsdauer auf dem gleichen Niveau. Das sollten Sie unbedingt auf dem Schirm haben, damit Sie durch den drastischen Anstieg der Raten nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

KfW-Zuschüsse


Die KfW bietet Förderungen nicht nur in Form von Krediten, sondern auch als einmalige Tilgungszuschüsse an. Diese Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen, werden jedoch nur bewilligt, wenn Sie ein energieeffizientes Haus bauen oder Ihre bestehende Immobilie energieeffizient sanieren. Darüber hinaus werden Zuschüsse auch für den altersgerechten Umbau von Eigenheimen gewährt. Kaufen Sie eine Immobilie, die bereits saniert wurde, erhalten Sie ebenfalls die Unterstützung der KfW. Allerdings müssen dazu die Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz im Kaufvertrag ausgewiesen werden. Die Alternative: Sie kaufen ein sanierungsbedürftiges Eigenheim und planen die erforderlichen Maßnahmen zur Schaffung von Energieeffizienz direkt in die Finanzierung mit ein.

Beachten Sie: Tilgungszuschüsse werden nicht direkt an Sie ausbezahlt, sondern von der Restschuld des KfW-Darlehens abgezogen. Pro Wohneinheit können bis zu 15 Prozent der Darlehenssumme beziehungsweise maximal 15.000 € gezahlt werden. Ob Sie diesen Höchstbetrag oder eine geringere Summe erhalten, hängt davon ab, welchen KfW-Effizienzhaus-Standard Sie mit Ihrer Immobilie erreicht haben. Die wesentlichen Bemessungskriterien hierfür sind der jährliche Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust des Gebäudes. Dabei beschreibt der Primärenergiebedarf die Energiemenge, die zur Deckung des gesamten Energiebedarfs eines Gebäudes erforderlich ist. Der Transmissionswärmeverlust benennt hingegen die Energiemenge, die bei einem beheizten Eigenheim nach außen verloren geht. Die KfW richtet sich bei ihren vorgegebenen Standards nach den Höchstwerten für Neubauten, die in der Energiesparverordnung der Bundesregierung für beide Referenzgrößen festgelegt wurden. Maßnahmen, für die ein Tilgungszuschuss infrage kommen könnte, sind beispielsweise die Wärmedämmung der Immobilie, der Austausch von Fenstern und Türen oder die Installation einer modernen Heizungsanlage. Den Vorteil, zum Darlehen auch noch Zuschüsse zu erhalten, die nicht zurückgezahlt werden müssen, bieten herkömmliche Kreditformen wie das Annuitätendarlehen nicht. Die Tilgungszuschüsse beantragen Sie über das Kreditinstitut, mit dem Sie auch das dazugehörige KfW-Darlehen abgeschlossen haben.

Es gibt aber auch die Möglichkeit, ohne Umwege über Ihr Kreditinstitut einmalige Zuschüsse bei der KfW zu beantragen, die in diesem Fall auch direkt an Sie ausbezahlt werden. So haben Sie den Vorteil, dass Sie dieses Geld schon zur Begleichung von Rechnungen, die in Zusammenhang mit den geplanten Sanierungsmaßnahmen stehen, einsetzen können.

Für die Antragstellung können Sie das Zuschussportal der KfW nutzen. Noch besser: Sie lassen sich von einem Fachmann beraten, welche Art von KfW-Förderung für Ihr Vorhaben geeignet ist und nehmen auch bei der Antragstellung seine Hilfe in Anspruch.

Energieeffiziente Neubauten 


Heutzutage werden Häuser so gebaut, dass sie wenig Energie verbrauchen. Eine gute Dämmung sorgt dafür, dass kaum etwas nach außen verloren geht und moderne Heizungen fördern ebenfalls die Energieeffizienz. Damit sparen Hausbesitzer nicht nur Energie und Kosten, sondern schonen auch die Umwelt. Das belohnt die KfW mit zinsgünstigen Darlehen und Tilgungszuschüssen. Der Tilgungszuschuss, der nicht zurückgefordert wird, fällt umso üppiger aus, je höher die Energieeffizienz und damit auch der KfW-Effizienzhaus-Standard sind.

Doch was genau ist der KfW-Effizienzhaus-Standard? Es handelt sich dabei um einen Orientierungsmaßstab für energiesparende Immobilien. Das heißt, je höher der bei einer Immobilie ermittelte Standard ausfällt, desto weniger Energie wird verbraucht. Eine hohe Energieeffizienz steigert nicht nur den Wert der Immobilie, sondern ist auch ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende. Aus diesem Grund werden moderne Neubauten gefördert und je höher die Energieersparnis, desto mehr Geld gibt es den jeweiligen Standards entsprechend von der KfW.

Das Wohneigentumsprogramm der KfW


Die KfW bietet ein umfangreiches Wohneigentumsprogramm an, das Bauherrn, Hauskäufern und sanierwilligen Immobilienbesitzern die Umsetzung ihrer Vorhaben erleichtert. Für alle, die ein Eigenheim bauen oder kaufen und selbst darin wohnen möchten, bietet die KfW einen Förderkredit bis maximal 100.000 € an. Dieser lässt sich auch gut mit weiteren KfW-Förderprodukten kombinieren. Wer eine energieeffiziente Komplettsanierung seines Eigenheimes und die Nutzung erneuerbarer Energien plant oder ein saniertes Haus kaufen möchte, kann je nach erreichtem KfW-Effizienzhaus-Standard einen Förderkredit bis zu 120.000 € bekommen. Für einzelne Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz gibt es immerhin 50.000 €. Die Besonderheit beim Förderkredit: die Möglichkeit, zusätzlich einen Tilgungszuschuss zu beantragen und so weniger Kredit zurückzuzahlen.

Für den Neubau eines energieeffizienten Eigenheimes ist ein Zuschuss bis 4.000 € möglich. Dabei werden 50 Prozent der Kosten, die für die Beratung durch einen Experten für Energieeffizienz anfallen, von der KfW übernommen. Dieser Zuschuss zur Baubegleitung kann ebenfalls mit anderen Förderprodukten kombiniert werden.
Wenn Sie Ihre Heizungsanlage auf erneuerbare Energien umstellen oder ein saniertes Eigenheim mit moderner Heizungsanlage kaufen möchten, können Sie dafür ebenfalls einen Förderkredit beantragen. Das gilt beispielsweise auch für die Installation einer Fotovoltaik- oder Biogasanlage.

Sie möchten ihr Eigenheim vorsorglich schon einmal altersgerecht gestalten und vorhandene Barrieren reduzieren oder schon entsprechend umgebauten Wohnraum kaufen? Auch dafür gibt es eine KfW-Förderung und zwar unabhängig von Ihrem aktuellen Alter.

Das sind nur einige Beispiele der verschiedenen Fördermöglichkeiten, die Ihnen die KfW bietet. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Variante sich am besten für Ihr Projekt eignet, sollten Sie sich von einem Fachmann beraten lassen.

Baukindergeld


Sie haben Kinder und möchten ein Eigenheim anschaffen, weil Sie einfach mehr Platz brauchen? Dann können Sie über die KfW das sogenannte Baukindergeld beantragen. Dabei handelt es sich um eine staatliche Förderung für den Erwerb einer selbst genutzten Immobilie. Sie erhalten in diesem Fall bis zu zehn Jahre lang jährlich 1.200 Euro pro Kind. Allerdings müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um diesen Zuschuss zu erhalten. So müssen Sie beispielsweise Ihre Immobilie nach dem 01.01.2018 erworben oder einen Bauantrag nach diesem Datum gestellt haben. Ihre Kinder, für die Sie kindergeldberechtigt sind, müssen unter 18 Jahre alt sein und in Ihrem Haushalt leben. Außerdem darf Ihr jährliches Haushaltseinkommen je nach Anzahl der Kinder bestimmte Summen nicht überschreiten.

Fazit


Wer energieeffizient bauen, das Eigenheim energieeffizient sanieren oder Barrieren reduzieren möchte, kann dafür eine KfW-Förderung beantragen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau unterstützt damit im Auftrag des Staates Investitionen von Bürgern und Bürgerinnen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Für ein energieeffizient gebautes Haus oder saniertes Eigenheim gewährt die KfW zinsgünstige Kredite. Angeboten werden unterschiedliche Förderprogramme, wobei in einigen Fällen auch die Kombination mehrerer Förderprodukte möglich ist. In Zusammenhang mit Ihrer Immobilienfinanzierung können Sie durch die ergänzende Inanspruchnahme der KfW-Förderprogramme jede Menge Geld sparen. Dabei profitieren Sie nicht nur von den niedrigen Zinsen, sondern genießen auch andere Vorteile wie etwa die lange Zinsbindung, eine anfängliche finanzielle Entlastung durch tilgungsfreie Anfangsjahre oder den Tilgungszuschuss, den Sie nicht zurückzahlen müssen.

Die KfW-Förderung ist allemal eine lohnende Ergänzung zu Ihrer Immobilienfinanzierung.

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