Elektronikversicherung: Wichtig für Apotheken!

Nicht nur relevant für PC, Laptop, Tablet & Co


Im Zeitalter der Informationstechnologien kommen auch Apotheken im Arbeitsalltag nicht mehr ohne moderne Datenverarbeitung aus. Doch umfasst die Apotheken-Elektronik nicht nur PC, Laptop, Tablet & Co, sondern es gehören ebenso Warenwirtschaftssysteme, elektronische Laborgeräte, Spektrometer, Kommissionierer, Klima- und Alarmanlagen sowie spezielle Anlagen zur Sicherung des Reinraum-Klimas dazu. Der technologische Fortschritt ist heutzutage nicht mehr aufzuhalten, sodass sich auch das Risikopotenzial für Apotheken erhöht und damit eine apothekengerechte Elektronikversicherung eine immer wichtigere Rolle spielt.

Police muss an technologischen Fortschritt angepasst werden


Die Elektronikversicherung gilt mittlerweile als unverzichtbare Ergänzung zur Geschäftsinhaltsversicherung, denn sie deckt wichtige Risiken ab, die stromabhängige Technik so mit sich bringt. Das Spektrum reicht hierbei von Überspannungen, Kurzschlüssen und Fehlbedienungen technischer Geräte bis hin zu defekten Elektronikteilen und Ausfällen der Warenwirtschaftssysteme. Das alles kann zu großen Behinderungen im Apotheken-Alltag oder schlimmstenfalls sogar zu Betriebsunterbrechungen führen. Aus diesem Grund sollten Apotheker und Apothekerinnen in ihren Policen neben der Absicherung von Elektronikschäden auch den Betriebsunterbrechungsschutz berücksichtigen. Wer einmal eine solche Police abgeschlossen hat, kann sich aber deswegen noch lange nicht beruhigt zurücklehnen, denn der Technologie-Markt ist schnelllebig und entwickelt sich rasant weiter. Zusammen mit der Inhaltsversicherung sollte die Elektronikversicherung bei jeder größeren technischen Neuanschaffung erneut überprüft werden. Wird beispielsweise ein rund 100.000 Euro teurer Kommissionierer angeschafft, muss das damit verbundene höhere Risikopotenzial in der Police gegebenenfalls angepasst werden, weil die dort festgelegte Versicherungssumme möglicherweise nicht mehr ausreicht. Ob nun Kommissionierer oder Nahinfrarot (NIR)-Spektrometer, die Neuanschaffungen müssen dem Versicherer zeitnah gemeldet werden, denn findet keine entsprechende Anpassung in der Police statt, sind Apotheker und Apothekerinnen der Gefahr der Unterversicherung ausgesetzt.

Zubehör nicht automatisch mitversichert


Elektronikversicherungen gelten in der Regel für Hauptgeräte, nicht aber auch automatisch für Zubehör. Das heißt, es sind weder EDV-Zubehörteile wie etwa externe Festplatten, Tastaturen und Headsets noch die empfindlichen Öffnungsmechanismen von Automatiktüren mitversichert. Gerade Automatiktüren in Apotheken bergen ein hohes Schadensrisiko, sodass Apotheken-Inhaber für die Reparaturen schnell auch mal höhere Summen im vierstelligen Bereich los sind. Oftmals stellt sich dann im Nachhinein heraus, dass solche Schäden gar nicht mitversichert sind, weil der defekte Öffnungsmechanismus nur als Zubehörteil gilt. Den Ärger können sich Apotheker und Apothekerinnen ersparen, indem sie sich für eine „All-Risk-Police“ entscheiden.

Zubehör immer mitversichern


Die „All-Risk-Police“ deckt Zubehör wie etwa den empfindlichen Automatiktür-Mechanismus auch mit ab. Darüber hinaus ist eine solche Absicherung auch dann erforderlich, wenn technische Geräte, EDV- oder Warenwirtschaftssysteme nur geleast sind. Zwar sind Leasing-Geräte in der Regel mit einem Wartungsvertrag verbunden, aber das erspart Apothekern und Apothekern nicht die Ersetzungspflicht im Schadensfall. Daher müssen Leasing-Werte ebenfalls in der Inhalts- und Elektronikversicherung Berücksichtigung finden. Sofern es sich dabei um mobile Geräte handelt, empfiehlt sich zusätzlich der Abschluss einer Transportversicherung.

Doppelte Versicherung vermeiden


Haben Sie einen geleasten Kommissionierer in ihrer Apotheke? Dann sollten Sie auf jeden Fall überprüfen, ob der entsprechende Leasingvertrag schon eine Versicherungskomponente beinhaltet und sofern Sie eine Elektronikversicherung haben, ob der Kommissionierer auch dort integriert ist. Nur so können Sie eine doppelte Versicherung und damit unnötige Kosten vermeiden. Eine Versicherung reicht vollkommen aus, aber es sollte natürlich die Richtige sein, denn sonst kann es im Schadensfall sehr teuer werden! Wer ganz sichergehen möchte, sollte sich vom Versicherer schriftlich bestätigen lassen, dass die Police auch Kommissionierautomaten, Registrierkassen und sonstige Apotheken-Elektronik einschließlich Zubehör umfasst. Es empfiehlt sich auch eine Überprüfung durch den Fachmann, ob der vorhandene Elektronikschutz auch wirklich zur individuellen Ist-Situation Ihrer Apotheke passt.

Wenn das NIR-Spektrometer auf die Reise geht, …


… kann das versicherungstechnisch zum echten Problem werden. Der neue Trend wird als Spektrometer-Sharing bezeichnet und bringt einige kaum versicherbare Risiken mit sich. Diese Geräte sind teuer in der Anschaffung, aber aus der modernen Apotheke nicht mehr wegzudenken, denn die NIR-Spektroskopie vereinfacht zahlreiche vorgeschriebene Prüfverfahren für Rohstoffe sowie die Überprüfung der Identität von Arzneimitteln. Daher teilen sich immer öfter mehrere Apotheken ein Gerät, das entweder einem Apotheken-Inhaber gehört, aber von mehreren genutzt oder von verschiedenen Nutzern gemeinsam angeschafft wird. Das heißt, das wertvolle Spektrometer geht des Öfteren auf die Reise und genau das bereitet den Versicherern Kopfzerbrechen, denn der Schutz müsste in jeder beteiligten Apotheke sowie auch auf dem Weg dorthin greifen. Doch dafür gibt es auf dem Markt noch keine eigene Police, da Spektrometer-Sharing aktuell noch nicht so häufig vorkommt wie möglicherweise in naher Zukunft. Es gibt lediglich die Möglichkeit, zu prüfen, ob der Versicherer dieses Risiko im Einzelfall in die Außenversicherung der Apotheken-Inhaltspolice integrieren kann. Doch es gibt noch eine vereinfachte Lösung für dieses Problem. So kann das Gerät in einer Apotheke ohne zusätzlich anfallende Kosten mitversichert sein und erhält dazu noch einen günstigen pauschalen Transportschutz. Dies ist aktuell die beste Möglichkeit, das Spektrometer ausreichend gegen Schäden abzusichern. Apotheker und Apothekerinnen, die sich für die Sharing-Lösung entschieden haben, sollten sich zum Thema umfassend beraten lassen.

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Kommissionierer oft nicht ausreichend versichert

Zu den häufigsten Fehlern, die in Apotheken immer wieder vorkommen, gehört die Veranschlagung zu niedriger Versicherungssummen in den ausgewählten Policen. Wird etwa ein Kommissionierautomat angeschafft, reicht die einst festgelegte Summe oftmals schon nicht mehr aus. Apotheker und Apothekerinnen sollten ihren Versicherer also grundsätzlich über den Kauf eines teuren Neugerätes informieren, damit die Police überprüft und gegebenenfalls an die neue Situation angepasst werden kann.

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Versicherung für Spektrometer-Technik

Nah- und Mittelinfrarotspektrometer (NIR- und MIR-Spektrometer) sind aus modernen Laboren, die Rohstoffüberprüfungen durchführen, kaum noch wegzudenken, denn sie vereinfachen diese Vorgänge erheblich. Gerade Apotheken profitieren von dieser Technik, denn diese ermöglicht die zuverlässige Überprüfung der Identität von Arzneimitteln und entlastet durch Zeitersparnis das Personal und damit den gesamten Apotheken-Betrieb.


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Risiko Unterversicherung wird oft unterschätzt

Im Rahmen einer Sachversicherung spricht man von einer Unterversicherung, wenn die zuvor in der Police festgelegte Versicherungssumme sich im Schadensfall als niedriger erweist als der tatsächliche Wert der versicherten Objekte. Gut für den Versicherer, schlecht für den Apotheken-Inhaber! Der Versicherer muss in diesem Fall nämlich nur einen Teil der Schadenssumme zahlen und der Betroffenen bleibt auf dem Rest sitzen.




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